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Mathias Zeck vom Club-Medienpartner Radio Gong 97,1 mit der Vorschau auf das Bundesligaspiel des 1.FCN beim FC Bayern.

Meyer: "Dann haben wir eine Ausrede..."

Nürnberg - Ein Höhepunkt jagt beim 1. FC Nürnberg momentan den nächsten. Am Donnerstag der UEFA Cup mit dem Erreichen der Gruppenphase, nun am Sonntag (07.10.07, 17.00 Uhr) das bayerische Derby mit dem Spiel beim großen Favoriten Bayern München. Erst am Freitagfrüh um 2.00 Uhr kehrten die Nürnberger von ihrem UEFA-Cup-Auftritt aus Bukarest zurück, nachdem die Charter-Maschine zu spät zur Verfügung stand.

Dies schmeckte vor allem Trainer Hans Meyer nicht: "Leider verlief unsere Rückreise nicht optimal. Bei sieben Spielen in 19 Tagen ist eine optimale Wiederherstellung enorm wichtig. Der Flieger startete viel zu spät, das hat mich sehr, sehr geärgert und mir die Freude am Weiterkommen richtig verdorben. Falls wir in München verlieren, haben wir dann wenigstens eine Ausrede", so der Coach mit einem ironischen Unterton.

PK in den Räumlichkeiten von easyCredit

Bei der Pressekonferenz am Freitag, die ausnahmsweise und zum ersten Mal nach eineinhalbjähriger Partnerschaft in den Räumlichkeiten von Club-Sponsor easyCredit abgehalten wurde, blickte Meyer nochmal auf den Triumph im UEFA Cup zurück: "Ich habe bei meiner Mannschaft vor dem Spiel eine ähnliche Stimmung gespürt wie vor dem Pokalfinale in Berlin. Da hatten wir vorher auch Probleme und haben wackelig gespielt. Meine Spieler haben an ihre Chance geglaubt, das ist eine erfreuliche Sache." Der 64-Jährige weiter: "Ich bin mit meinen Jungs zufrieden. Mit einer Ausgangslage des 0:0 im Hinspiel und gegen einen Gegner, der schwer zu schlagen ist, stand unsere Chance des Weiterkommens bei 30:70. Meine Jungs haben es richtig gut gemacht. Allerdings stehen wir in der Liga ganz unten."

Konkret auf dem 16. Tabellenplatz - mit sechs Punkten. Ganz anders sieht es da beim Lokalrivalen und nächsten Gegner aus: Bayern München weist als Spitzenreiter 20 Zähler und 22:3 Tore auf. Eine beeindruckende Quote, doch Meyer wäre nicht Meyer, wenn er auch vor dem Duell David gegen Goliath ein Patentrezept für ein erfolgreiches Gastspiel in petto hätte: "Die Bayern und wir haben ganz andere Voraussetzungen. Wir müssen mit unseren eigenen Möglichkeiten gemeinsam als Truppe gegen die Bayern ankämpfen. München ist individuell natürlich stärker besetzt als wir, doch wir wollen es ihnen mit unseren Möglichkeiten so schwer wie möglich machen."

Kluge-Einsatz fraglich

Der FCB, im UEFA Cup bei Belenenses Lissabon mit 2:0 erfolgreich, möchte mit einem weiteren "Dreier" seine Führung an der Spitze natürlich ausbauen, muss gegen Nürnberg aber u.a. ohne Klose, Kahn und Podolski auskommen. Und der Club? "Gespielt haben wir beide am Donnerstag, da begegnen wir uns auf gleicher Höhe. Ein Punktgewinn bei den Bayern wäre schon sehr überraschend", schätzte Meyer die Chancen auf eine Sensation, wie der Club sie vergangene Saison schaffte, verhältnismäßig gering ein. Doch in einem ist sich Nürnbergs Trainer sicher: "Mir ist nicht bange, dass wir wieder mit viel Charakter auftreten." Sicher ist, dass die Unterstützung stimmt: Etwa 7.000 Cluberer werden die Mannschaft in die bayerische Landeshauptstadt begleiten, wo die Franken seit acht Begegnungen keinen Sieg mehr feiern konnten.

Und dann hob Meyer noch einige seiner Spieler heraus, die in Bukarest Besonderes vollbracht hatten. In allererster Linie Peer Kluge. "Es ist schon toll, dass er ausgerechnet in dieser für uns schwierigen Phase in die Bresche springt. Das ist enorm wichtig." Mit seinem ersten UEFA-Cup-Treffer für den 1.FCN hatte der gebürtige Frankenberger in Rumäniens Hauptstadt die Wende eingeleitet. Mit einem Augenzwinkern sagte Meyer hinsichtlich Kluges Goalgetter-Qualitäten: "Es wäre schlimm, wenn uns noch ein weiterer Stürmer ausfallen würde." Ausfallen deshalb, weil "Peer einen Schlag auf den Fuß bekommen hat", wie der Trainer aufklärte. "Es steht noch ein Fragezeichen hinter seinem Einsatz am Sonntag." Dabei sind aber Ivan Saenko und Dominik Reinhardt, die Meyer explizit lobte: "Reinhardt hat in Bukarest richtig stark gespielt und Saenko unheimlich viel Einsatz und Kampf gezeigt, obwohl er vier Wochen nicht gespielt hat."

Unter Rafati weiter ungeschlagen?

Gibt die Partie am Sonntag frei: Babak Rafati

Nürnberg/Frankfurt a.M. - Babak Rafati leitet am Sonntag (07.10.07, 17.00 Uhr) das Bayerisch-Fränkische Derby zwischen Bayern München und dem 1.FCN. Beide Klubs haben von den Ergebnissen her bisher relativ gute Erfahrungen mit dem 37-jährigen Schiedsrichter aus Hannover gemacht und blieben immer ungeschlagen.

Während der Club unter seiner Leitung drei Unentschieden (1:1 in Berlin, 1:1 in Aachen, 0:0 in Mönchengladbach) und einen Sieg errang (2:1 gegen Hertha), gewannen die Bayern sieben von acht Partien, wenn Rafati in die Pfeife blies. Einmal spielte der FCB unentschieden.

Henschel, Bornhorst und Welz komplettieren Gespann

Sollten die Serien auch nach Rafatis 30. Bundesliga-Begegnung noch Bestand haben, wäre Hans Meyer und sein Team sicherlich nicht unglücklich...

Holger Henschel und Christoph Bornhorst sowie der vierte DFB-Offizielle Tobias Welz begleiten Rafati in die bayerische Landeshauptstadt.