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Derby für eine gute Sache

Das traditionsreichste aller deutschen Derbys

Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg hat sich als Tabellenführer in die dreiwöchige Bundesliga-Pause verabschiedet. Lange müssen die Club-Fans auf ihre Lieblinge jedoch nicht verzichten. Bereits am Donnerstag (31.08.06) treten die Schützlinge von Trainer Hans Meyer zu einem Benefizspiel bei der SpVgg Greuther Fürth an. Die Begegnung wird um 20.15 Uhr (live im D:SF) im Playmobilstadion angepfiffen.

Hans Meyer wird in seinem 50. Einsatz als Club-Trainer (bislang 25 Bundesliga-, ein Pokal- und 23 Freundschaftsspiele) eine Elf auflaufen lassen, die die Fans in dieser Zusammenstellung noch nie zu Gesicht bekommen haben. Kein Wunder - muss der Nürnberger Coach doch gleich auf neun Nationalspieler sowie drei Verletzte verzichten. Dafür kann sich der FCN-Anhang am Donnerstagabend höchstpersönlich ein Bild über den Leistungsstand von drei Neulingen machen. Meyer hat für das Derby in Fürth die australischen Nachwuchsspieler Matthew Spiranovic (18) und Shawn Ontong (19) in den Kader berufen, die derzeit beide ein Probetraining beim Oberliga-Team von FCN-II-Coach Peter Zeidler absolvieren.

Leverkusen, Mailand, Parma, Blackburn - Nürnberg?

Sollte alles nach Plan laufen, wird den Zuschauern dann sogar noch ein bekannterer Namen präsentiert: Vratislav Gresko, 25-maliger slowakischer Nationalspieler und zuletzt bei den Blackburn Rovers aktiv, bestreitet derzeit am Valznerweiher ein Aufbautraining, um seine Fitness zu verbessern. Meyer will den 29-jährigen Mittelfeldakteur (früher bei Bayer Leverkusen, Inter Mailand, FC Parma) zumindest für eine Halbzeit bringen. Zugleich betonte der Nürnberger Coach, dass es sich nicht um ein Probetraining handele, "denn Gresko ist auf Grund seiner bisherigen Vereine hinreichend bekannt." Ob Gresko nach Marek Mintal und Robert Vittek als dritter Slowake langfristig in der Club-Gemeinde begrüßt werden kann, hängt insbesondere vom Ergebnis einer sportärztlichen Untersuchung ab. In den letzten Jahren machten Gresko zum Teil schwerwiegende Verletzungen zu schaffen.

Doch nicht nur die personellen und sportlichen Aspekte sowie der Reiz des ewig jungen Kräftemessens der beiden fränkischen Traditionsmannschaften laden zu einem Besuch im Fürther Ronhof ein. Denn wie immer bei einem Benefizspiel geht es vornehmlich um die gute Sache. So kommen die Einnahmen des Derbys der Madeleine Schickedanz-KinderKrebs-Stiftung zu Gute. Mit den Geldern sollen dort weitere Forschungsprojekte unterstützt werden, um Kindern und Ihren Familien Hoffnung und Zuversicht zu geben.

FCN spendet gerne

"Wir rechnen mit einem Erlös von 70.000 bis 100.000 Euro zu Gunsten der Stiftung", so Peter M. Endres, Vorstandsvorsitzender der KarstadtQuelle, die das Lokalderby mit veranstaltet. Auch der FCN leistet seinen Beitrag und verzichtet auf das obligatorische Antrittsgeld und seinen Anteil an der Fernsehübertragung. Sportdirektor Martin Bader: "Wir waren der Geschichte von Anfang an positiv gegenüber gestanden." Wie der Deutsche Fußball-Bund und seine Schiedsrichter, die ihre übliche Freundschaftsspiel-Pauschale spenden.

Übrigens: Das letzte Duell im traditionsreichsten deutschen Lokalderby (seit 1903: 135 Club-Siege/46 Unentschieden/71 Niederlagen) am 7. Oktober 2004 gewann die SpVgg Greuther Fürth dank eines Treffers von Markus Feinbier mit 1:0. Das Kleeblatt wartet in dieser Saison in der zweiten Liga nach drei Spieltagen immer noch auf den ersten Sieg (zuletzt 1:3 gegen Rostock). Beim Duell des Bundesliga-Spitzenreiters gegen den Viertletzten der zweiten Liga spricht also alles für eine erfolgreiche Revanche der Cluberer.

Tickets in den FCN-Fanshops und im Online-Ticketing

Wer Appetit auf mehr bekommen hat und zudem noch etwas für die gute Sache tun möchte, erhält Karten unter anderem in den beiden FCN-Fan-Shops am Sportpark Valznerweiher und in der Ludwigstraße sowie im Online-Ticketing auf fcn.de. Stehplätze kosten 8,80 Euro (ermäßigt 7,15 Euro), Sitzplätze 14,30 Euro. Kinder im Alter unter 14 Jahren erhalten in Begleitung einer erwachsenen Person freien Eintritt.