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Gute Schlussphase nicht belohnt

Fußprobleme: Marek Mintal (li., gg. Jarolim) musste vorzeitig vom Platz

Hamburg - Zwei Tage nach dem 0:0 im UEFA Cup gegen Bukarest hat der 1. FC Nürnberg seine dritte Bundesliga-Niederlage erlitten. Vor 52.365 Zuschauern in der HSH Nordbank Arena verlor der Club am Samstag (22.09.07) beim Hamburger SV mit 0:1 (0:0). Rafael van der Vaart erzielte das Tor des Tages (53.). Die Franken erzeugten zu spät Druck, erst mit der Einwechslung Nicky Adlers (58.) boten sich den Gästen einige Chancen.

Hans Meyers Team wartet nun seit vier Partien auf einen Sieg und befindet sich deshalb nach dem 6. Spieltag auf Platz 16. Beim norddeutschen Angstgegner riss außerdem die Auswärtsserie: Erstmals in dieser Saison musste der Club dem Gegner alle Punkte überlassen. Der HSV verbesserte sich dagegen mit dem ersten "Dreier" nach drei sieglosen Begegnungen auf Platz fünf, kann am Sonntag aber sowohl von Hannover und Leverkusen (beide im direkten Duell) als auch von Karlsruhe (gegen Bayern München) noch überholt werden.

Manndeckung für van der Vaart und wenig Respekt

Im Vergleich zum Bukarest-Spiel gab es beim 1.FCN nur eine personelle Veränderung. Durch den Ausfall von Peer Kluge, den Club-Coach Meyer wegen einer Muskelverhärtung schonte, kam Matthew Spiranovic zu seinem ersten Saisoneinsatz - und das gleich in der Startelf. Der Youngster war für die Manndeckung von HSV-Kapitän Rafael van der Vaart bestimmt. Hamburgs Trainer Huub Stevens stellte im Gegensatz zum UEFA-Cup-Spiel bei Litex Lovech (1:0) auf drei Positionen um. Für Guy Demel und den gesperrten Thimothee Atouba standen Jerome Boateng und Miso Brecko auf dem Rasen. Zudem ersetzte Ivica Olic Teamkollege Piotr Trochowski.

Beide Mannschaften zeigten in den Anfangsminuten der Partie wenig Respekt voreinander und suchten den direkten Weg zum Tor. Die erste Chance gehörte dabei den Cluberern. Sechs Minuten waren gespielt, da schickte Javier Pinola Angelos Charisteas auf halblinker Position steil. Der Schuss des Griechen landete jedoch nur am Außennetz des HSV-Tors. Die Antwort der Stevens-Elf ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer Ecke von van der Vaart stieg Olic im Fünfer am höchsten und köpfte zum Glück des 1.FCN am Gehäuse von Jaromir Blazek vorbei (9.).

HSV drückt, Nürnberg zu harmlos

Sechs Minuten später wieder der HSV: Nach einer abgeblockten Hereingabe von Romeo Castelen zog David Jarolim aus 20 Metern ab, der Ball ging jedoch links am Nürnberger Tor vorbei. In der 21. Minute dann wieder der Club über Charisteas. Der Grieche vernaschte auf der linken Seite Bastian Reinhardt und passte scharf in den Strafraum, wo Nigel de Jong gerade noch klären konnte. Auf der Gegenseite fing Club-Keeper Blazek den Ball nach einem sich gefährlich senkenden Freistoß aus 28 Metern von van der Vaart sicher (24.).

In der Folge war der 1.FCN bemüht, stand aber letztendlich zu tief, um für ernsthafte Torgefahr zu sorgen. Der HSV hatte mehr vom Spiel und machte weiter Druck. In der 38. Minute versuchte es Olic mit einem Flachschuss, und nur einen Moment später verzog Paolo Guerrero aus sieben Metern halbrechter Position (41.). Dazu kam noch das Pech auf Nürnberger Seite. Zum gleichen Zeitpunkt musste Marek Mintal aufgrund von Problemen im linken Fuß humpelnd den Platz verlassen. Für ihn kam Marco Engelhardt ins Spiel. Bis zum Halbzeitpfiff passierte nichts mehr, und so ging es ohne Tore in die Kabine.

Der Club zeigt Moral - leider ohne Erfolg

Beide Teams begannen die zweite Hälfte personell unverändert. Und auch auf dem Platz bot sich zunächst ein unverändertes Bild. Nachdem Dominik Reinhardt zunächst vor Guerrero klären konnte (49.), hatte der Nürnberger Abwehrspieler einen kurzen Moment später jedoch das Nachsehen: Olic hatte den 26-Jährigen links im Sechzehner ausgetanzt und hart in den Fünfer gepasst. Dort sprang der Ball eher zufällig an das Bein von van der Vaart und von dort ins Tor - 1:0 für den Gastgeber (53.).

1.FCN-Trainer Hans Meyer reagierte und brachte in der 58. Minute mit Nicky Adler für Jaouhar Mnari eine zweite Spitze neben Charisteas. Und der Wechsel machte sich bezahlt, denn der Club spielte nun offensiver. Nachdem Blazek zunächst einen Freistoßschlenzer von van der Vaart spektakulär pariert hatte (60.), kam der eingewechselte Adler halbrechts im HSV-Strafraum frei zum Schuss und drosch den Ball übers Tor (62.). In der 65. Minute war es dann Teamkollege Zvjezdan Misimovic, dessen schöner Schlenzer nur knapp am linken Pfosten der Hanseaten vorbei ging.

Club will 1:1 - HSV kontert

Die Cluberer drängten weiter auf den Ausgleich. In seinem 300. Bundesligaspiel lenkte HSV-Keeper Frank Rost nach Flanke von Reinhardt einen gefährlichen Kopfball von Jan Kristiansen gerade noch über die Latte (68.). Die Rothosen spielten in dieser Phase der Partie passiv und lauerten auf Konter. Blazek klärte in der 78. Minute zunächst eine scharfe Hereingabe von van der Vaart und rettete anschließend mit einer Großtat vor dem plötzlich frei vor ihm aufgetauchten de Jong (82.). Und auch die Schlussminute gehörte dem starken Nürnberger Keeper, als Trochowski auf links abzog und Blazek parierte. Am Ende blieb es beim 0:1 aus Sicht der Cluberer, die aufgrund eines starken Schlussdrittels den Ausgleich verdient gehabt hätten.

Weiter geht es für den 1. FC Nürnberg bereits am Mittwoch (26.09.07). In seinem vierten Heimspiel trifft der Pokalsieger im easyCredit-Stadion um 20.00 Uhr auf Bayer Leverkusen, das am Sonntag bei Hannover 96 gastiert.


Das Spiel im Stenogramm:

Hamburger SV: Rost - Brecko, B. Reinhardt, Mathijsen, Boateng - Jarolim, de Jong - Castelen (75. Trochowski), van der Vaart, Olic (88. Addo) - Guerrero (50. Choupo-Moting)

1. FC Nürnberg: Blazek - D. Reinhardt, Wolf, Pinola - Galasek, Spiranovic - Mnari (58. Adler) - Kristiansen (84. Benko), Mintal (41. Engelhardt), Misimovic - Charisteas

Tor: 1:0 van der Vaart (53.) 

Zuschauer: 52.365

Schiedsrichter: Kinhöfer

Gelbe Karten: Addo/Wolf

Gelb-Rote Karten: -/-

Rote Karten: -/-

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