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Männer, holt uns den Pott!!

Nürnberg - Samstag, 25. Mai 1968: Zum neunten Mal in seiner Vereinsgeschichte gewinnt der 1. FC Nürnberg die Deutsche Meisterschaft. Genau 39 Jahre und einen Tag später schickt sich der Club an, wieder einen großen Titel zu holen - nach dem Gewinn 1962 erneut im DFB-Pokal.

Gegen den VfB Stuttgart wollen es die Schützlinge von Trainer Hans Meyer am Samstag (26.05.07, 20.00 Uhr) vor ausverkauftem Haus im mit 74.244 Zuschauern gefüllten Berliner Olympiastadion besser machen als das Club-Team, das 1982 gegen Bayern München die letzte, so denkwürdige Final-Niederlage erlitt. "Ich glaube an die Sensation!", beschwört Javier Pinola, Linksverteidiger des 1.FCN. Der Altmeister schwingt sich auf zu neuem Ruhm und möchte mit einem Sieg, der nebenbei die Teilnahme am Ligapokal garantieren würde, seinen Briefkopf ändern.

Region lechzt, Chancen ausgeglichen

Sechs Bundesliga-Abstiege hat der 1.FCN seit 1968 erlebt - eine ganze Fan-Generation ist groß geworden mit Niederlagen und Abstiegen. Kein Wunder, dass jetzt die Region um Franken nach dem großen Triumph lechzt. "Wir haben zweimal gegen den VfB ein tolles Spiel gemacht in dieser Saison. Im Finale stehen die Chancen aber trotzdem 50:50. Wir werden in diesem Spiel alles geben", verspricht Torwart Raphael Schäfer vor seinem "Abschiedsspiel". "Vielleicht spielt uns der Titelgewinn der Stuttgarter auch in die Karten und diese junge Mannschaft schafft es gar nicht so einfach, sich nach einer Woche Feiern wieder für das Pokal-Finale zusammenzuraffen", hofft der Kapitän.

Der Ausgang des Endspiels ist dabei so offen wie selten zuvor: Zwei Vereine mit einer klaren Linie treffen aufeinander - beinahe logisch, dass sie sich im Finale duellieren. Für beide ist der viel beachtete Saison-Kehraus etwas ganz Besonderes, sodass eine spannende und attraktive Begegnung prognostiziert werden darf. Meyer: "Das wird kein Spiel werden, das von einer Negativtaktik geprägt ist." Die Stuttgarter, die ihre letzten acht Ligaspiele gewannen, stellten die letzte Mannschaft, die - 1997 - den "Pott" holte, bevor die Ära der Bayern, Bremer und Schalker im DFB-Pokal begann. Diese drei spielten den Titel in den letzten zehn Jahren unter sich aus. Der Club möchte nun verhindern, dass sich der Kreis schließt und die Schwaben erstmals in ihrer Klub-Historie das Double holen.

Galasek und Meyer haben Titel-Erfahrung

Zwei, die wissen, wie man Titel einheimst, zählen beim Club zu den großen Strippenziehern. Trainer Hans Meyer hat dreimal mit Carl Zeiss Jena den FDGB-Pokal errungen und könnte jetzt der erste in der DDR ausgebildete Trainer sein, der einen gesamtdeutschen Titel gewinnt. 1981 erreichte er zudem das Europapokal-Finale, scheiterte mit Jena nur knapp an Tiflis (1:2). Tomas Galasek wurde zweimal Pokalsieger (2002 und 2006) und zweimal Meister (2002 und 2004) mit Ajax Amsterdam. Doch alle Meriten, Bilanzen oder Statistiken aus der jüngeren und älteren Vergangenheit zählen am Samstag nicht mehr. "Das wird ein neues Spiel, der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze", meint Andreas Wolf. Und Rainer Zietsch, Geschäftsführer des NLZ und als Profi für beide Kontrahenten aktiv, fügt an: "Ein Finale ist immer etwas Besonderes."

