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"Schon bei einem Remis wird's schwer!"

Guy Demel (re.) und Valentin Badoi (heute Steaua Bukarest)

Nürnberg - Mit mehr als der Hälfte der Spieler, die heute noch für das Team von Trainer Cristiano Bergodi kicken, warf Rapid Bukarest in der Saison 2004/05 zwei deutsche Vereine aus dem UEFA Cup: Hertha BSC im Sechzehntelfinale (1:0/2:0) und den Hamburger SV eine Runde später (2:0/1:3). Wie damals der VfB Stuttgart in der Gruppenphase (2:1) möchte nun auch der Club gegen Rapid erfolgreich sein und sich am Donnerstag (20.09.07, 20.45 Uhr) im easyCredit-Stadion ein Polster für das Rückspiel in 14 Tagen verschaffen.

Vor dem Hinspiel sprach fcn.de mit HSV-Verteidiger Guy Demel und Hertha-Torwart Christian Fiedler, die jeweils in beiden Partien mitmischten. Im Doppel-Interview erklären die beiden Akteure, weshalb ihre Teams damals ausschieden, wie man gegen Bukarest spielen muss und welche Chancen sie dem Club einräumen. Außerdem stellten beide klar, dass Rapids Torwart Danut Coman keinesfalls so schlecht sei, wie es nach dem Länderspiel in Köln zwischen Deutschland und Rumänien rüberkam.


Guy Demel, welche Erinnerungen haben Sie noch, wieso ist der HSV ausgeschieden?

Guy Demel: Allzu gute Erinnerungen habe ich natürlich nicht an das Spiel. Letztlich kann man sagen, dass wir aufgrund des Hinspiels ausgeschieden sind. Wir mussten ein 0:2 aufholen, haben zu Hause richtig gut gespielt und dann aber leider Anfang der zweiten Hälfte ein Gegentor bekommen. So hat das 3:1 nicht mehr für ein Weiterkommen gereicht.

Und wie war es bei Hertha, Christian Fiedler?

Christian Fiedler: Wir haben in zwei Spielen kein Tor geschossen und sind rausgeflogen. Dementsprechend ungern erinnert man sich daran zurück.

Welche Stärken hat Rapid, worauf muss der Club besonders aufpassen?

Demel: Rapid war gegen uns sehr kampfstark, zu Hause sind sie nur ganz schwer zu schlagen. Man hat es gegen sie nicht einfach, muss sich alles hart erkämpfen. Daniel Niculea (heute AJ Auxerre, Anm. d. Red.) war gegen uns stark. Er hat damals im Sturm gespielt und war nur schwer vom Ball zu trennen.

Fiedler: Rapid ist eine typisch rumänische Mannschaft: schnell und trickreich.

Wie kann man ihnen beikommen? Was mögen sie überhaupt nicht?

Demel: Man muss auf zwei ganz schwere Spiele eingestellt sein. Ein frühes Tor würde Nürnberg natürlich in die Karten spielen. Zumal sie ja zuerst zu Hause antreten müssen. Ich glaube, dass es schon bei einem Unentschieden sehr schwer werden könnte.

Danut Coman, der Torhüter, kam letzten Mittwoch in Köln für Rumänien zum Einsatz, zeigte gegen die Deutschen allerdings mehrmals Schwächen. Hat er damals besser gehalten?

Demel: Ja, er hat sogar richtig gut gehalten. Wir haben im Rückspiel zwar drei Tore gegen ihn erzielt, doch er hat einige weitere Chancen mit guten Paraden vereitelt. Er hatte sicher einen guten Tag gegen uns.

Fiedler: Gegen uns war er auch deutlich besser. Null Gegentore sprechen für ihn.

Was ist Ihnen vom Stadion in Bukarest hängen geblieben? Auf was für eine Atmosphäre muss sich der 1.FCN gefasst machen?

Demel: Ich glaube es waren nicht mal 20.000 Zuschauer da. Aber die Stimmung war sehr hitzig. Die Fans unterstützen ihre Mannschaft bedingungslos. Es gibt durchaus angenehmere Auswärtsspiele.

Fiedler: Das ist ein sehr enges Stadion. Man muss sich auf eine hitzige Atmosphäre einstellen.

Welche Chancen räumen Sie Hans Meyers Team ein?

Demel: Es wird schwer, das habe ich ja bereits gesagt. Ich glaube, dass Rapid einer der schwersten Gegner für die 1. Runde ist. Aber Nürnberg hat natürlich seine Möglichkeiten. Es wird schon viel vom ersten Spiel abhängen.

Fiedler: Wenn die Mannschaft ihr Potenzial abruft, hat sie gute Chancen. Ich wünsche den Nürnbergern viel Erfolg!

Danke Herr Demel und Herr Fiedler für die Ratschläge!