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Mathias Zeck vom Club-Medienpartner Radio Gong 97,1 mit der Vorschau auf das letzte Club-Heimspiel der Saison gegen den HSV.

Fit machen und Danke sagen

Nürnberg - Zum letzten Mal in dieser für den 1.FCN so fantastischen Saison bekommen die Nürnberger Fans im easyCredit-Stadion am Samstag (12.05.07) ihre Lieblinge zu sehen. Das Duell mit dem HSV bietet den Club-Profis die Gelegenheit, "Danke" zu sagen für die grandiose Unterstützung in den letzten Monaten und sich gleichzeitig in Form zu bringen für den großen Höhepunkt in gut zwei Wochen: das DFB-Pokal-Finale in Berlin.

In den letzten Wochen waren die Jungs von Trainer Hans Meyer etwas vom Erfolgsweg abgekommen. Nur neun Punkte aus den letzten zehn Spielen und zuletzt drei sieglose Partien spiegeln nicht das Bild wider, das man über weite Strecken der Saison vom 1.FCN kannte. Grund dafür waren unter anderem mehrere Verletzungen von Stammspielern, die jetzt aber peu à peu zurückkehren sollen. Dominik Reinhardt, schon auf Schalke (0:1) im Kader und eine knappe Halbzeit im Einsatz, steht ebenso im Kader wie Jaouhar Mnari, der am Mittwoch ohne Probleme beim "Elf gegen Elf" mitwirkte. Für den Tunesier diesmal nicht dabei: Tomas Galasek, der Rot-gesperrt fehlt. Dies ist die einzige Änderung im Aufgebot im Vergleich zur Vorwoche.

Nürnberg will Platz fünf, Hamburg den endgültigen Klassenerhalt

Zu alter Stärke zurückkehren und vor eigener Kulisse ein gutes Spiel abliefern - Raphael Schäfer und Andreas Wolf verfolgen am Samstag auch noch andere Ziele. "Rang fünf wäre ein traumhafter Abschluss - und Rückenwind fürs Pokalfinale", hofft Wolf auf die Verteidigung der derzeitigen Platzierung. "Der damit verbundene Druck hält sich ja zum Glück mittlerweile in Grenzen", ist Meyer froh, dass sich der Club dank Stuttgart und dank des Einzugs ins Pokal-Endspiel schon für das internationale Geschäft qualifiziert hat.

Für die zwölftplatzierten Gäste aus der Hansestadt sind die Träume von Europa spätestens seit dem 0:3 gegen Bochum am letzten Wochenende endgültig ad acta gelegt. Einen Punkt benötigen die Schützlinge von Coach Huub Stevens noch, um auch rechnerisch den Klassenverbleib in der Tasche zu haben. "Der HSV kommt gerettet zu uns. Die hatten ja eine großartige zweite Saisonhälfte, sind in der Rückrundentabelle weit im vorderen Bereich. Sie haben wirklich einen Lauf gehabt", meinte Meyer in der Pressekonferenz am Donnerstag.

Meyer: "HSV eigentlich leistungsstärker als Club"

"Aber so verwunderlich ist das für mich nicht. Das Verwunderliche war eher die total missglückte Hinrunde. Diese Mannschaft sollte eigentlich deutlich leistungsstärker sein als der 1. FC Nürnberg. Sie haben ein tolles Spielerpotenzial. Auch ihr verlorenes Spiel gegen Bochum am Samstag lässt mich daran nicht zweifeln. Der HSV hat da phasenweise tollen Fußball gespielt - auch wenn das bei diesem Ergebnis natürlich nicht so deutlich wird", so Meyer weiter.

Mit 15 Punkten stellen die Hamburger die beste Auswärtself der Rückrunde, wollen zudem ihre positive Bilanz in Nürnberg ausbauen. Der Club wird beim Treffen der Remiskönige (je 15 Unentschieden) etwas dagegen haben und möglichst keine Tore zulassen wollen. Ganz besonders Andi Wolf: Noch ein Gegentreffer, und die Ende Januar abgeschlossene Wette mit dem kicker wäre verloren.

