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Mit vier Sonderflügen sind 1.000 Cluberer nach Rumänien gereist. Hört hier einen Beitrag von Andy Lindner vor dem UEFA-Cup-Rückspiel des 1.FCN bei Rapid.

Hört hier den Vorbericht zum UEFA-Cup-Rückspiel des 1.FCN in Bukarest von Mathias Zeck vom Club-Medienpartner Radio Gong 97,1.

In Bukarest die kleine Chance nutzen

Nürnberg - Zum ersten Mal seit dem Triumph von Rom vor 19 Jahren (2:1 bei AS) haben am Mittwoch (03.10.07) wieder Club-Profis ein Flugzeug bestiegen, um zu einem UEFA-Cup-Auswärtsspiel zu reisen. Mit dem Sonderflug GJT 051 ging es ab Nürnberg zum Internationalen Flughafen Henri Coanda in Bukarest. Dort wollen Hans Meyers Schützlinge am Donnerstag im Rückspiel gegen Rapid den Einzug in die Gruppenphase schaffen. Anpfiff der Begegnung im Stadion Giulesti-Valentin Stanescu ist um 16.00 Uhr.

Wenn die Anreise ein Vorgeschmack auf den weiteren Aufenthalt der Cluberer in der rumänischen Hauptstadt sein sollte, dann dürfen sich die Nürnberger Fans auf einen erfolgreichen Europapokal-Nachmittag freuen. Denn bislang lief alles nach Plan. Der Flug landete pünktlich in Bukarest. Vor Ort wurde der 1.FCN-Tross dann bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen von der Polizei durch den Berufsverkehr zum Mannschaftshotel geleitet. Bei der anschließenden Pressekonferenz vor 60 versammelten Journalisten und zwölf Kamerateams äußerte sich Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader verhalten optimistisch: "In der Meisterschaft läuft es bislang zwar nicht so gut, aber das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wir wollen uns als Außenseiter in Bukarest Selbstvertrauen holen und unsere kleine Chance nutzen."

"Wir brauche ein Tor"

Meyer bedauerte, dass sein Team kein Polster aus dem Hinspiel mitbringt. "Das 0:0 ist sicherlich kein besonders günstiges Resultat", stellte der Coach fest, gab sich aber sogleich kämpferisch: "Das soll nicht heißen, dass wir chancenlos sind." Auf dem Papier zumindest liest sich die Ausgangslage gar nicht so schlecht. Den Nürnbergern reicht in Rapids Hexenkessel schon ein Remis zum Weiterkommen. Ein weiteres 0:0 kann es nicht geben, denn dann würde notfalls bis zum Elfmeterschießen verlängert. Darauf sollten es die Franken diesmal vielleicht nicht ankommen lassen, schließlich müssen sie ohne ihren Spezialisten fürs Shootout, Daniel Klewer, auskommen. Der Reserve-Torhüter zog sich im Training eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zu.

Am Donnerstag wird es folglich vor allem auf eines ankommen: "Wir brauchen ein Tor", analysierte Marek Mintal prägnant. Allerdings haperte es damit nicht nur im Hinspiel. Nürnbergs Tormaschine ist in dieser Saison noch nicht richtig ins Laufen gekommen, was vor allem an den zahlreichen Verletzungen im Sturm lag. Robert Vittek fällt noch bis zur Winterpause aus, am Donnerstag steht zudem hinter den Einsätzen von Angelos Charisteas und Ivan Saenko ein Fragezeichen. "Wir müssen zum Spiel hin sehen, ob es geht", informierte Meyer. Leider konnte Mintal, der beim 3:3 in Bochum einen Schlag auf seinen Problemfuß bekommen hatte, ebenfalls nicht richtig trainieren.

Turbulente Wochen bei Rapid

Grund sich zu beklagen gibt es für den 1.FCN-Trainer, der weiterhin auf Javier Pinola und Lars Jacobsen verzichten muss, aufgrund der schwierigen Personalsituation vor der sechsten Partie innerhalb von 19 Tagen dennoch nicht: "Wir werden auch in Bukarest eine Mannschaft stellen, die für die Überraschung sorgen kann", versprach der 64-Jährige. Der Nürnberger Angriff ist zwar bislang noch nicht richtig auf Touren gekommen, Tore schießen können zum Glück aber auch andere - wie Peer Kluge mit seinem Doppelpack im letzten Bundesliga-Spiel beim VfL Bochum bewies. Der ehemalige Mönchengladbacher strotzt vor Selbstvertrauen und ist überzeugt davon, "dass wir in Bukarest weiterkommen."

Vielleicht hilft den Nürnbergern dabei, dass es in den vergangenen Wochen in Rapids Umfeld einige Turbulenzen gegeben hat. Der ehemalige Eisenbahnerverein drohte dem nationalen Verband mit einem Ausstieg aus der Liga, weil er sich ungerecht behandelt fühlte. Nach massiven Fan-Randalen hatte Rapid erneut eine Strafe verhängt bekommen. Zudem drohte Trainer Christiano Bergodi mit seinem Rücktritt. Der Coach zeigte sich vor dem zweiten Duell mit dem Club keineswegs siegesgewiss: "Nürnberg gewinnt zwar kein Spiel", sagte der Italiener, "aber es macht die Tore. Das kann sehr gefährlich sein."

Live im Ticker, Radio und Fernsehen

Für alle zuhause gebliebenen Club-Fans gibt es eine gute Nachricht: Im Ticker auf fcn.de berichten wir live von der Partie. Ab 15.45 Uhr (MESZ) gibt es alle Infos und den Spielbericht aus dem Stadion Giulesti-Valentin Stanescu. Live übertragen wird die Begegnung auch von Club-Medienpartner Radio Gong 97,1 mit Reporter Mathias Zeck und im DSF (Kommentator Thomas Hermann, Moderator Thomas Helmer).

Abflug in Nürnberg

© bayernpress.de

Ein Schwede in Bukarest

Mit Martin Ingvarsson der dritte deutsche Erfolg im UEFA Cup?

Nürnberg - Das Rückspiel des 1. FC Nürnberg im UEFA Cup bei Rapid Bukarest am Donnerstag, 4. Oktober, wird geleitet von Schiedsrichter Martin Ingvarsson aus Schweden. Das hat die UEFA am Mittwoch (26.09.07) mitgeteilt. An den Seitenlinien assistieren Ingvarssons Landsmänner Magnus Sjöblöm und Oeter Martinsson, vierter Offizieller ist Ake Andreasson.

Der 41-Jährige hat, wie Robert Malek aus dem Hinspiel, schon Erfahrungen mit deutschen Klubs im Europapokal gemacht: 2004/05 war er an Schalkes 5:1 gegen Liepajas Metalurgs aus Lettland beteiligt, und eine Saison früher, ebenfalls im UEFA Cup, fiel Hamburgs 2:1 gegen den ukrainischen Vertreter Dnipro Dnipropetrovsk unter seine Leitung.

Am Donnerstag, Anstoßzeit in Bukarest ist um 17.00 Uhr rumänischer Zeit (16.00 Uhr deutscher Zeit), würde dem Club ja unter Umständen sogar schon ein Unenschieden reichen...