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Viel Brisanz im Flutlicht-Derby

Nürnberg - In seinem zweiten Freitagabendspiel der Saison empfängt der 1. FC Nürnberg im easyCredit-Stadion den FC Bayern München (02.01.07, 20.30 Uhr). Der Club ist seit acht Spielen ungeschlagen und nach der Winterpause noch unbesiegt - diese Serie sollte möglichst nach dem 48. Fränkisch-bayerischen Derby immer noch Bestand haben. Tomas Galasek aber weiß: "Einen Sieg zu erringen, wäre ganz, ganz schwer. Doch wenn alle auf den Tribünen von der ersten bis zur letzten Minute mithelfen und uns unterstützen - dann kann es klappen!"

Hans Meyer schickt fast denselben Kader ins Rennen wie in den letzten Bundesligaspielen. Definitiv fit ist Raphael Schäfer, der nach seiner Kapselzerrung Entwarnung und "grünes Licht" für einen Einsatz gab. Fraglich ist noch das Mitwirken von Marek Nikl (Prellung am Oberschenkel). Der Tscheche wurde mit Blutegeln behandelt und würde bei einem Ausfall entweder von Matthew Spiranovic, Thomas Paulus oder Michael Beauchamp vertreten. Letztgenannter, der in den letzten beiden Partien fehlte, rückte als 19. Mann ins Aufgebot.

Meyer: "Wir sind der Außenseiter, daran ändert sich nichts"

Der Club-Coach musste sich in der Pressekonferenz am Donnerstag vor allem Fragen zum Gegner stellen lassen. Nicht wirklich verwunderlich, nachdem am Mittwoch überraschenderweise Bayern-Trainer Felix Magath beurlaubt und Ottmar Hitzfeld als dessen Nachfolger vorgestellt wurde. Angesprochen darauf, welchen Effekt dieser Personalwechsel auf die Partie habe, meinte Meyer: "Für uns wird sich dadurch gar nichts ändern. Wir sind immer noch die Außenseiter in diesem Spiel. An dieser Rolle wird sich auch in den nächsten zehn Jahren gegen diesen Verein nichts ändern."

Hitzfeld, der am Donnerstag bereits das Training beim FCB leitete und seinen "Spezi" Michael Henke als Co. zur Seite gestellt bekommt, wird die Münchener bis Saisonende betreuen. Viel Zeit für die Vorbereitung mit seinen Spielern bleibt ihm also nicht. "Ich glaube unter normalen Umständen nicht daran, dass ein neuer Trainer in zwei Tagen viel bewegen kann. Das einzige, was Ottmar schaffen kann, ist durch seine Präsenz in den Köpfen der Spieler etwas zu bewirken. Er kennt Teile der Mannschaft und den ganzen Verein sehr gut, da kann er vieles ansprechen", sagte Meyer. 

Hitzfeld will noch Meister werden

Mit einer Kampfansage an die Konkurrenz dokumentierte Hitzfeld, welche Ziele die Münchner in dieser Saison noch verfolgen werden: "Ich werde den Spielern klar machen, dass wir nach wie vor darum kämpfen, Deutscher Meister zu werden und das Unmögliche zu schaffen." Nach den beiden sieglosen Spielen in der Rückrunde (2:3 in Dortmund, 0:0 gegen Bochum) beträgt der Abstand zu den ärgsten Konkurrenten im Titelrennen Bremen und Schalke schon acht Punkte; selbst der VfB Stuttgart zog an den Bayern vorbei.

Der 1.FCN befindet sich auf Platz sieben, mit Tuchfühlung zu den UEFA-Cup-Rängen, hat nur drei Zähler Rückstand zum Fünften, Hertha BSC. Eine tolle Momentaufnahme, die Beachtung verdient. Auf die Frage, ob es ein Vorteil sei, dass alle nur über die Bayern sprechen, antwortete Meyer schelmisch: "Wir sind doch gewohnt, dass man sich nicht so sehr um uns kümmert. Das ist auch normal."

Club vs. Bayern: Weiner pfeift

Der Mann in Schwarz: Michael Weiner pfeift am Freitagabend

Frankfurt/M. - Schiedsrichter Michael Weiner leitet das Heimspiel des 1. FC Nürnberg am Freitagabend (02.02.07, 20.30 Uhr) gegen den FC Bayern München. Der 37-jährige Polizeibeamte aus dem niedersächsischen Giesen pfeift für den TSV Ottenstein. In der höchsten deutschen Spielklasse ist Weiner seit der Saison 1998/99 aktiv und hat seitdem 103 Erstliga-Spiele über die Bühne gebracht.

In dieser Saison kam der FIFA-Schiedsrichter in der Bundesliga bislang neunmal zum Einsatz, darunter auch in zwei Begegnungen mit Club-Beteiligung - dem 1:1 in Cottbus und 0:0 gegen Schalke.

Grudzinski, Voss und Salver vervollständigen das Quartett

Insgesamt pfiff Weiner den 1.FCN 16-mal, so oft wie keinen anderen Bundesligisten. Die Bilanz aus Sicht der Franken ist mit vier Siegen, sechs Unentschieden sowie sechs Niederlagen negativ.

Weiner stand auch beim letzten fränkisch-bayerischen Derby im easyCredit-Stadion in der Hinrunde der vergangenen Spielzeit auf dem Platz (1:2). An den Seitenlinien assistieren dem FIFA-Schiedsrichter am Freitagabend Norbert Grudzinski und Kai Voss, vierter DFB-Offizieller ist Jan-Hendrik Salver.