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"Nur wer sich etwas traut, wird belohnt"

Potenzial noch nicht ganz ausgeschöpft: Piotr Trochowski

Nürnberg - Wenn es bei der deutschen Nationalmannschaft einmal nicht so läuft und neue, frische Kräfte gefragt sind, fällt bei den Fans häufig der Name Piotr Trochowski. Kein Wunder: Der in Polen geborene Mittelfeldspieler des Hamburger SV verkörpert die Art von Fußballer, die Spaß macht: Frech und unbekümmert gefällt der 23-Jährige durch tolle Dribblings und eine gute Schusstechnik.

Auf den endgültigen Durchbruch in der Bundesliga wartet Trochowski allerdings noch. Vor dem Heimspiel des 1.FCN gegen den HSV am kommenden Samstag (12.05.07, 15.30 Uhr) bat ihn fcn.de zum Gespräch.   


fcn.de: 0:3 zuhause gegen Bochum verloren, Piotr Trochowski - täuscht das Ergebnis über den Spielverlauf hinweg?

Piotr Trochowski: Wir hatten sicher unsere Chancen, haben bis zum ersten Gegentor gar nicht so schlecht gespielt. Doch wir haben das Tor eben nicht gemacht. Nach dem 0:1 lief bei uns gar nichts mehr zusammen. Dass wir ein Heimspiel erneut nicht positiv gestalten konnten, ist sehr ärgerlich. Denn wir hatten uns vor erneut ausverkauftem Haus sehr viel vorgenommen.

Von den Fans gab's nach Spielschluss deutlich vernehmbare Pfiffe. Was hat nicht funktioniert beim HSV?

Trochowski: Es ist legitim, dass die Fans nach so einer Niederlage mal pfeifen. Ich denke, dass sie einige nicht so gute Spiele von uns gesehen haben. Gerade an unseren Auftritten zu Hause müssen wir arbeiten. In unserer Arena müssten wir normal nur ganz schwer zu schlagen sein.

Die Rothosen belegen in der Auswärtstabelle Platz fünf, zuhause stellen sie das zweitschlechteste Team der Liga. Wie ist zu erklären, dass der HSV in München gewinnt und dann vor eigenem Publikum gegen Bochum verliert?

Trochowski: Es hat womöglich schon etwas damit zu tun, dass wir auswärts eher reagieren können, etwas abwartender spielen. In der AOL Arena müssen wir zumeist das Spiel machen, die gegnerischen Mannschaften warten ab und stehen defensiv sehr kompakt. Dann ist es natürlich für jede Mannschaft schwer. Dennoch müssen wir daran arbeiten, denn wir haben genügend Potential im Kader, auch dann die Spiele zu gewinnen.

Inwiefern war der UI Cup vor dem Spiel noch ein Thema?

Trochowski: Wir alle würden lügen, wenn wir sagen, dass es überhaupt kein Thema war. Man liebäugelt schon, denn es war ja möglich. Dennoch stand für uns an erster Stelle, das Spiel gegen den VfL Bochum zu gewinnen. Da uns dies nicht gelungen ist, müssen wir jetzt nicht mehr an den UI Cup denken. Wir haben noch zwei schwere Spiele, die wir unbedingt positiv gestalten wollen.

Hinter den Klassenerhalt können sie bei sechs Punkten und 20 Toren Vorsprung auf die Abstiegszone praktisch ein Häkchen setzen. Überwiegt denn die Freude trotz einer Saison, die alles in allem doch sehr enttäuschend verlaufen ist?

Trochowski: Man ist sicher erleichtert, das stimmt. Aber Freude kommt nicht auf. Wir sind froh, dass wir die Klasse so gut wie gehalten haben, denn nach der Hinrunde stand das sicher auf sehr wackligen Beinen. Da wir uns alle diese Spielzeit aber ganz anders vorgestellt haben, ist die Enttäuschung immer mit dabei.

