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Mintal: "Das tut einfach nur gut"

Kunstschuss von Marek Mintal (li.), Hanno Balitsch schaut hinterher

Hannover - Das 3:0 des 1. FC Nürnberg am letzten Spieltag bei Hannover 96 war nicht nur ein schöner Abschluss der tollen Saison. Der Auswärtssieg war auch psychologisch wichtig für die Vorbereitung auf das DFB-Pokal-Finale in einer Woche. Außerdem durfte sich einer der Cluberer ganz besonders freuen: Marek Mintal hat nach 21-monatiger Torabstinenz wieder zugeschlagen und das wichtige 1:0 erzielt. "Dass ich nach der langen Zeit heute wieder selbst getroffen habe, tut einfach nur gut", sagte der Slowake nach der Partie.

Der Torschützenkönig aus der Saison 2004/05 hatte zum letzten Mal am 13. August 2005 beim 1:1 gegen Hannover getroffen. Es folgte eine fast zweijährige Leidenszeit, in der Mintal wegen drei Operationen an seinem linken Mittelfuß außer Gefecht gesetzt war. Dass er sich so kurz vor dem "Spiel des Jahres" eindrucksvoll wieder zurückgemeldet hat, lässt Coach Hans Meyer ins Schwärmen geraten: "Das Tor war nicht nur für ihn, sondern auch für seinen Trainer ein unheimliches Glücksgefühl." Die Stimmen zum Spiel: 


Marek Mintal (1. FC Nürnberg): "Ich freue mich, dass wir mit einem Sieg ins Endspiel gehen. Das gibt Selbstvertrauen. Das brauchen wir gegen den Deutschen Meister. Dass ich nach der langen Zeit heute wieder selbst getroffen habe, tut einfach nur gut."

Marco Engelhardt (1. FC Nürnberg): "Es ist schön, dass wir nach vier Spielen ohne Sieg wieder gewonnen haben. Wir haben zu unserer guten Spielweise zurückgefunden. Sicher hatten wir in der ein oder anderen Szene auch etwas Glück. Mit dem Sieg haben wir uns optimal auf das Finale vorbereitet. Bei meinem Tor konnte ich ja nicht mehr viel verkehrt machen. Der Ball kam perfekt.

Dominik Reinhardt (1. FC Nürnberg): "Wir wussten, dass es nicht einfach wird. Aber wir haben es ordentlich gemacht und verdient gewonnen, auch wenn der Sieg um ein oder zwei Tore zu hoch ausfällt. So oft haben wir das Glück in dieser Saison ja auch noch nicht strapaziert. Es tut sehr gut, mit einem 3:0 im Gepäck nach Hause zu fahren."

Trainer Hans Meyer (1. FC Nürnberg): "Wir haben verdient gewonnen, weil wir etwas konsequenter vor dem Tor waren als der Gegner. Aber das 3:0 täuscht ein wenig über das hinweg, was auf dem Platz passiert ist. Hannover hat seine Sache gut gemacht. Aber wir hatten durch Galasek und Mintal deutlich mehr Ballbesitz als zuletzt, und konnten dadurch wieder sinnvolle Angriffe starten. Das Tor (von Mintal, Anm. d. Red.) war nicht nur für ihn, sondern auch für seinen Trainer ein unheimliches Glücksgefühl. Ich hätte am liebsten ihn und die ganze Welt umarmt."

Trainer Dieter Hecking (Hannover 96): "Ich bin schon ein wenig enttäuscht, denn die Ergebnisse der Konkurrenten hätten uns im Kampf um den UI Cup in die Karten gespielt. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir sehr forsch nach vorne gespielt, aber uns wurde ein reguläres Tor durch Thomas Brdaric aberkannt. Wenn wir hier 1:0 geführt hätten, dann wären wir auch als Sieger vom Platz gegangen und hätten den sechsten Platz erreicht. Aber ich mache der Mannschaft ein Riesenkompliment, die auch heute aufopferungsvoll gekämpft hat. Daher habe ich kein Verständnis für die Pfiffe einiger Fans.