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Monika Werft von Radio Gong 97,1 mit dem Rückblick aufs Auswärtsspiel des 1.FCN bei Werder Bremen.

Meyer: "Eine Pyrrhus-Niederlage"

Ständiger Begleiter von Diego: Marco Engelhardt (li.)

Bremen - Erkämpft man sich einen Erfolg teuer - etwa durch Verletzungen - spricht man von einem Pyrrhus-Sieg. Weil der 1. FC Nürnberg am Ostersonntag (08.04.07) trotz toller Defensiv-Leistung und einiger guten Chancen bei Werder Bremen mit 0:1 (0:0) das Spiel und dazu noch zwei verletzte Slowaken verlor, sprach Trainer Hans Meyer in der Pressekonferenz nach dem Spiel von einer Pyrrhus-Niederlage.

Mit zu Bremen-Coach Thomas Schaaf gerichtetem Blick verabschiedete sich der 64-Jährige gewohnt humorig: "Dir, Thomas, wünsche ich alles Gute für die restliche Saison. Ich weiß, dass nicht jede Mannschaft so abwehrstark wie unsere ist, du wirst es demnächst leichter haben." fcn.de hat für euch Stimmen zum Spiel.


Marco Engelhardt (1.FCN): "Wir haben es den Bremern so schwer wie möglich gemacht und kriegen dann so ein Dreckstor rein. Ansonsten haben wir unsere Sache auswärts gut gemacht, sehr diszipliniert gespielt. Wenn wir in der ein oder anderen Situation den Ball besser zirkulieren lassen in den eigenen Reihen - was durchaus möglich war - dann hätten wir auch mehr klare Chancen, um hier was mitzunehmen. Dass Leverkusen 0:3 hinten lag, habe ich über die Anzeigetafel mitbekommen. Wir müssen aber auf uns schauen, da können die Leverkusener machen, was sie wollen."

Trainer Hans Meyer (1.FCN): "Wir haben - das Hinspiel eingerechnet - zweimal so gespielt, dass ich persönlich der Meinung bin, dass wir mit unseren Jungs, auch wenn wir nicht einen Punkt geholt haben, durchaus zufrieden sein können. Wir haben auch in Bremen gezeigt, dass wir uns momentan nicht verstecken müssen, auch wenn wir zwischenzeitlich ein paar Probleme mit der Besetzung haben. Wenn Mnari, Reinhardt und jetzt auch Vittek ausfallen, dann drückt uns das schon mehr als Werder Bremen, Bayern oder Schalke. Das hängt ganz einfach damit zusammen, dass die Breite unseres Kaders dann vielleicht doch nicht höheren Ansprüchen genügt. Mit der Art und Weise, wie wir es Thomas Schaafs Mannschaft schwer gemacht haben, bin ich sehr einverstanden. Taktisch gesehen war es ein sehr interessantes Spiel. Wenn wir 1:0 gewonnen hätten, wäre es ein Pyrrhus-Sieg, jetzt muss ich von einer Pyrrhus-Niederlage sprechen. Das Schlimmste an dieser Niederlage ist für mich, dass sich Robert Vittek eine schwere Muskelverletzung zugezogen hat.

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): "Es war so schwer, wie wir es erwartet hatten. Wir wussten, dass es gegen Nürnberg wenige Möglichkeiten geben wird und dass wir davon eine nutzen müssen. Man hat gesehen, dass Nürnberg eine hervorragende Saison spielt. Sie haben eine sehr gute Mannschaft, die unheimlich diszipliniert agiert, laufstark ist und die Zweikämpfe annimmt. Uns war klar, dass es ein Geduldsspiel werden würde, dass man immer dran bleiben muss und nicht einmal abschalten darf, dass man auch hohes Risiko gehen muss und sich dem Gegner auch Chancen bieten. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Nürnberg wünschen wir alles Gute, auch für den Pokal.  

Vittek und Gresko fallen aus

Pechvogel Robert Vittek (re.) fällt auf unbestimmte Zeit aus

Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg muss auf unbestimmte Zeit auf Robert Vittek verzichten. Der slowakische Angreifer zog sich bei der 0:1-Niederlage bei Werder Bremen vermutlich einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zu. Auch Vratislav Gresko fällt aus.

Vittek musste nach rund 70 Minuten im Weserstadion mit einer Trage vom Platz gebracht werden. Endgültige Aufklärung über das Ausmaß der Verletzung im rechten Oberschenkel soll eine Kernspintomographie am Dienstag in der Praxis von Club-Mannschaftsarzt Dr. Jochen Gruber geben.

Gresko: Verdacht nicht bestätigt

Wann Vittek wieder eingesetzt werden kann, ist derzeit völlig offen. Der Nationalspieler ist Zweiter in der internen Scorerliste des Club mit vier Toren und sieben Vorlagen.

Bei Vratislav Gresko hingegen, der bereits nach gut 20 Minuten vom Platz humpelte, hat sich der Verdacht auf einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel nicht bestätigt. Der Slowake, der am Dienstag noch einmal per Ultraschall untersucht wird, scheint mit einer schweren Zerrung davon gekommen zu sein, fällt aber vorerst ebenfalls aus. fcn.de wünscht beiden natürlich gute Besserung und baldige Genesung!