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Hört hier den Beitrag von Mathias Zeck vom Club-Medienpartner Radio Gong 97.1 zum UEFA-Pokal-Gruppenspiel gegen Larissa...

... und über Griechenlands EM-Helden Angelos Charisteas.

Eine einmalige Gelegenheit

Nürnberg - Zum Schluss ein echter Höhepunkt: Im letzten Spiel vor der Winterpause möchte der 1.FCN am Donnerstag (20.12.07, 20.45 Uhr; live auf fcn.de und im ZDFinfokanal) noch mal alles geben und sich das erste Mal für ein Sechzehntelfinale im UEFA-Pokal qualifizieren. Sicher reichen würde dafür ein Sieg, etwa 1.000 Cluberer werden den 1.FCN zu diesem Zweck ins Panthessaliko-Stadion von Volos begleiten. Dort trifft die Mannschaft von Hans Meyer in der abschließenden Partie von Gruppe A auf Larissa FC.

Bei den Spielern steigt seit dem Abflug nach Griechenland so langsam die Spannung. Dominik Reinhardt spricht von einer "einmaligen Gelegenheit, die der Club bisher noch nicht hatte", nämlich "so weit im UEFA Cup zu kommen". Tomas Galasek sagt: "Für das, was wir im Sommer geschafft haben, wollen wir jetzt weiter kämpfen." Und Meyer hofft, "dass die Lockerheit und der Ehrgeiz vorhanden sind, um das Ding zu packen! Besonders motiviert dürfte vor allem Angelos Charisteas sein, der einzige Grieche im Club-Team. Charisteas freut sich nicht nur auf die Partie, sondern war am Mittwoch auch vom "warmen und herzlichen Empfang" seiner Landsleute begeistert. Angst, ausgepfiffen zu werden, hat er jedoch nicht: "In einem Fußballspiel ist es doch normal, dass die gegnerischen Fans ihr Team unterstützen. Mich stört das nicht weiter." 

"Petersburg hat Gazprom, die brauchen keine Hilfe"

"Angesichts unserer Hinrunde in der Bundesliga ist die Tatsache, dass wir hier noch eine Chance haben, schon eine tolle Überraschung", sagte Hans Meyer bei der Pressekonferenz am Mittwochabend in Volos. "Natürlich wollen wir jetzt unsere Chance nutzen und nicht Alkmaar oder Petersburg helfen. Vor allem nicht Petersburg, die haben Gazprom, die brauchen keine Hilfe", so der Coach augenzwinkernd. Der eisgekühlte Presseraum, in dem die PK stattfand, war nicht nur wegen der Kälte gespenstig (Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt), sondern auch deshalb, weil die griechischen Sportjournalisten streikten und lediglich elf deutsche Medienvertreter vor Ort waren. Immerhin ließ ein griechischer Techniker still und heimlich eine Fernsehkamera mitlaufen.

Die Presse erfuhr derweil von Meyer, der abgesehen von den Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen kann, dass Ivan Saenko gegen Larissa in der Startelf stehen wird. "Ansonsten wird es aber nicht viele Veränderungen geben", so der 65-Jährige, der erzählte, dass er mit Otto Rehhagel und Ewald Lienen Kontakt gehabt und sich von ihnen ein paar Zusatzinfos über den Gegner eingeholt habe. Die Mittelgriechen, zweimaliger Pokalsieger (1985, 2007) und Meister von 1988, sind bislang noch ohne Punkt in Gruppe A. "In allen drei Spielen waren sie aber ganz dicht dran zu gewinnen und haben immer höchst unglücklich verloren. Sie sind viel besser, als es die Tabelle ausdrückt und haben eine starke Mannschaft", mochte Meyer die nackten Zahlen nicht einfach so stehen lassen. "Piräus hat zweimal Werder Bremen keine Chance gelassen - dann weiß man, was einen gegen griechische Teams erwartet."

Larissa nimmt die Partie sehr ernst

Gegen Piräus, den amtierenden Griechischen Meister, muss Larissa am Wochenende ran - ein sehr wichtiges Spiel für die Vissini. In der Liga ist der FC seit sechs Partien ungeschlagen, hat allerdings auch nur einen Sieg eingefahren. Mit insgesamt nur zwei "Dreiern" sind die Remiskönige (7) der griechischen Super League nach zwölf Spieltagen Zehnter. Dass deshalb die Konzentration weniger auf der Begegnung mit dem Club liegen wird, verneint Georgios Donis, der vor 38 Jahren in Frankfurt geborene Trainer Larissas: "Ich biete die bestmögliche Aufstellung auf. Wir wollen uns anständig verabschieden und nehmen dieses Spiel sehr ernst."

Für den Club, bei dem es um Alles oder Nichts geht, gilt dies umso mehr. "Das Weiterkommen wäre eine Sensation. Aber wenn wir weiterkommen, wäre das Weihnachtsfest ein wenig schöner", sagte Manager Martin Bader. Die Cluberer wollen in Volos an die gute zweite Hälfte auf Schalke anknüpfen, auch wenn es dort die fünfte Bundesliga-Niederlage in der Fremde hintereinander setzte (1:2). Im UEFA Cup ist Nürnberg auswärts noch ungeschlagen. Aus fünf Spielen in dieser Saison ging man nur einmal als Verlierer (0:2 gegen Everton) hervor. Die Fans sind optimistisch - fast einstimmig tippen sie auf einen "Dreier" des 1.FCN.