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Mathias Zeck von Radio Gong 97,1 mit der Vorschau aufs Heimspiel des 1.FCN gegen Alemannia Aachen.

Erste Option offen halten

Nürnberg - Sechs Spieltage stehen noch aus, und die Fans des 1. FC Nürnberg träumen vom UEFA-Pokal. Kein Wunder. "Wir haben die Chance, unsere starke Saison über zwei Wege zu vergolden", sagt Club-Manager Martin Bader. "Der eine Weg ist die Bundesliga - und nur das interessiert erstmal." Denn obwohl der Club mit einem Sieg im Pokal-Halbfinale am nächsten Dienstag gegen Frankfurt theoretisch das Ticket für den europäischen Fußball lösen könnte, gilt es zunächst einmal, die erste Option auf das internationale Geschäft offen zu halten - am Samstag (14.04.07, 15.30 Uhr) mit einem "Dreier" im easyCredit-Stadion gegen Alemannia Aachen.

Nur einen einzigen Punkt hinter Bayer Leverkusen rangiert der 1.FCN in der Tabelle. Den fünften Platz, den die Rheinländer vor ihrem Gastspiel am Sonntag bei den Münchner Bayern belegen, könnte der Club mit einem "Dreier" gegen Aachen zurückerobern. Und in der Folgewoche dann mit breiter Brust zum direkten Duell in die BayArena reisen. Bader warnt jedoch davor, das Heimspiel gegen die Alemannia auf die leichte Schulter zu nehmen: "Auswärts ist Aachen stärker als wir, hat mit 15 Zählern einen Punkt mehr geholt. Es kann ein Geduldsspiel wie gegen Cottbus werden." Womöglich auch ein torreiches, sollte sich die Tendenz aus der Vergangenheit mit 20 Toren in fünf Begegnungen fortsetzen.

Meyer: Keine Angst, aber Respekt

"Diese Woche, die jetzt auf uns wartet, ist schon etwas Besonderes. Wenn wir jetzt alles verlieren würden, dann wäre es trotzdem eine ordentliche Saison, die Beste seit Jahrzehnten", meinte Trainer Hans Meyer bei der Pressekonferenz am Donnerstag. "Wenn wir am Ende Siebter werden und im Halbfinale gegen Frankfurt verlieren, dann ist bei mir die Enttäuschung zwar nicht ganz so groß, aber natürlich wäre die Enttäuschung auch da." 

Mit Blick auf den nächsten Gegner, bei dem der Ex-Cluberer Kristian Nicht für den verletzten Stephan Straub das Tor hüten wird, sagt Meyer: "Wir haben vor Aachen sicher keine Angst, aber wir haben viel Respekt. Sie spielen auswärts ganz stark." Belege dafür sind u. a. das 3:0 bei Hannover 96 und der 3:1-Erfolg in Mainz. Im Falle eines weiteren "Dreiers" würden die zwölftplatzierten Gäste aus der Kaiserstadt dem Klassenerhalt ein großes Stück näher rücken.

Gresko und Mnari brauchen noch Zeit

Im easyCredit-Stadion soll es für die "Kartoffelkäfer" aber nichts zu knabbern geben, auch wenn der Club mit Personalproblemen zu kämpfen hat: Dominik Reinhardt fehlt ebenso wegen eines Muskelfaserrisses wie Robert Vittek. Auch Vratislav Gresko (Oberschenkelzerrung) und Jaouhar Mnari (Rückstand nach Knie-OP) sind noch kein Thema. "Am Samstag spielen sie sicher nicht, und damit ist auch ausgeschlossen, dass sie am Dienstag beginnen können", klärte Meyer auf.

"Es ist nicht schön, dass wir jetzt, wo wir in dieser fantastischen Saison noch einen draufsetzen könnten, nicht aus dem Vollen schöpfen können. Aber der Kader ist breit genug", so der Coach. Neu im Aufgebot stehen Matthew Spiranovic, Thomas Paulus und Gerald Sibon. Für Ivan Saenko gilt weiterhin die Maxime: Aufpassen! Bei einer weiteren Gelben Karte muss der Russe eine Zwangspause einlegen.

Rösler: "Wir können es packen!"

Der pure Wille: Sascha Rösler (li.) und Teamkollege "Matze" Lehmann

Nürnberg - Immer ein Vorbild an Einsatzbereitschaft, dazu ein guter Fußballer mit tollen Anlagen - diese Beschreibung passt zu Sascha Rösler, Offensivspieler von Alemannia Aachen. Der 29-Jährige galt einst als riesen Talent, sorgte nach dem Bundesliga-Aufstieg mit Ulm unter Ralf Rangnick für Furore, wechselte dann aber zu 1860 München.

Ohne Bundesliga-Einsatz bei den Löwen ging es für Rösler daraufhin zurück in die zweite Liga. Mit Aachen ist er nun wieder im Oberhaus und möchte am Samstag (14.04.07) beim 1. FC Nürnberg mit seinem Team endlich den nächsten Schritt Richtung Klassenerhalt machen. fcn.de interviewte den Linksfuß.


