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Auf der Jagd nach Auswärtspunkten

Nürnberg - Nur 40 Stunden nach dem Abpfiff in Lissabon müssen die Cluberer bereits in Bremen antreten. Bei der Bundesliga-Partie gegen Werder am Samstag (15.30 Uhr, live im fcn.de-Ticker) im Weserstadion steht nach dem kräfteraubenden UEFA-Cup-Trip wieder der wichtige Kampf um den Klassenerhalt im Fokus.

Gerade mal zwei Punkte trennen den Tabellen-16. von Arminia Bielefeld, dem Ex-Klub des neuen Trainers Thomas von Heesen. Das rettende Ufer ist also noch immer zum Greifen nah. "Hoffentlich war die Regenerationszeit ausreichend. Wir fokussieren uns jetzt auf das Bremen-Spiel. Wenn ich die Partie bei Benfica als Maßstab nehme, habe ich ein gutes Gefühl für die kommenden Wochen", betont von Heesen.

Weitere Ausfälle auf der langen Liste

Die Nürnberger Delegation, die nach ruhigem Flug am Freitag um 15.48 Uhr in Bremen gelandet war, hatte kaum Zeit, sich wieder an die im Vergleich zu Lissabon kühlen Temperaturen um 9 Grad zu gewöhnen. Immerhin - auch bei der Ankunft in Bremen schien die Sonne. Am Abend stand noch das Abschlusstraining auf einem Nebenplatz des Weserstadions auf dem Programm. Für die Partie fallen mit Kapitän Tomas Galasek (5. Gelbe Karte) und Angelos Charisteas (Adduktorenverletzung) zwei weitere wichtige Club-Spieler aus. "Angelos wird frühestens am Montag wieder ins Training einsteigen", sagt von Heesen. "Wir werden alles unternehmen, um etwas Zählbares aus Bremen mitzubringen." Trotz der Personalprobleme - Bange machen gilt nicht. "Der Plan steht. Und der Joe (Mnari, Anm. d. Red.) ist ja auch wieder dabei und wieder fit. Es bleiben nicht viele Alternativen, aber wir haben sie", gibt sich von Heesen kämpferisch.

Außer Mintal (Knie) und Vittek (Rückstand) fehlt nicht zuletzt Mittelfeld-Regisseur Zvjezdan Misimovic (Bänderriss) - gerade auch wegen der Torjäger-Qualitäten des Bosniers (bisher fünf Treffer). Wenigstens hat sein Team in der Fremde schon neunmal ins Schwarze getroffen. Aber die mit fünf Punkten magere Auswärtsbilanz möchte und muss der Club schon etwas aufbessern: Seit dem 29. September 2007 - dem 3:3 in Bochum - konnten die Nürnberger keinen Zähler mehr in der Fremde einsacken.

Erhoffter Impuls

Neuer Trainer, neues Glück? Dieser Meinung über einen positiven Impuls für die Franken scheint zumindest Thomas Schaaf zu sein: "Ein Trainerwechsel gibt eigentlich immer einen gewissen Schwung in die Mannschaft. Die Plätze werden neu verteilt, es ist eine Aktivierung", erklärt der Werder-Coach auf der Vereinshomepage. Nur zuletzt waren seine Bremer - immer noch das beste Heimteam der Liga - im Weserstadion nicht sonderlich erfolgreich: Eben gegen jene Bochumer, bei denen der Club punktete, hatte Werder sein letztes Bundesliga-Heimspiel vor zwei Wochen (1:2) verloren. "Bochum hat uns vorgemacht, wie es geht", lautet deshalb auch die Marschroute von Club-Verteidiger Dominik Reinhardt.

Dennoch dürfte an der Weser die Zuversicht nach dem jüngsten 1:1 in München und dem anschließenden 3:0-Erfolg im UEFA Cup - wie der Club war auch Bremen gegen ein portugiesisches Team im Einsatz (Sporting Braga) - wieder gestiegen sein. Zumal auch die Heimbilanz gegen die Franken für die Grün-Weißen spricht: Gastgeber Bremen gewann die letzten fünf Heimspiele gegen den Club (bei 18:4 Toren). Einige Personalsorgen trüben allerdings den Bremer Optimismus: Den Hanseaten fehlen gegen Nürnberg die Nationalspieler Tim Borowski (5. Gelbe Karte) und Torsten Frings (Knieverletzung). Zudem sitzt Innenverteidiger Naldo eine Rotsperre ab. Thomas Schaaf: "Es ist eben doch wichtig, dass wir so langsam bessere personelle Möglichkeiten bekommen." Davon weiß auch sein Kollege und Namensvetter von Heesen ein Liedchen zu singen.

Hört hier die Vorschau von Mathias Zeck vom Club-Medienpartner Radio Gong 97.1 zur Bundesligapartie des 1. FCN bei Werder Bremen.