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Mathias Zeck vom Club-Medienpartner Radio Gong 97,1 mit einem Beitrag zu Marek Mintal und der Vorschau auf das Auswärtsspiel des 1.FCN am Samstag in Hannover.

Den Schalter jetzt schon umlegen!

Nürnberg - In der ausverkauften AWD-Arena möchte der 1. FC Nürnberg am Samstag (19.05.07, 15.30 Uhr) gegen Hannover 96 seine letzte Liga-Begegnung in dieser Spielzeit positiv gestalten. "Wir wollen unsere tolle Saison mit einem gelungenen Spiel gebührend beenden", sagt Trainer Hans Meyer. Die letzten vier Partien konnte seine Mannschaft allerdings nicht gewinnen und in diesem Zeitraum nur einen Punkt und ein Tor auf der Habenseite verbuchen.

Bei der Generalprobe zum großen Finale im DFB-Pokal am 26. Mai soll nun endlich wieder ein "Dreier" her. Für Markus Schroth wäre es bei seinem Jubiläum (300. Spiel) der perfekte Bundesliga-Abschied. Und Dominik Reinhardt weiß, warum ein Erfolgserlebnis so kurz vor dem Duell mit dem VfB Stuttgart wichtig wäre: "So einfach kann man vor einem Pokalfinale den Schalter dann auch nicht umlegen." Nach der 0:2-Niederlage gegen Hamburg bei der Verabschiedung vom eigenen Anhang besteht nun die allerletzte Möglichkeit, Selbstvertrauen zu tanken und sich einzuspielen.

Club hofft auf Mintal, Mintal hofft auf Tor

Nach den vielen Verletzungen von Stammspielern in den letzten Wochen lichtet sich mittlerweile so langsam das Lazarett. Jaouhar Mnari feierte gegen Hamburg einen Teileinsatz, könnte schon bald mit Tomas Galasek wieder die Schaltzentrale im Mittelfeld bilden. Dominik Reinhardt durfte sogar schon von Anfang an ran - wie Marek Mintal, der große Hoffnungsträger des 1.FCN. Beim slowakischen Goalgetter war dies zuletzt in Aachen vor auf den Tag genau einem halben Jahr der Fall gewesen. Nun hofft das "Phantom" auch auf die Wiedererlangung seiner Treffsicherheit: "Das letzte Bundesliga-Tor habe ich im Sommer 2005 gemacht, es wird mal wieder Zeit." Gegner war damals - wie es der Zufall will - Hannover 96 (1:1).

In den letzten drei Duellen blieb der Club gegen die Roten, die den schwächsten Sturm der Liga stellen, unbesiegt. Allerdings gelang in Hannover aber auch seit vier Spielen kein "Dreier" mehr. "Ich hoffe, dass wir diesmal die Oberhand behalten werden", wünscht sich Mintal den ersten Erfolg in der Leinestadt seit 1987. Der Gastgeber, derzeit auf Rang acht, schielt vor dem Saisonfinale noch auf einen Platz, der für die Teilnahme am UI Cup berechtigt. Mit einem Sieg könnte man in der Tabelle den sechsten Platz, den der Club inne hat, übernehmen - vorausgesetzt Dortmund gewinnt nicht in Leverkusen.

Saenko fehlt in Hannover, aber wohl nicht in Berlin

"Wir haben in dieser Saison zweimal gegen den 1. FC Nürnberg verloren. Am bittersten war die Niederlage im Pokalspiel. Dort haben wir erst im Elfmeterschießen verloren. Jetzt wollen wir dafür Revanche nehmen", kündigt Hannovers Taktgeber Arnold Bruggink im Interview mit fcn.de an. Das Team von Trainer Dieter Hecking muss bei diesem Vorhaben auf Shootingstar Szabolcs Huszti verzichten, der Gelb-gesperrt fehlt. Auch Routinier Altin Lala wird wegen einer Entzündung am Wadenbeinköpfchen nicht mitwirken können.

Der Nürnberger Kader besteht aus 19 Spielern. Nicht dabei sind Gerald Sibon, Thomas Paulus, Petar Jelic, Dean Heffernan sowie die verletzten Leon Benko, Vratislav Gresko und Robert Vittek. Ivan Saenko fährt mit, damit die medizinische Unterstützung gewährleistet bleibt. Die Chancen für den quirligen Russen, eine Woche darauf im Pokal-Finale mitzumischen, stehen gut: "Ich bin sehr optimistisch. Wenn nichts mehr Neues dazukommt, werde ich in Berlin spielen", teilt er freudig mit. Bei Vittek besteht auch eine kleine Resthoffnung. "Eine geringe Chance ist noch da", so der slowakische Fußballer des Jahres 2006.