Welche Lehren muss der Klub ziehen, um nächste Saison wieder seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden?

Trochowski: Es ist nicht meine Aufgabe, hier über diese Dinge zu sprechen. Wir haben im Verein die richtigen Leute, die sicher die richtigen Entscheidungen treffen werden. Davon bin ich absolut überzeugt. Wir wollen als Mannschaft wieder erfolgreich Fußball spielen. Das ist das Wichtigste.

Der Club ist bereits für den UEFA Cup qualifiziert, möchte aber noch den fünften Platz erreichen. Warum bekommen die Zuschauer am Samstag im easyCredit-Stadion ein gutes Spiel zu sehen?

Trochowski: Ich denke, die Zuschauer bekommen ein gutes Spiel zu sehen. Nürnberg hat die ganze Serie bewiesen, dass sie eine starke Mannschaft haben. Bei uns ist ein bisschen der Druck weg, und wir sind auswärts immer gefährlich. Wir möchten unbedingt mit einem positiven Ergebnis wieder zurück nach Hamburg fahren.

Für Nürnberg ist die UEFA-Cup-Teilnahme ein Riesenerfolg. Zudem kann der 1.FCN noch das DFB-Pokal-Finale gewinnen. Was sagen Sie zur Entwicklung des Clubs?

Trochowski: Wie bereits erwähnt, die Nürnberger haben viele starke Spieler. Zudem spielen sie immer gefährlich nach vorne mit zwei Außenstürmern. Großen Anteil hat sicher auch Trainer Hans Meyer, der anscheinend einen sehr guten Job bei den Franken macht. Wir sind auf einen starken, unangenehmen Gegner vorbereitet.

In einem Interview mit der "Sportbild" haben Sie sich vor drei Wochen über Ihre Rolle als Reservist beklagt. Trainer Huub Stevens forderte daraufhin in einem Gespräch, dass Sie ihr Potenzial mehr ausschöpfen müssten. Viel hat sich seitdem an Ihren Einsatzzeiten nicht geändert...

Trochowski: Solche Phasen gibt es für einen Fußballer immer mal. Ich gebe weiter Gas, in jedem Training und in jedem Spiel. Ich bin sicher, dass ich in Zukunft wieder meine Einsatzzeiten bekomme und auch wieder von Beginn an spiele.

Uns fällt auf, dass Sie oft versuchen, den riskanten Pass in die Spitze zu spielen, der aber naturgemäß nicht immer ankommen kann. Wollen Sie auch in Zukunft an Ihrer mutigen Spielweise festhalten?

Trochowski: Das ist meine Art zu spielen. Ich versuche gern etwas, spiele auch mal mit Risiko. Nur wenn man sich etwas traut, wird man auch belohnt. Dass nicht jeder Pass ankommen kann, ist dabei auch klar.

Danke, Piotr Trochowski.

Unter Kirchers Leitung noch ungeschlagen

Bringt Knut Kircher dem Club zum fünften Mal keine Niederlage?

Nürnberg - Das Heimspiel des 1. FC Nürnberg gegen den Hamburger SV am Samstag (easyCredit-Stadion, 15.30 Uhr) wird geleitet von Knut Kircher. Der 38-jährige Maschinenbauingenieur aus Rottenburg pfeift für den TSV Hirschau. Kircher leitete in dieser Spielzeit die Partien des 1. FC Nürnberg bei Eintracht Frankfurt (2:2), beim VfL Bochum (2:0), bei Borussia Dortmund (0:0), und die Pokalbegegnung gegen die SpVgg Unterhaching (2:1 n.E.).

In Acht nehmen müssen sich vor Kircher die Cluberer Andreas Wolf (14), Javier Pinola (9) sowie Ivica Banovic und Ivan Saenko (4), die bei einer weiteren Gelben Karte für das letzte Saisonspiel in Hannover Gelb-gesperrt wären.