Auch für VfB-Coach Armin Veh, der seine Wunschformation aufbieten kann und das erste Mal als Trainer einer Finalmannschaft in Berlin ist. "Zweimal haben wir am Anfang der Saison gegen Nürnberg verloren. Jetzt spielen wir am Ende der Saison - und wollen gewinnen", kündigt der sympathische Augsburger an. Und auch dessen Stürmer-Star Cacau bekräftigt im Interview mit fcn.de, dass er und seine Kollegen nach der Meisterschaft noch nicht satt sind: "Wir werden auf jeden Fall alles geben, um auch den zweiten Titel zu gewinnen."

Mnari und Vittek im Kader, "Land unter" beim Abschlusstraining

Club-Manager Martin Bader entgegnet: "Wir werden ihnen zur Meisterschaft gratulieren, aber einen zweiten Titel werden sie nicht kriegen" - und strebt damit eine faire Aufteilung der Trophäen an. Meyer kann beim Vorhaben, den vierten Pokalsieg nach Nürnberg zu holen, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf Jaouhar Mnari und Robert Vittek zurückgreifen, die beide im Kader stehen. Nicht dabei sind Gerald Sibon, Dean Heffernan, Joshua Kennedy, Vratislav Gresko, Christoph Weber, Leon Benko, Sebastian Huber und Sebastin Szikal.

Unter einem schlechten Stern stand das abendliche Abschlusstraining der Cluberer. Nach 20 Minuten zog ein kräftiges Gewitter mit Blitz, Donner und sintflutartigem Regen über das Berliner Olympiastadion. Nach kurzer Unterbrechung und einigen Laufübungen unter dem schützenden Stadiondach schickte Hans Meyer seine Mannen zwar zurück aufs Feld. Doch alle Bemühungen, das Training noch einmal aufzunehmen, entpuppten sich als sinnloses Unterfangen, da das Gewitter wieder zunahm. Land unter in Berlin, der 1.FCN am späten Samstagabend hoffentlich dennoch obenauf...

Spiel im LIVE-Ticker

Club-Fans, aufgepasst! fcn.de meldet sich per LIVE-Ticker vom Pokal-Endspiel aus Berlin. Ab 19.45 Uhr legen wir mit unserer Berichterstattung los!

"Ich wittere etwas Unrat!"

Nur anschauen, nicht anfassen: Hans Meyer (li.) und Armin Veh

Berlin - Gegen 13.00 Uhr fand am Freitag (25.05.07) in der Mercedes-Benz-Niederlassung in Berlin-Charlottenburg die mit Spannung erwartete letzte Pressekonferenz vor dem Pokalfinale am Samstag statt. Und einer witterte gleich "Unrat" - Hans Meyer. Spitzfindig wie gewohnt spielte der Club-Coach auf den Ort des Geschehens an. Der schwäbische Autobauer mit dem Stern war schließlich vor einigen Wochen in den Sponsorenpool des VfB eingestiegen. Automobilpartner des Clubs ist hingegen Audi.

Stuttgarts Meistertrainer Armin Veh sprach vom 1.FCN als "sehr kompakte, spielstarke Mannschaft, die sehr diszipliniert spielt und laufstark ist." Und Manager Horst Heldt ergänzte: "Im Endspiel stehen zwei Teams, die eine tadellose Saison gespielt haben." Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader wiederum schloss sich der Süffisanz seines Trainers an und betonte, dass "den Schwaben ein Titel pro Saison" ja wohl genüge. Hier nun die Stimmen in der Übersicht:

Trainer Armin Veh (VfB): "Ich war schon 20-mal bei Pokal-Endspielen. Dieses Jahr haben wir darauf hingearbeitet, selbst hier zu spielen. Wir bereiten uns seit Dienstag auf dieses Spiel vor. Wir müssen uns jetzt noch einmal motivieren, nachdem wir eigentlich schon alles erreicht haben. Die ohnehin schon großartige Saison können wir jetzt noch mit dem Pokal toppen. Die Meisterschaft gibt uns zusätzliches Selbstvertrauen. Den Club schätze ich als sehr kompakte, spielstarke Mannschaft, die sehr diszipliniert spielt und laufstark ist. Sie ist strukturell gut zusammengestellt. Und wenn ich mir die Einkäufe für nächstes Jahr ansehe, erwarte ich den Club auch nächstes Jahr wieder da oben."