"Bei Meyer muss man genau aufpassen"

Zuletzt immer mehr in Fahrt gekommen: Arnold Bruggink

Nürnberg - Arnold Brugginks Formkurve zeigt seit einigen Wochen steil nach oben. Der aus Heerenveen verpflichtete Offensivmann von Nürnbergs letztem Gegner in dieser Bundesliga-Saison, Hannover 96, ist angekommen an der Leine. "Dank unseres Trainerstabs", wie der 29-Jährige betont. Apropos Trainer: Unter Hans Meyer spielte er vor Jahren einmal bei Twente Enschede. Wie er den heutigen Club-Coach damals erlebt hat, verrät er im Interview mit fcn.de.


Arnold Bruggink, am vergangenen Samstag haben Sie und Ihre Mannschaft nach zuletzt drei Siegen in Folge eine Niederlage gegen Arminia Bielefeld hinnehmen müssen. Der direkte Einzug in den UEFA Cup blieb Ihnen damit verwehrt. Wie sehr wurmt Sie und ihre Kollegen noch die verpasste Chance und was ist in Bielefeld schief gelaufen?

Arnold Bruggink: Wir haben uns über diese Niederlage sehr geärgert. Mit einem Sieg hätten wir eine gute Chance gehabt, im Rennen um den UEFA-Cup-Wettbewerb zu bleiben. Wir haben in Bielefeld nicht zu unserem Spiel gefunden. Vieles ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgenommen haben. Außerdem haben wir in der zweiten Halbzeit unsere Torchancen nicht genutzt. Vielleicht wäre noch etwas möglich gewesen, wenn uns nach der Pause schnell ein Treffer gelungen wäre.

Hannover hat nach einer starken Rückrunde nicht nur am Ende souverän den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht, sondern auch an der Tür zum UEFA Cup angeklopft. Wie fällt denn ein Spieltag vor Saisonende ihr Fazit aus?

Bruggink: Wir können insgesamt ein positives Fazit ziehen. Nach drei Spielen zu Saisonbeginn haben uns viele schon als Absteiger gesehen. Jetzt haben wir drei Spieltage vor Schluss den Klassenverbleib geschafft. Das ist ein Verdienst unseres Trainerstabes und der Mannschaft. Wir können zufrieden sein.

Sie sind mit Ihren zuletzt starken Leistungen eine Schlüsselfigur für den Aufschwung bei den Roten und mit sechs Treffern zusammen mit Jan Rosenthal der erfolgreichste Torschütze Ihrer Mannschaft. Wie erklären Sie sich Ihre positive Entwicklung, nachdem Sie in der ersten Saisonhälfte noch nicht so richtig Tritt fassen konnten?

Bruggink: Ich habe mich zunächst an das Tempo in der Bundesliga gewöhnen müssen. Da hatte ich meine Schwierigkeiten. Aber ich habe durch unseren Trainerstab schnell die Form gefunden, die man in Deutschland benötigt, um erfolgreich zu sein. Dabei haben mir natürlich auch die Tore geholfen. Sie gaben mir das nötige Selbstvertrauen. Außerdem macht es viel mehr Spaß, wenn man mit der Mannschaft erfolgreich ist. Da gebe ich sicherlich kein Geheimnis preis.

Was ist denn für Sie persönlich und auch Hannover 96 in der nächsten Spielzeit drin, wie lauten ihre Ziele?

Bruggink: Wir wollen in der kommenden Saison wieder angreifen und mit einem besseren Start frühzeitig die Weichen für eine bessere Platzierung stellen. Der Verein möchte ins internationale Geschäft. Ich bin sicher, dass unser Trainer Dieter Hecking sowie der Sportdirektor Christian Hochstätter für die notwendigen Verstärkungen sorgen. In Hannover ist einiges zu erreichen. Die Zuschauer möchten nicht immer um den Klassenverbleib bangen.

Sie waren im Verlauf Ihrer Karriere abgesehen von einem einjährigen Gastspiel beim RCD Mallorca ausschließlich in den Niederlanden aktiv. Nach dem ersten Jahr in Deutschland - welchen Eindruck haben Sie von der Bundesliga gerade nach diesem verrückten Saisonverlauf?

