1. FC Nürnberg - Schiedsrichter

Hintere Reihe von links: Rissbeck Klaus-Peter; Steinhauer Georg; Akanyildiz Hakan; Schätzlein Michael; Jakob Andreas; Mandak Ladislav; Sickl Birgit.

Vordere Reihe von links: Fassler Steffen; Schmicker Kevin; Steinburg Leon; Müller Uwe; Döger Burak; Harambasic Hamza; Isufi Riad; Schiedsrichterobmann Robert Lehner

Es fehlen: Bermüller; Bischoff; Hauswirth, Löser, Rehm, Saatsi; Sörensen und Wojciechowski

ClubMänner

Schiedsrichter beim 1. FC Nürnberg

Beim 1. FC Nürnberg sind aktuell insgesamt 23 aktive Schiedsrichter Mitglied. Alle Kollegen sind jedes Wochenende und wie auch im Profibereich mal unter der Woche im Einsatz. Zwölf Referees pfeifen in den unteren Klassen (Firmen, Jugend- und Reservemannschaften). Weitere 9 Kollegen ist in der Kreisliga bzw. Kreisklasse und auch in der A und B-Klasse unterwegs, ein Kollege ist in der Bezirksliga unterwegs, und unsere Birgit ist bei den Damen sogar in der Regionalliga dabei. Unser Jüngstes Mitglied ist gerade mal 15 Jahre Jung und muss nach den Sommerferien noch den SR-Lehrgang erfolgreich besuchen. Wie auch bei jedem Fußballverein wird der eine oder andere Schiedsrichter aufhören oder sich anderes orientieren wir werden versuchen dies wieder auszugleichen und suchen deshalb weiterhin Verstärkung.

Die qualifizierten Schiedsrichter sind außerdem als Schiedsrichter-Assistenten in den unterschiedlichsten Klassen (z.B. Landesliga, Bezirksliga und Kreisliga) tätig. Im Durchschnitt kommen auf einen Schiedsrichter ca.35 Begegnungen in der Saison. Besonders die Austauschspiele mit den angrenzenden Kreisen Erlangen/Forchheim/Jura/Amberg und Bamberg sind Highlights für die Kollegen.

Eine kleine Anekdote gab es beim diesjährigen Fototermin: Wir mussten wegen Stark Regen / Unwetter den Termin in unseren Presseraum durchführen, somit konnten auch einige SR diese Wissenslücke schließen und den Raum begutachten wo unser Cheftrainer die Fragen der Journalisten vor jedem Spieltag beantwortet.

Wie werde ich Schiedsrichter?

Wie werde ich Schiedsrichter?

Sie interessieren sich für die Ausbildung zum Schiedsrichter? Doch wie alt muss ich mindestens sein, wo kann ich mich anmelden und wie umfangreich ist die Ausbildung? Mit den nachfolgenden Stichpunkten werden Voraussetzungen, Ausbildung und weitere wichtige Fragen beantwortet

Mindestalter: Die Schiedsrichter-Ordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) empfiehlt ein Mindestalter von 12 Jahren. In einzelnen Landesverbänden wird hiervon abgewichen. In Niedersachsen und Bayern zum Beispiel ist das Mindestalter 14 Jahre. 

Weitere Voraussetzungen: Die Schiedsrichter-Bewerber müssen Mitglied in einem Fußballverein sein, Interesse am Fußball haben und die Einsatzbereitschaft mitbringen, jährlich mindestens 20 Spielleitungen zu übernehmen und an Weiterbildungsveranstaltungen an acht bis zwölf Tagen pro Jahr teilzunehmen.  

Ausbildung: Je nach Landesverband 20 bis 50 Unterrichtsstunden im Zeitraum von drei bis zwölf Ausbildungstagen innerhalb von einer Woche bis sechs Wochen. Oder als Alternative die Online-Schulung. Dabei gibt es die Einführung in die Grundzüge der Fußballregeln.

Prüfung: Schriftliche (Beantwortung von Regelfragen) und auch körperliche Prüfung (zum Beispiel 1000-Meter-Lauf in sechs Minuten).

Einsätze: Nach Prüfung, je nach Alter im Junioren- und auch schon im Senioren-Bereich, beginnend in den Basisklassen. Hierbei erfolgt in der Anfangsphase möglichst Betreuung durch erfahrene Kollegen ("Paten").

Erste Ansprechpartner: Über den Verein vor Ort, bei der örtlichen Schiedsrichter-Gruppe, bei den zuständigen Gremien der Kreise und Bezirke, beim zuständigen DFB-Landesverband vor Ort.