Sportdirektor Horst Heldt (VfB): "Im Endspiel stehen zwei Teams, die eine tadellose Saison gespielt haben. Es wird bestimmt sehr spannend. Soweit ich das als Sportdirektor beurteilen kann, ist unsere Mannschaft vor dem Finale sehr relaxt."

Sportdirektor Martin Bader (1.FCN): "Ich hoffe, dass uns Stuttgart den Pokal überlässt. Immerhin haben wir großen Anteil an deren Meisterschaft, indem wir die Mannschaft zu Beginn der Hin- und Rückrunde jeweils kräftig wachgerüttelt haben. Außerdem müsste den Schwaben ein Titel pro Saison genügen. Es ist für mich etwas ganz Besonderes in die alte Heimat zurückzukehren, d.h. heimzukommen nach Berlin in dieses Stadion. Das Finale ist ein absolutes Highlight für mich, vor allem weil ich es nicht nur als Zuschauer, sondern als Funktionär erleben darf. Ich freue mich, dass wir die Chance haben, mit einem Titel, den wir in meinem alten Wohnzimmer gewinnen können, nach Nürnberg heimzukommen.

Trainer Hans Meyer (1.FCN): "Im Gegensatz zu meinem Kollegen Veh war ich bislang erst zweimal beim Pokal-Endspiel. Das lag wohl auch daran, dass wir lange nicht ausreisen durften. Es gibt viele Spieler mit großem Namen ohne Finalteilnahme. Unsere Spieler sollen diese eine Riesenchance nutzen. Es ist herrlich nach so einem Jahr ohne Abstiegskampf die Saison so beenden zu können, obwohl wir dadurch erst fünf Tage später in den Urlaub können. Die ganze Stadt Nürnberg fiebert auf das Endspiel, wir werden von der Begeisterung getragen und genießen die Unterstützung unserer Fans. Die Stadt verdient einen Titel, außerdem liegen die letzten Titel der Stuttgarter noch nicht so lange zurück wie unsere. Ich habe mir lange überlegt, warum die Paarung VfB Stuttgart - 1. FC Nürnberg heißt und nicht 1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart. Eine Antwort konnte mir bislang noch keiner darauf geben. Aber wenn ich jetzt sehe, wo die Pressekonferenz stattfindet, ist mir alles klar. Ich wittere da etwas Unrat. Warum sind wir hier bei Daimler und nicht bei Audi?"

Die PK in Bildern

© Kersten

© bongarts

"Wer weniger Fehler macht, gewinnt!"

Extase pur: Cacau streckt die Meisterschale in die Höhe

Nürnberg - Abgeben wollten sie ihn beim VfB Stuttgart vor der Saison, den Claudemir Jeronimo Barreto, kurz: Cacau. Längst abgeschrieben hatte ihn die Fachwelt. Doch der erste Saisoneinsatz von Anfang an veränderte alles. Auf einmal galt der Stürmer als unumstrittener Stammspieler. In der Folge zeigte der enorm lauffreudige, extrem spritzige und mit einer tollen Schusstechnik ausgestattete Brasilianer seine Klasse und traf so oft wie noch nie in seiner Karriere - 13-mal.

