Profis Vorbericht Mittwoch, 16.11.2016

Vorbericht Würzburg: Ein Hauch von Darmstadt

Foto: Sportfoto Zink

Der 13. Spieltag steht bevor. Rechtzeitig zum Duell mit dem FC Würzburger Kickers am Freitagabend drängen sich Club-Trainer Alois Schwartz wieder mehr Alternativen auf. Das "Lazarett" beherbergt mittlerweile nur noch zwei seiner Spieler.

Die Länderspielpause ist rum, der Ligaalltag wartet auf Miso Brecko und Co. mit offenen Armen. Noch rangiert der kommende Gegner aus Würzburg zwei Punkte vor dem Club, der allerdings seine Serie fortsetzen möchte und mit einem weiteren Dreier den Aufsteiger hinter sich lassen könnte. Im Stadion Nürnberg rollt der Ball ab 18.30 Uhr.

  • Die Situation

Mit einem guten Gefühl und 16 Punkten aus zuletzt sechs Spielen verabschiedete sich das Team um Chef-Trainer Alois Schwartz in die zurückliegende Länderspielpause und fand somit Zeit, die durch die zwei englischen Wochen doch arg strapazierten Akkus wieder aufzuladen. Umso größer ist nun die Freude, sogleich mit dem Frankenduell gegen die Würzburger Kickers in den Spielbetrieb zurückzukehren. Das gibt auch Schwartz auf der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Spiel gerne zu, sieht er seine Reihen doch allmählich wieder gut gefüllt.

  • Das Personal

"Wir werden wieder größer in der Herde", registrierte der 49-Jährige mit im Gegensatz zum Wetter aufgehellter Miene und äußerte zugleich den ersten vorsichtigen Weihnachtswunsch: "Bis auf Patrick Erras werden hoffentlich alle noch in diesem Jahr wieder zurückkehren." Und in der Tat, bis auf den Youngster, den es mit einem Kreuzbandriss am schlimmsten traf, befindet sich der Rest der Rekonvaleszenten auf Schlagdistanz zu alter Form. Ob und für wen am Freitag bereits die Stunde schlägt, das ließ sich Schwartz zwar nicht entlocken, doch ausschließen wollte der Übungsleiter zumindest niemanden: "Man muss mal schauen. Georg Margreitter hat gute Schritte gemacht, genauso Hanno Behrens, der schmerzfrei trainiert hat und Dave Bulthuis, der jetzt wieder zurückkehrt."

Bei den sechs Länderspielfahrern, bei denen sich Schwartz vor allem für die deutschen U20-Nationalspieler Cedric Teuchert, Lukas Mühl und Patrick Kammerbauer freute ("Alle drei Jungs haben sehr gute Länderspiele gemacht), will der Trainer die verbleibenden Trainingstage abwarten: Wir müssen gucken, wie kaputt sie von der Reise wiederkommen." Lediglich für Enis Alushi wird die Zeit bis Freitag nicht ausreichen. "Er ist noch nicht wieder bei 100 Prozent", urteilte Schwartz. So wird für den 13. Spieltag neben dem Kosovaren und Erras nur Tim Matavz definitiv ausfallen, der weiterhin an seinem Syndesmosebandanriss laboriert.

  • Der Gegner

"Ich sehe Würzburg als sehr, sehr stabilen Aufsteiger, der sehr kompakt steht, der sehr lauf- und zweikampfstark ist und vorne effektiv agiert", nötigen die bisherigen Auftritte der Unterfranken dem Club-Coach größten Respekt ab, der sich prompt an ein Szenario der Saison 2014/15 erinnert fühlt: "Man sieht, wie es vor zwei Jahren der SV Darmstadt 98 gemacht hat. Die haben das durchziehen können und sind aufstiegen."

Die Zahlen untermauern die mahnenden Worte des Trainers. Mit 20 Punkten aus 12 Spielen rangiert die Truppe von Bernd Hollerbach auf Platz sechs zwei Punkte vor dem 1. FCN und kann sich zumindest bis Freitag als Frankens stärkste Kraft bezeichnen. Zu viel Bedeutung möchte Schwartz der Regionalität aber nicht beimessen: "Das richtige Derby ist gegen Fürth. Jetzt spielt Unter- gegen Mittelfranken. Wir wollen das Spiel gewinnen, egal, ob es die Würzburger Kickers sind oder St. Pauli. Wir wollen unseren Weg einfach fortführen."

  • Die Fakten

35.000 Stadionbesucher wollen sich das Franken-Duell nicht entgehen lassen. Geht der Plan von Schwartz auf, werden es künftig noch mehr werden: "Wir wollen unsere Serie fortführen, um dann vielleicht noch mehr Zuschauer zu uns zu locken." Wer den Coach schon jetzt glücklich machen will, der sichert sich seine Karte für den Freitagabend hier

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Spieldaten

13. Spieltag, 2. Bundesliga 2016/2017
2 : 2
1. FC Nürnberg
45. Guido Burgstaller 1:0
89. Even Hovland (Kopfball) 2:2
FC Würzburger Kickers
54. Elia Soriano 1:1
56. 18466 (Elfmeter) 1:2
Stadion
Datum
18.11.2016 18:30 Uhr
Schiedsrichter
Timo Gerach
Zuschauer
37673

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Kirschbaum - Brecko - Hovland - Mühl - Sepsi (88. Gíslason) - Petrak - Behrens (62. Teuchert) - Kempe - Möhwald - Leibold (62. Salli) - Burgstaller
Reservebank
Schäfer, Margreitter, Gíslason, Kammerbauer, Salli, Sylvestr, Teuchert
Trainer
Alois Schwartz
FC Würzburger Kickers
Wulnikowski - 18466 - Neumann - Díaz - Schröck - Traut (76. Schoppenhauer) - Taffertshofer - Benatelli (46. Rama, Karsanidis63. ) - Kurzweg - Soriano - Daghfous
Reservebank
Siebenhandl, Schoppenhauer, Karsanidis, Lagos, Rama, Shapourzadeh, Königs
Trainer
Bernd Hollerbach

Ereignisse

41. min Spielstand: 0:0
Rico Benatelli

45. min Spielstand: 1:0
Guido Burgstaller

46. min Spielstand: 1:0
Valdet Rama kommt für Rico Benatelli

54. min Spielstand: 1:1
Elia Soriano

55. min Spielstand: 1:1
Even Hovland

56. min Spielstand: 1:2
18466

57. min Spielstand: 1:2
Miso Brecko

62. min Spielstand: 1:2
Cedric Teuchert kommt für Hanno Behrens

62. min Spielstand: 1:2
Edgar Salli kommt für Tim Leibold

63. min Spielstand: 1:2
Ioannis Karsanidis kommt für Valdet Rama

71. min Spielstand: 1:2
Sascha Traut

76. min Spielstand: 1:2
Clemens Schoppenhauer kommt für Sascha Traut

81. min Spielstand: 1:2
Ondrej Petrak

88. min Spielstand: 1:2
Rúrik Gíslason kommt für Laszlo Sepsi

89. min Spielstand: 1:2
Peter Kurzweg

89. min Spielstand: 2:2
Even Hovland