Interesse geweckt? Infos bei:

1. FC Nürnberg
Schiedsrichterobmann Robert Lehner
Valznerweiherstr. 200
90480 Nürnberg
Fax: +49 911 940 79 510
E-Mail: 
info(at)fcn.de

Ein Hobby fürs Leben

Ein Platz, zwei Tore, ein Ball, zwei Teams und Fans, die ihre Mannschaft als Zwölfter Mann bedingungslos anfeuern: Die Zutaten für ein erfolgreiches Fußballspiel sind denkbar einfach. Und doch wird immer wieder ein entscheidender Mosaikstein vergessen, ohne den ein geregelter Spielbetrieb gar nicht möglich wäre: die Schiedsrichter. Allein in Bayern sorgen über 11.000 Unparteiische dafür, dass die rund 250.000 Amateurfußballspiele pro Jahr unter perfekten Rahmenbedingungen über die Bühne gehen. Platz- und Passkontrolle, Spielleitung, Bestätigung der offiziellen Ergebnisse und Torschützen – allein auf den ersten Blick ist das Aufgabenfeld eines Unparteiischen riesig – und bildet doch nur die Spitze des Eisbergs.

Der deutsche Fußball wird aktuell jünger und weiblicher. Auch der positive Trend bei den Schiris sowie den Qualifizierungsangeboten des DFB und des Bayerischen Fussballverbandes (BFV) setzt sich fort. Das zeigt die offizielle DFB-Mitgliederstatistik der Saison 2024/2025.

Erstmals in seiner 125 Jahre langen Geschichte verzeichnet der DFB mehr als acht Millionen Mitgliedschaften in den fast 24.000 Vereinen, die unter seinem Dach organisiert sind. Seit 2021 hat der deutsche Fußball insgesamt fast eine Million Mitgliedschaften dazugewonnen.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt: „Es ist ein starkes Zeichen, dass der Fußball in Deutschland zum 125-jährigen Jubiläum des DFB an vielen Stellen weiterwächst. Das zeigt, wie attraktiv und vielfältig der Amateurfußball ist. Einige Zahlen deuten aber auch darauf hin, dass wir an der Basis offenkundig an Kapazitätsgrenzen stoßen. Daher setzen wir uns gegenüber der Politik weiter für geeignete Sportstätten für unsere Vereine ein. Hier sind wir vor allem unseren Kindern- und Jugendlichen verpflichtet. Die Vereine erweisen der Gesellschaft und unserem Gemeinwesen einen großen Dienst. Das ist in den aktuell bewegten Zeiten wichtiger denn je.“

Auch die Zahl der Schiedsrichter steigt wieder, aktuell sind Deutschlandweit 61.027 SR und davon sind 2.749 SR*innen (4,5%) unterwegs das ist eine Steigerung zur Vorsaison um 4,29 % (Stand 30.05.25) Somit wurden insgesamt 1.443.571 Spiele durch qualifizierte Kollegen gepfiffen.

Schiedsrichter sein - mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung 

Zuverlässigkeit, Sicherheit und Pünktlichkeit kennzeichneten von jeher die Produkte und Arbeitsleistungen mit dem Gütesiegel „Made in Germany“. Weltweit sind diese Prädikate anerkannt und geachtet. Da stehen auch die über 61.027 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter im DFB mit ihren Leistungsansprüchen nicht zurück. Ihre Leistungen genießen in der Fußballwelt und darüber hinaus ebenfalls eine hohe Akzeptanz. So werden nicht selten die deutschen Spitzenreferees zu Meisterschaften anderer Nationalverbände als Unparteiische eingeladen. Und selbst in Austauschprogrammen mit angrenzenden Nationen beweisen unsere Schiedsrichter der unteren Spielklassen immer wieder einen hohen Qualitätsstandard. 

Zu den Voraussetzungen für solche Leistungen gehören nicht zuletzt eine intensive Betreuung durch die Schiedsrichter-Obleute sowie eine qualifizierte Aus- und Fortbildung. Moderne Lehrmethoden mit aktuellen Medien setzen bereits bei den Schiedsrichter-Neulingen erste Zeichen für das notwendige Interesse und die Bereitschaft zum Lernen des Regelwerkes und der Umsetzung der Spielregeln. Darüber hinaus werden die Unparteiischen zunehmend in der Stärkung ihrer Persönlichkeitsprofile geschult. Einheiten zur Rhetorik, zur Verbesserung der Körpersprache und zur Bewältigung von Stresssituationen gehören ebenso zum Ausbildungsprogramm, wie die theoretische Aufarbeitung von Konfliktsituationen. In Rollenspielen werden zu diesen Übungen zum Konfliktmanagement dann Lösungsmöglichkeiten entwickelt. 

"Ich übernehme gerne Verantwortung" 

Vor allem die jungen Schiedsrichter erhalten damit eine Ausbildung, die ihnen über die eigentliche Tätigkeit als Unparteiische auch in der Berufsfindung, im Beruf und in der Freizeit umfangreiche Wissensbereiche erschließt.

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