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2:2 nach furiosem Schlussspurt

Zähes Ringen: Tomas Galasek (li.) wird bedrängt von Alex Meier

Nürnberg - Kein Sieger in der ersten Runde des Duells mit Eintracht Frankfurt. Gut fünf Wochen vor dem Aufeinandertreffen beider Teams im Pokal-Halbfinale trennte sich der 1. FCN von den Hessen am Freitagabend (09.03.07) im Liga-Vergleich mit 2:2 (0:1). Vor 44.055 Zuschauern im easyCredit-Stadion hatte Sotirios Kyrgiakos die Gäste in der 26. Minute mit 1:0 in Führung gebracht, ehe Naohiro Takahara sogar auf 2:0 erhöhte (69.). Doch mit großer Moral retteten die Hausherren in einer mitreißenden Schlussphase durch das Eigentor von Christoph Spycher (81.) und den Treffer von Robert Vittek (87.) doch noch einen Zähler.

Mit dem ersten Punktgewinn nach zuvor zwei Niederlagen in Folge und seinem 13. Remis in dieser Saison verteidigte das Team von Trainer Hans Meyer zwar den fünften Tabellenplatz, kann aber noch von Leverkusen - am Sonntag zu Gast beim Hamburger SV - verdrängt werden. Zudem hielt die schwarze Serie gegen "Angstgegner" Frankfurt an - mehr als 20 Jahre liegt der letzte Heimsieg schon zurück. Dagegen gingen die Hessen zum zwölften Mal hintereinander in einem Bundesliga-Duell mit den Franken ungeschlagen vom Platz. Die Mannschaft von Coach Friedhelm Funkel, die vorübergehend die Abstiegsränge verließ und auf Rang 14 kletterte, muss allerdings nach wie vor um den Klassenerhalt bangen. Bochum, Bielefeld und auch Mainz können am Samstag allesamt noch vorbeiziehen und die Eintracht bis auf den vorletzten Tabellenplatz durchreichen.

Club dominiert, Eintracht trifft

20 Minuten dauerte es, bis erstmals ein Hauch von Torgefahr entstand. Eine abgefälschte Flanke von Dominik Reinhardt war knapp links am Gäste-Kasten vorbeigegangen. Das Geschehen spielte sich fast ausschließlich in der Frankfurter Hälfte ab, doch der Club schaffte es nicht, seine Überlegenheit in Torchancen umzumünzen. Gegen die sehr defensiv stehende und häufig doppelnde Eintracht fehlte es an Bewegung und Präzision im Passspiel.

Mitte der ersten Hälfte trat Albert Streit dann eine Ecke von rechts und Kyrgiakos wuchtete den Ball am Fünfer in die Maschen - 0:1 (26.). Der Grieche, wie Michael Thurk und Christoph Preuß in die Frankfurter Startelf gerückt, hatte sich im Luftduell mit Michael Beauchamp durchgesetzt. Raphael Schäfer und Javier Pinola blieben auf der Linie chancenlos (26.). Der argentinische Linksverteidiger war wie Andreas Wolf in die Viererkette zurückgekehrt - Marek Nikl und Jan Kristiansen blieben dafür draußen - und hatte die letzte Chance im ersten Durchgang. Pinolas Rechtsschuss landete aber vier Meter rechts neben dem Kasten (40.).

Nürnberg überlegen, Frankfurt erfolgreich

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Ivan Saenko hatte sich auf links durchgesetzt, spielte Doppelpass mit Vittek und drang in den Strafraum ein. Frei vor Torwart Oka Nikolov versuchte der Russe das Leder dann in der kurzen Ecke unterzubringen, schob es aber stattdessen links neben das Tor (46.). Neun Minuten später zappelte der Ball dann im Netz, doch diesmal hatte Schiedsrichter Florian Meyer Vitteks Treffer wegen einer Abseitsstellung von Vorbereiter Pinola abgepfiffen. Eine weitere Chance von Reinhardt kratzte Spycher von der Linie (61.).

Der Club kontrollierte die Partie, kam durch Polak nach Wolfs Zuspiel zur nächsten Gelegenheit (67.). Frankfurt igelte sich ein und fuhr nur selten Konter. Einer davon führte dann jedoch zum 0:2. Nach einem langen Ball von Alexander Meier lieferten sich Preuß und Pinola im Nürnberger Strafraum einen Zweikampf. Pinola brachte Preuß zu Fall, doch Schiedsrichter Meyer ließ weiterlaufen, denn Takahara konnte anschließend freistehend aus wenigen Metern abstauben (69.). Der Kopfball von Marco Engelhardt, einer von drei Eingewechselten beim Club, landete dagegen in Nikolovs Armen (77.).

Aufholjagd belohnt

Vier Minuten später zahlte sich das Anrennen der Cluberer dann aber doch noch aus: Pinola war durchgestartet und hatte im Strafraum abgezogen. Nikolov wehrte ab - aber genau zu Spycher, von dessen Stirn der Ball über die Linie sprang - nur noch 1:2 (81.). Die Gastgeber warfen angepeitscht von ihren Fans auf den Rängen alles nach vorne und erzielten drei Minuten vor Schluss auch noch den verdienten 2:2-Ausgleich. Vittek hatte sich am Strafraum gegen vier Frankfurter durchgesetzt und den Ball dann gekonnt durch Nikolovs Beine über die Linie geschoben (87.) - sein vierter Saison- und 25. Bundesligatreffer. Der Club strebte nun den Sieg an, doch mehr als ein Außennetz-Treffer von Chhunly Pagenburg in der Nachspielzeit sprang leider nicht mehr heraus (90.).

Nächste Woche Samstag (17.03.07, 15.30 Uhr) steht ein Auswärtsspiel auf dem Programm. Gegner Borussia Dortmund belegt vor seinem Gastspiel in Bochum an diesem Samstag den zehnten Platz und braucht dringend Punkte, um Distanz auf die Abstiegsplätze zu halten.


Das Spiel im Stenogramm:

1. FC Nürnberg: Schäfer - Reinhardt, Wolf, Beauchamp, Pinola - Galasek - Banovic (46. Engelhardt), Gresko (65. Sibon) - Polak (78. Pagenburg), Vittek, Saenko

Eintracht Frankfurt: Nikolov - Ochs, Russ, Kyrgiakos, Spycher - Fink - Streit (68. Huggel), Meier, Preuß - Takahara, Thurk (88. Chris)

Tore: 0:1 Kyrgiakos (26.), 0:2 Takahara (69.), 1:2 Spycher (81., Eigentor), 2:2 Vittek (87.)

Zuschauer: 44.055

Schiedsrichter: Meyer

Gelbe Karten: Polak/Ochs, Streit, Meier

Gelb-Rote Karten: -/-

Rote Karten: -/-

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