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Mathias Zeck vom Club-Medienpartner Radio Gong 97,1 mit der Vorschau auf das Bundesligaspiel des 1.FCN beim VfL Wolfsburg.

Nächstes Ziel: Nachlegen in Wolfsburg

Nürnberg - Mit dem Sieg gegen Frankfurt (5:1) ist der erste Schritt in Richtung höhere Tabellengefilde getan, jetzt soll der nächste folgen. Beim VfL Wolfsburg, geht es nach der Statistik ein willkommener Gegner, möchte der 1.FCN endgültig in die Erfolgsspur zurückfinden und eine Serie starten. "Wolfsburg war in Hannover, das vorher immerhin dreimal in Folge gewonnen hat, sehr aktiv, hat sehr weit vor dem eigenen Tor gespielt - das ist sicher ein Zeichen für Qualität. Aber natürlich fährst du nach Wolfsburg und willst punkten", gibt Trainer Hans Meyer das Ziel für Samstag (27.10.07, 15.30 Uhr) aus.

Das 2:2 im Niedersachsenderby war das letzte von fünf Spielen ohne Niederlage für die Wölfe. Zweimal gewann die Mannschaft von Felix Magath, dreimal teilte sie sich in diesem Zeitraum die Punkte. Mit 13 Zählern steht der Werksklub genau dort, wo man ihn vor der Saison meist erwartet - auf Platz neun, im Mittelfeld. Meyer: "Wolfsburg ist vor zehn Jahren quasi aus dem Nichts gekommen und hat - mit Unterstützung von bekannter Stelle - das geschafft, was Vereine wie Gladbach, Köln oder auch Nürnberg noch nicht wieder geschafft haben: sich in der Bundesliga zu etablieren."

Kennedys Begegnung mit dem Ex-Klub

Erst ein einziges Mal musste sich der Club in zwölf Bundesliga-Duellen gegen den VfL geschlagen geben: im November 2001. Damals traf beim 5:0 der Wolfsburger ein gewisser Joshua Kennedy - bis zu seinem Tor für den Club gegen Frankfurt im Übrigen das letzte Mal in der Bundesliga. Mit dem Schwung aus der Eintracht-Partie und dem Selbstvertrauen nach seinem Hacken-Treffer wäre für den Australier ein Tor an alter Wirkungsstätte natürlich besonders schön. Marek Mintal würde ein weiteres persönliches Erfolgserlebnis nach seinem Doppelpack und der überragenden Leistung am letzten Samstag ebenfalls gerne feiern.

Dessen Gegenüber, Marcelinho, der wieder einmal einen eigenen Treffer angekündigt hat, meint: "Wir haben keine Angst vor Marek Mintal." Bei Nürnbergs zweithöchstem Bundesliga-Sieg im November 2004, als der slowakische Torjäger dreimal traf, war der Brasilianer allerdings noch nicht an der Aller, sondern bei Hertha BSC an der Spree. Fakt ist jedenfalls: Obwohl Marcelinho mit zwei Toren und fünf Assists die meisten Scorerpunkte aufweist, sind die Grün-Weißen vor eigenem Publikum nur ein "laues Lüftchen": Wolfsburg schoss in jedem Heimspiel genau ein Tor, ist damit zu Hause mit fünf Treffern das offensivschwächste Team der Liga und hat wie Nürnberg erst ein Heimspiel gewonnen.

Saenko und Wolf im Kader - Fragezeichen bei Misimovic

Bei Ashkan Dejagah, der seine drei Treffer alle in der Fremde markierte und derzeit an einem Innenbandanriss laboriert, besteht laut Magath noch Hoffnung auf einen Einsatz. Ansonsten steht dem VfL-Coach mit Ausnahme von Ricardo Costa, der sich im Aufbautraining befindet, der gesamte Kader zur Verfügung. Anders sieht es beim Club aus: Außer Jacobsen, Spiranovic, Pinola und Vittek fehlt nun auch Ralf Schmidt, der sich im Training eine Bänderdehnung zugezogen hat.

Dafür wieder im Kader: Marco Engelhardt sowie Ivan Saenko und Andreas Wolf. Meyer über Saenko: "Wie lange er einsetzbar ist, lassen wir einmal offen." Glücklicherweise kein Fragezeichen steht inzwischen mehr hinter Zvjezdan Misimovic. Der Bosnier, der unter der Woche wegen eines grippalen Infekts in der Uni-Klinik Erlangen behandelt wurde, hat am Freitagmorgen mit dem Rest des Kaders die Zugreise nach Wolfsburg angetreten.

© ballon

"Club in einer Kategorie mit Schalke"

Den Spielmachern (hier Diego) im Nacken: Pablo Thiam

Nürnberg - So schnell kann es gehen. Unter Klaus Augenthaler noch unerwünscht und aussortiert, zählt Wolfsburgs Routinier Pablo Thiam seit Ankunft des neuen Trainers Felix Magath plötzlich zu den Stammkräften beim VfL und gibt im defensiven Mittelfeld gemeinsam mit dem Brasilianer Josué den Takt an.

Im Gespräch mit fcn.de gibt Thiam Einblicke über den "Machtmenschen Magath" und schildert seine Einschätzung zur Partie am Samstag (27.10.07, 15.30 Uhr) in der Volkswagen Arena.


fcn.de: Pablo Thiam, am vergangenen Samstag hat sich der VfL Wolfsburg ein 2:2 im prestigeträchtigen Niedersachsen-Derby bei Hannover 96 erspielt. Wie bewerten Sie das Remis?

Pablo Thiam: Es war ein schönes Ergebnis für ein Derby. In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, im zweiten Durchgang war Hannover stärker. Die Fans waren mit dem Ergebnis zufrieden, und auch wir können mit dem Unentschieden leben.