Vor dem Pokalfinale in Berlin sprach fcn.de mit dem sympathischen Ex-Cluberer (acht Tore in 44 Spielen zwischen 2001 und 2003), der im laufenden Pokalwettbewerb die meisten Stuttgarter Tore erzielte.


fcn.de: Cacau, herzlichen Glückwunsch zum Meistertitel! In den Medien wurde immer wieder über Schalke, Bremen und Bayern berichtet, selten aber über Stuttgart. Sind Sie froh, dass jetzt mal der VfB im Mittelpunkt steht?

Cacau: Wir sind nicht froh, dass wir jetzt im Mittelpunkt stehen, sondern dass wir es geschafft haben und Deutscher Meister geworden sind. Über wen die Medien berichten, ist unwichtig.

Was hat Ihr Team in dieser Saison so stark gemacht?

Cacau: Dass wir wirklich ein Team, eine Einheit sind und eine gute Mannschaft haben. Und dass jeder für den anderen kämpft.

Ganz Fußball-Deutschland schaut jetzt nach Berlin. Wie groß ist im Schwabenland die Gier nach dem zweiten offiziellen Titel hintereinander?

Cacau: Wir werden auf jeden Fall alles geben, um auch den zweiten Titel zu gewinnen. Es wird ein schweres Spiel, aber dann muss man eben noch mehr kämpfen.

Zwei offensive, spielstarke Mannschaften begegnen sich, der 1.FCN kratzte im letzten Ligaspiel noch die Kurve und ist rechtzeitig vor dem Finale wieder in Form. Wie schätzen Sie die Chancen ein und was für eine Partie erwarten Sie?

Cacau: Wie gesagt: Es wird nicht einfach, beide Mannschaften sind gut. Wir dürfen uns keine Fehler erlauben. Entscheidend wird sein, wer weniger Fehler macht.

Im laufenden Wettbewerb haben Sie insgesamt viermal getroffen, mit Ausnahme des Halbfinals in jeder Runde. Haben Sie sich für das Duell mit Ihrem ehemaligen Verein etwas Besonderes vorgenommen?

Cacau: Ich möchte einfach gewinnen. Ob ich treffe ist zweitrangig. Ich würde genauso jubeln, wenn ich nicht treffe und wir siegen.

Nach jedem Tor der Dank gen Himmel: Cacau

Zweimal war der VfB dem Club in der Liga deutlich unterlegen und erlitt dabei die beiden höchsten Saison-Niederlagen. Welche Fehler wollen Sie im dritten Duell nicht mehr machen?

Cacau: Wir müssen hochkonzentriert auftreten und von der ersten Minute an voll engagiert zur Sache gehen. Wir haben die beiden Niederlagen analysiert und hoffentlich die richtigen Schlüsse gezogen.

Sie kennen Nürnberg und Stuttgart genau. Welche Unterschiede stellen Sie zwischen Franken und Schwaben fest?

Cacau: (lacht) Die Sprache (lacht weiter), das Schwäbische! Franken und Schwaben sind sehr freundlich und begeisterungsfähig. Ich glaube im Stadion wird eine super Atmosphäre herrschen.

Dass Sie am Finale teilnehmen, ist nicht selbstverständlich. Vor der Saison sollten Sie verkauft werden. Seit dem 2. Spieltag gelten Sie aber auf einmal als gesetzt. Waren Sie über die plötzliche Wende in der Wertschätzung überrascht?

Cacau: Überrascht nicht. Ich bin froh, dass mir die Wende geglückt ist. Ich wusste, was ich kann. Ich muss mich bei Gott bedanken, dass er mir die Kraft gegeben hat, die schwierigen Momente zu überstehen. Jetzt bin ich glücklich.

Am besagten 2. Spieltag gewann der VfB bei Arminia Bielefeld in Unterzahl und mit großer Moral dank zweier Tore von Ihnen mit 3:2. Auch am vorletzten Spieltag in Bochum erzielten Sie den entscheidenden Treffer zum 3:2. Wie wichtig waren diese Tore und was haben Sie da gedacht?