Bruggink: Es in der Tat eine außergewöhnliche Saison gewesen. So turbulent war die Bundesliga lange nicht. Es gab nie ein richtiges Mittelfeld und nur vier oder fünf Teams, die nicht in Gefahr waren. So etwas habe ich in den Niederlanden nicht erlebt.

Der 1. FC Nürnberg trifft im Pokalfinale auf den heißesten Anwärter auf die deutsche Meisterschaft, den VfB Stuttgart. Was sagen Sie zum bisherigen Abschneiden des Clubs und welche Chancen räumen Sie ihm für das Endspiel in Berlin ein?

Bruggink: Die Nürnberger waren in dieser Saison die positive Überraschung in der Liga. Die Mannschaft hat viele Spiele erfolgreich gestaltet. Sie spielte stets im oberen Mittelfeld mit und ist im Pokal-Wettbewerb bis ins Finale vorgedrungen. Die Mannschaft hat in Berlin gute Chancen, wenngleich die Stuttgarter überall als Favorit gehandelt werden.  

Sie selbst haben in Ihrer Zeit bei Twente Enschede unter der Ägide von Trainer Hans Meyer gespielt. Was zeichnet seine Arbeit aus?

Bruggink: Der Club-Trainer ist ein harter Arbeiter. Ich habe seine Tätigkeit in Enschede sehr geschätzt. Er hat einen trockenen und hintergründigen Humor. Da muss man genau aufpassen.

Der 1.FCN ist zuletzt etwas ins Straucheln geraten und hat nur einen Zähler aus den letzten vier Spielen geholt. Am Samstag könnte Ihr Team mit einem Sieg die Franken vom sechsten Tabellen-Platz verdrängen und den Sprung in den UI-Cup schaffen. Wie bewerten Sie die Chance auf eine erfolgreiche Revanche für die 1:3-Niederlage aus der Hinrunde?

Bruggink: Wir haben in dieser Saison zweimal gegen den 1. FC Nürnberg verloren. Am bittersten war die Niederlage im Pokalspiel. Dort haben wir erst im Elfmeterschießen verloren. Jetzt wollen wir dafür Revanche nehmen. Ich glaube, das kann jeder verstehen. Außerdem wollen wir in der AWD-Arena in Hannover einen erfolgreichen Saison-Abschluss feiern. Dies sind wir unseren Fans schuldig.

Kleines Tippspiel am Ende: Wird Stuttgart Deutscher Meister oder endet die Saison so, wie sie über weite Strecken verlaufen ist - nämlich mit einer dicken Überraschung?

Bruggink: Ich glaube schon, dass die Stuttgarter Deutscher Meister werden. Das lässt sich die Mannschaft im Heimspiel gegen Cottbus nicht nehmen. Insgesamt hat das VfB-Team den Titel auch verdient. Sie haben einen temporeichen Fußball gespielt. Die Schalker hatten es selbst in der Hand, den Titel zu erringen. Aber sie haben zuletzt Nerven gezeigt. Die Niederlage in Dortmund war wohl entscheidend für den Verlust des ersten Tabellenplatzes. Ich rechne nicht mehr mit einer Überraschung.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Bruggink!

Dr. Drees in der AWD-Arena

Die Bilanz unter Dr. Drees' Regie spricht für den Club

Nürnberg - Dr. Jochen Drees pfeift am Samstag (19.05.07, 15.30 Uhr) das letzte Bundesligaspiel dieser Saison des 1. FC Nürnberg bei Hannover 96. Nach der 0:2-Niederlage der Meyer-Schützlinge am 21. April dieses Jahres bei Bayer 04 Leverkusen leitet der 37-jährige Unparteiische aus Mainz damit nur knapp einen Monat später erneut eine Partie mit Club-Beteiligung. Gegen die Niedersachsen war der Arzt, der für den SV Münster-Sarmsheim pfeift, schon zweimal der "Man in black". 1:1 endete in der vergangenen Saison die Begegnung in Hannover unter seinen Fittichen.

Zudem betreute Drees in dieser Spielzeit das Nürnberger Pokalspiel gegen die 96er, das der 1.FCN im Elfmeterschießen für sich entscheiden konnte. Einen weiteren Sieg unter seiner Regie fuhr der Club übrigens zuvor ebenfalls im Pokal ein, und zwar gegen den SC Paderborn 07.

Insgesamt hat der Schiedsrichter, der als Hobbies Triathlon und Wandern angibt, bisher 18 Erstliga-Partien über die Bühne gebracht. An den Seitenlinien in der AWD-Arena assistieren Stefan Lupp und Alexander Schlutius, vierter DFB-Offizieller ist Markus Scheibel.