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"Für uns ist das natürlich bitter"

Trainer Thomas von Heesen hätte gerne weiterspielen lassen

Nürnberg - Regen, Regen, Sturm und nochmals Regen: Im easyCredit-Stadion flogen Werbebanner im Wind, und auf dem tiefen Rasen erschwerten Pfützen die Bedingungen für ein Fußball-Spiel auf höchstem Niveau. "Wir haben alles versucht, um den Rasen wieder bespielbar zu machen", erklärte Matthias Huber, beim Club Leiter Stadion und Spielbetrieb. Die Stimmen zum Spielabbruch.

Schiedsrichter Jochen Drees: "Wir sehen es nicht als gewährleistet an, das Spiel regulär zu beenden. Wir haben die Informationen vom Wetteramt ausgewertet, den Platz an verschiedenen Stellen besichtigt und sind zu der Entscheidung gekommen, die Partie abzubrechen. Ein Spielabbruch ist immer die letzte Entscheidung. Der reguläre Ablauf des Spiels und die Gesundheit der Spieler müssen gewährleistet sein. Das war nicht mehr der Fall."

Manfred Amerell, Sprecher der deutschen Schiedsrichter: "Der Ball muss rollen, und die Gesundheit der Spieler muss gewährleistet sein. Der Abbruch war eine Entscheidung der Vernunft."

Club-Abwehrchef Andreas Wolf: "Der Ball blieb ab und zu liegen. Aber wir hätten weiter spielen können. Ich war gegen einen Abbruch. Es gab keine Benachteiligung, weil beide Mannschaften mit den Verhältnissen zu kämpfen hatten. Aber der Schiedsrichter entscheidet, und da lässt sich nun nichts mehr ändern."

Cub-Angreifer Ivan Saenko: "In unserer Situation war diese 1:0-Führung heute natürlich sehr wichtig. Wir wollten das Kämpferische aus dem Frankfurt-Spiel in die heutige Partie mitnehmen. Wenn man schon die erste Halbzeit durchspielt, hätten wir die zweite Halbzeit auch einfach regulär durchspielen können. Das tut weh, wir hätten heute im Abstiegskampf vorlegen können. Bemerkenswert ist heute 'Blazas' Heldentat, leider umsonst im Nachhinein."

Club-Keeper Jaromir Blazek: "Das ist eine Katastrophe. Ich habe schon unter schlimmeren Bedingungen gespielt. Ich danke heute vor allem den Fans für ihre tolle Unterstützung. Das war heute der erste Elfer, den ich in den letzten fünf Jahren gehalten habe, und dann zählt es leider nicht. Adam Matysek, unser Torwarttrainer, hat mir vorher gesagt, wie Marcelinho für gewöhnlich schießt."

Club-Angreifer Robert Vittek: "Ich bin enttäuscht, die drei Punkte waren heute greifbar. Die Platzverhältnisse waren natürlich nicht ideal - ich habe aber schon Spiele gesehen, die trotzdem weitergelaufen sind."

Club-Coach Thomas von Heesen: "Der Spielabbruch ist okay. Wir hätten allerdings erst weiterspielen können und dann sehen, wie es läuft. Die Fans sind natürlich aufgebracht. Wenn das Spiel sofort weitergegangen wäre, wären wir vielleicht noch durchgekommen. Für uns mit diesem Spielstand und in dieser Situation ist das natürlich bitter. Unsere Spieler wollten weitermachen, auch wenn die Verhältnisse nicht normal waren. Das ist auch eine psychologische Geschichte. Aber ich glaube, alle wollten weiter spielen. Unser Team hat sich nach 20 Minuten gute Chancen erarbeitet. Wir werden beim Wiederholungsspiel so weiterspielen wie in dieser guten Phase von uns."

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): "Wir hätten auch weitergespielt. Aber ich denke, der Spielabbruch geht in Ordnung. Das ist eine Entscheidung des Schiedsrichters, der nicht mit mir gesprochen hat. Man hat mit dem Wetteramt telefoniert und sich mit der Polizei abgesprochen. Wie soll ein Schiedsrichter da sonst entscheiden?"

Matthias Huber, Leiter Stadion und Spielbetrieb beim Club: "Wir haben alles versucht, um den Rasen wieder bespielbar zu machen. Die Fans sind natürlich etwas sauer, aber vielleicht nutzt der ein oder andere Zuschauer jetzt unser Frühlingsfest rings ums Stadion. Die Auflösung der Fans und Zuschauer stellt organisatorisch kein Problem dar."

Hört hier den Beitrag von Mathias Hochreuther von Club-Medienpartner Radio Gong 97.1 zum Spielabbruch in Nürnberg.