Der VfL Wolfsburg hat einen schlechten Saisonstart erwischt, ist nun aber seit fünf Spielen ungeschlagen. Hat die Mannschaft nach dem großen Umbruch im Sommer mit 14 Neuzugängen bereits zueinander gefunden?

Thiam: So langsam fängt es an zu greifen. Aber natürlich sind wir noch nicht da, wo wir hin wollen. Wir arbeiten gut zusammen, jeder für sich merkt, dass er einen Schritt vorankommt. Wenn die nächsten Ergebnisse für uns sprechen, können wir zufrieden sein.

In der vergangenen Saison waren Sie unter Klaus Augenthaler nicht einmal zweite Wahl. Ihnen wurde sogar nahe gelegt, den Verein zu verlassen. Was hat Sie davon abgehalten?

Thiam: Ich wusste, was ich am VfL habe. Der Verein ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen. Ich habe immer an das Potential der Mannschaft geglaubt und bin froh, dass ich wieder mitwirken kann.

Im System des neuen Trainers Felix Magath spielen Sie eine wichtige Rolle und sind wieder zum Stammspieler geworden - eine Genugtuung für Sie?

Thiam: Nein. Die Mannschaft hat mir in der für mich schwierigen letzten Saison viel geholfen, und jetzt versuche ich, so gut ich kann, zu helfen. So ist das im Fußball.

Von der Nationalmannschaft Guineas haben Sie sich dagegen laut eigenen Aussagen verabschiedet. Ist die Doppelbelastung für Sie zu groß geworden?

Thiam: Ja, ich habe in den letzten Jahren doch sehr viel einbüßen müssen. Jetzt möchte ich mich nur noch auf das Wesentliche, auf das tägliche Geschäft, konzentrieren. Und das ist der VfL. Und ich merke, dass mir das gut tut.

Sie kennen Felix Magath bereits aus ihrer Zeit beim VfB Stuttgart. Hat sich an den Methoden des Coachs in der Zwischenzeit etwas geändert?

Thiam: Felix Magath ist von seiner Art her noch immer so, wie ich ihn kennen gelernt habe. Er verlangt höchste Disziplin von allen und ein zielgerichtetes Spiel. Um das umsetzen zu können, muss man körperlich fit sein und für den Fußball leben. Das sind seine Anforderungen an uns.

Kein Trainer in der Bundesliga ist mit so viel Macht ausgestattet wie Felix Magath, der Cheftrainer, Sportdirektor und Geschäftsführer in Personalunion ist. Wirkt sich das auf sein Verhältnis zu den Spielern aus. Ist er dadurch distanzierter oder noch näher dran?

Thiam: Weder noch. Er ist mitten drin im Geschehen. Die Wege sind kurz, die Entscheidungen können schnell gefällt werden. Das kommt allen zugute.

Der VfL Wolfsburg hat in der Vergangenheit oft gegen das Image der "grauen Maus" ankämpfen müssen. Was macht Sie optimistisch, dass die Mannschaft in dieser Saison besser ist als ihr Ruf?

Thiam: Wir beschäftigen uns nicht mit diesem Image. Wir denken nur daran, einen besseren Tabellenplatz zu belegen als in den vergangenen Jahren. Wenn wir auf Dauer Erfolg haben, dann kommt der Rest von ganz allein.

Am Samstag kommt der 1. FC Nürnberg in die Volkswagen Arena. Die Cluberer haben sich im UEFA-Pokal für die Gruppenphase qualifiziert, in der Bundesliga lief es bislang aber nicht so gut. Wie schätzen Sie Ihren nächsten Gegner ein?

Thiam: Die Nürnberger sind meiner Meinung nach viel stärker als sie sich momentan präsentieren. Es wird ein richtig schweres Spiel für uns. Ich ordne die Nürnberger in die Kategorie beispielsweise eines FC Schalke 04 oder Bayer 04 Leverkusen ein.

In der vergangenen Saison endeten die beiden Duelle zwischen dem VfL und dem 1.FCN 1:1-unentschieden. Was für eine Partie erwarten Sie am Samstag?

Thiam: Wir werden versuchen, unsere Serie fortzusetzen und ungeschlagen zu bleiben. Da wir zuhause spielen, werden wir versuchen, das Spiel für uns zu entscheiden.

Vielen Dank, Herr Thiam!

Kinhöfer fährt auch nach Wolfsburg

Volle Konzentration: Thorsten Kinhöfer pfeift am Samstag

Nürnberg/Frankfurt a.M. - Thorsten Kinhöfer pfeift das Auswärtsspiel des 1.FCN beim VfL Wolfsburg. Die Partie am Samstag (27.10.07, 15.30 Uhr) in der Volkswagen Arena ist die 80. für den Schiedsrichter in der Bundesliga. Der 39-jährige Controller aus dem westfälischen Herne pfeift seit fünf Jahren im Oberhaus.

Glück hat er dem Club dabei meist in Heimspielen gebracht. Die Bilanz: 5-1-1. Weniger erfolgversprechend die Statistik bei Gastspielen: Drei Niederlagen stehen nur ein Sieg und ein Unentschieden gegenüber. Zuletzt, bei der einzigen Partie in dieser Saison unter Kinhöfers Leitung, gab's ein 0:1 in Hamburg.

Kluge gefährdet

Mit einem anderen Gespann - Christian Fischer und Markus Häcker sind die Assistenten, Christian Soltow vierter Offizieller - soll's nun in Wolfsburg besser werden.

Aufpassen muss weiterhin Peer Kluge. Zeigt Kinhöfer dem Cluberer am Samstag eine Gelbe Karte, ist Kluge für die darauffolgende Partie gegen den VfB Stuttgart gesperrt.