Sascha Rösler, danke, dass Sie sich für fcn.de Zeit genommen haben. Die letzten beiden Spiele hat Alemannia Aachen verloren und dabei sieben Gegentore kassiert. Was ist in Stuttgart und gegen Dortmund schief gelaufen?

Sascha Rösler: In Stuttgart haben wir gut gespielt, am Ende mussten wir aber ein unglückliches Gegentor hinnehmen. Als wir dann aufmachen mussten, fiel auch noch das dritte. Gegen Dortmund hatten wir einen richtig schlechten Tag, da ging alles schief. Solche Tage gibt es halt.

Aachen stand in dieser Saison erst einmal unter dem Strich. Das war am 2. Spieltag. Wie zuversichtlich sind Sie, dass es dabei bis zum Ende bleibt?

Rösler: Natürlich bin ich hundertprozentig sicher, dass es so bleibt. Wir haben es geschafft, bis zum jetzigen Zeitpunkt über dem Strich zu stehen, also können wir es auch bis zum Ende packen!

Einschließlich dem Siebten Wolfsburg kämpfen noch zwölf (!) Mannschaften gegen den Abstieg - und das sechs Spieltage vor Schluss. Was gibt am Ende den Ausschlag, wer drin bleibt?

Rösler: Die psychische Belastung wird sehr hoch sein. Der Kopf wird am Ende ein wichtiger Faktor sein.

Fünf Tore und sechs Assists haben Sie bislang zum Ziel Klassenerhalt beigetragen. Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Leistungen in dieser Spielzeit?

Rösler: Ich bin recht zufrieden, wenn man bedenkt, dass ich im Winter einen Mittelfußbruch hatte. Richtig gut wird die Saison für mich erst, wenn wir den Klassenerhalt geschafft haben.

Am Samstag geht's für Ihr Team zum 1. FC Nürnberg. Was beeindruckt Sie am meisten an der Mannschaft von Trainer Hans Meyer?

Rösler: Die Nürnberger haben sich richtig in der Liga fest gespielt. Diese Saison sind sie konstant im oberen Drittel zu finden. Man hat das Gefühl, dass in Nürnberg ein Team mit richtig guter Perspektive entsteht. Es war sicher eine gute Entscheidung, Hans Meyer zu holen. Das hat deutlich zur Stabilisierung des Vereins beigetragen.

Rein vom Papier her spricht vieles für einen Sieg des 1.FCN. Mit welcher Marschroute wird die Alemannia ins Spiel gehen?

Rösler: Wir werden versuchen kompakt zu stehen. Sicher wird die Priorität zunächst auf der Defensive liegen. Nach Ballgewinn wollen wir dann schnelle Konter setzen.

An die Hinrunden-Begegnung am Tivoli erinnert sich der Club nur zu genau. Von 30 Torschüssen ging nur einer ins Tor, der späte Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit setzte dem Ganzen die Krone auf. Erwarten Sie im easyCredit-Stadion eine ähnliche einseitige Partie?

Rösler: Ich hoffe es nicht. Im Hinspiel hatten wir wirklich viel Glück. Diesmal wollen wir die Partie ausgeglichener gestalten und dem Club nicht so viele Möglichkeiten gestatten. Wir sollten uns nicht darauf verlassen, dass sie noch einmal so großzügig mit ihren Chancen umgehen.

Kinhöfer pfeift

Gute Laune und gute Bilanz bei Clubspielen: Thorsten Kinhöfer

Nürnberg - Thorsten Kinhöfer wird am Samstag (14.04.07) das Heimspiel des 1. FC Nürnberg gegen Alemannia Aachen leiten. Damit pfeift der 38-Jährige Controller aus Herne seine 70. Partie in der Bundesliga. Sein Debüt feierte der FIFA-Referee in der Saison 2001/02. Zudem standen unter seiner Regie jeweils ein Qualifikationsspiel im UEFA Cup und in der Champions League. Im DFB-Pokal war Kinhöfer bisher zwölfmal der "schwarze Mann".

Die Nürnberger haben in dieser Saison bereits gute Erfahrungen mit dem 1,92-Meter-Mann gemacht. Sowohl beim 0:0 bei Bayern München in der Hinrunde als auch beim 1:0-Erfolg gegen Energie Cottbus am 22. Spieltag blieben die Cluberer ungeschlagen. Auch die Bilanz der bisherigen zehn Partien unter Kinhöfers Leitung kann sich sehen lassen: fünf Siegen stehen zwei Unentschieden und drei Niederlagen gegenüber. Die Heimstatistik fällt sogar noch besser aus: Viermal gewann der 1.FCN, einmal trennte man sich unentschieden und einmal verlor der Club.

Unterstützt wird Kinhöfer im easyCredit-Stadion von Detlef Scheppe und André Stachowiak, vierter DFB-Offizieller ist Harald Sather.