Cacau: Mir sind viele Gedanken durch den Kopf geschossen - über die Zeit, als ich nicht gespielt habe. Ich habe mich sehr gefreut, denn Bielefeld war ja das zweite Spiel der Saison, und ich würde sagen: Bielefeld und Bochum - dort habe ich meine wichtigsten Tore erzielt.

Im Zusammenspiel mit Mario Gomez und auch während dessen Verletzung gelangen Ihnen in dieser Spielzeit insgesamt 13, oft auch entscheidende Tore. Ist das der beste Cacau, den die Bundesliga je zu Gesicht bekommen hat?

Cacau: Ja, auf jeden Fall! Auch weil die Mannschaft funktioniert. Alleine hätte ich nichts bewirken können, ohne Zuspiele von meinen Kollegen z.B. hätte ich nicht so stark gespielt.

Vielen Dank, Cacau.

"Ich glaube an die Sensation!"

Gibt sich zuversichtlich vor dem Endspiel: Javier Pinola

Nürnberg - Am Mittwoch (23.05.07), dem zweiten Tag im Trainingslager des 1. FC Nürnberg in Bad Gögging, stand für die Profis das traditionelle "Elf gegen Elf" auf dem Programm. Club-Coach Hans Meyer schickte seine Schützlinge unter anderem dreimal 15 Minuten über den Platz, um möglichst viele realistische Spielszenen für das Pokal-Endspiel am Samstag simulieren zu können.

Zwei Cluberer trainierten dabei eingeschränkt. Mittelfeldakteur Jaouhar Mnari absolvierte nur einige wenige Einheiten. "Es geht eben nicht auf Knopfdruck, wenn man so lange gefehlt hat", lieferte Meyer die Begründung auf der letzten Pressekonferenz im Trainingslager. Robert Vittek musste gleich gänzlich passen. Ihn hat der 1.FCN-Trainer "vom Gedanken her eigentlich schon ausgeklinkt."

Pinola rechnet mit Sensation

Club-Stürmer Markus Schroth sieht das Spiel gegen den Deutschen Meister aus Stuttgart als große Herausforderung. Schließlich sei "die Liga abgeschlossen" und es ginge "jetzt um etwas ganz Besonderes." Und der 32-Jährige rechnet sich gute Chancen für einen Sieg aus: "Wir haben Erfolg als Mannschaft gehabt, genau das ist unser Geheimnis, und genau darauf setzen wir auch am Samstag wieder."

Javier Pinola wittert bei einer konzentrierten Leistung gar den ganz großen Coup. "Ich habe eine Sensation im Gefühl", so der quirlige Argentinier. Und auch Andi Wolf versprüht Optimismus: "Wir glauben fest an unsere Chance."

Gute Nachrichten kann zudem Jan Kristiansen vermelden. Der Cluberer steht nun endgültig im Aufgebot der dänischen Nationalmannschaft, die Anfang Juni um die Teilnahme an der EM-Endrunde spielt.

Die PK mit Trainer Hans Meyer und den Pokalfinalisten Javier Pinola, Andreas Wolf und Markus Schroth präsentiert euch eyeP.tv im VIDEO-Format:

Weiner pfeift Pokal-Finale

Fährt auch nach Berlin: Michael Weiner

Nürnberg - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Schiedsrichter-Ansetzung für das DFB-Pokal-Finale bekanntgegeben. Die Partie zwischen dem VfB Stuttgart und dem 1. FC Nürnberg am kommenden Samstag (26.05.07, 20.00 Uhr) leitet Michael Weiner aus Giesen.

Der 38-jährige Polizeibeamte hat eine Menge Bundesliga-Erfahrung vorzuweisen: 108 Partien fanden bislang unter seiner Leitung statt. Das Pokal-Finale toppt allerdings auch für den FIFA-Schiedsrichter alles.

Ein Sieg, zwei Remis, eine Niederlage

In dieser Saison fielen vier Club-Partien unter Weiners Leitung, dreimal blieb der 1.FCN dabei ungeschlagen: beim 1:1 in Cottbus, beim 0:0 gegen Schalke und beim 3:0-Sieg gegen die Bayern. Die Serie riss erst im Gastspiel bei Werder Bremen, das mit 0:1 verloren ging.

Im Berliner Olympiastadion assistieren Norbert Grudzinski und Kai Voss, Babak Rafati nimmt die Rolle als vierter DFB-Offizieller ein.

Meyer: "Es gibt keinen Favoriten"

Lockerheit vor dem Endspiel: Hans Meyer (re.) und Raphael Schäfer

Nürnberg - Fünf Tage müssen sich alle Club-Fans noch gedulden, bis im Berliner Olympiastadion um 20.00 Uhr das DFB-Pokal-Endspiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem 1. FC Nürnberg angepfiffen wird. Doch nicht nur die Anhänger fiebern dem großen Saison-Finale entgegen, auch das mediale Interesse steigt von Tag zu Tag. Bereits am Montag (21.05.07) stellte sich daher Club-Trainer Hans Meyer zusammen mit Torwart Raphael Schäfer bei einer Pressekonferenz den Fragen der Journalisten.

Die PK mit Kapitän Raphael Schäfer und Trainer Hans Meyer präsentiert eyeP.tv im VIDEO-Format:


Bei der PK äußerte sich Meyer...

...zum Aufschwung im Hannover-Spiel:

Wir haben zum Glück in Hannover wieder einige Dinge im Spiel gezeigt, die die Mannschaft in dieser Saison so ausgezeichnet hat. Wir hatten in den letzten Spielen fast überhaupt keine Siegchancen. Nun hat der Dominik Reinhardt zum Beispiel nach seiner Verletzung mal wieder richtig stark gespielt.

...zur Anspannung fünf Tage vor dem Finale:

Ich bin nicht mehr oder weniger nervös als bei jedem anderen Spiel. Nach 35 Jahren in diesem Geschäft hält sich das in Grenzen.

...zu seinen Erwartungen an den Gegner:

Der VfB hat sehr gut gespielt in dieser Saison, sehr offensiv. Die werden im Pokal sicher nicht taktieren und zurückhaltend spielen. Das wird kein Spiel werden, das von einer Negativtaktik geprägt ist.

...zur Favoritenrolle am Samstag:

Wir trauen uns immer zu, jede Mannschaft zu schlagen. Die Stuttgarter werden sich sicher nicht in die Hosen machen aus Angst vor uns. In diesem Spiel gibt es keinen Favoriten.

...zu den beiden Duellen mit Stuttgart in dieser Saison:

Das 3:0 in der Hinrunde würde ich gar nicht mal so hoch bewerten. Die Stuttgarter waren damals einfach noch gar nicht eingespielt, hatten jede Menge neue Spieler. Mittlerweile haben sich Hilbert, Gomez und die beiden Mexikaner toll entwickelt. Das 4:1 in der Rückrunde hat mich schon eher überrascht. Wir kamen gerade aus der Winterpause zurück. Vielleicht hatte Armin Veh die Mannschaft nicht auf den Punkt trainiert. Das kann ich nicht beurteilen. (Meyer schmunzelnd:) Falls wir aber noch fünf bis sechs mal gegen Stuttgart gewinnen sollten, sag ich: Diese Mannschaft liegt uns einfach!

...zur Wichtigkeit des Titels für ihn:

Da müsste aber sehr, sehr vielen Menschen etwas fehlen. Es ist falsch, ansonsten erfolgreiche Spieler und Trainer an Titeln zu messen. Natürlich würde ich mir den Titel wünschen, und Raphael könnte sich sicher auch keinen schöneren Abschied wünschen.