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Dortmund: kein gutes Pflaster

Die Enttäuschung über die Niederlage war den Cluberern anzusehen

Das Westfalenstadion bleibt auch nach der Umbenennung in Signal Iduna Park für den 1. FC Nürnberg kein gutes Pflaster. Nach einer alles in allem enttäuschenden Leistung gingen die Nürnberger auswärts wie schon in Stuttgart erneut als Verlierer vom Platz. Die Dortmunder gewannen vollkommen verdient durch zwei Tore Florian Kringes mit 2:1 (1:1) vor 70.700 Zuschauern. Die Spieler von Trainer Hans Meyer konnten den Westfalen zu wenig entgegensetzen und kamen nur nach einer Standardsituation zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Da gleichzeitig der Tabellensechzehnte Kaiserslautern gegen Hannover gewann, hat der Club die Klasse immer noch nicht endgültig gesichert. Drei Spieltag vor Schluss hat der 1. FC Nürnberg als Tabellenzehnter sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Mit einem Sieg über Gladbach im easyCredit-Stadion am 2. Mai könnte die Truppe von Hans Meyer endgültig alle Zweifel beseitigen.

Club-Trainer Hans Meyer musste auf den Gelb-gesperrten Argentinier Horacio Javier Pinola verzichten. Für ihn rückte der Kroate Ivica Banovic ins Mittelfeld. Im Sturm brachte der Nürnberger Erfolgscoach wieder Markus Schroth von Anfang an. Der am Ende der Saison zu Bayer Leverkusen wechselnde Youngster Stefan Kießling musste auf der Bank Platz nehmen.

Auf Dortmunder Seite musste Trainer Bert van Marwijk auf den tschechischen Mittelfeldmotor Thomas Rosicky wegen einer Grippe und Sebastion Kehl (gesperrt) verzichten. Für sie brachte der Holläner Marc-Andre Kruska und Nuri Sahin. Zudem stand für den Südafrikaner Delron Buckley der U21-Nationalspieler David Odonkor in der Anfangsformation.

Der pfeilschnelle Stürmer der Borussia brachte die Club-Abwehr auch gleich nach wenigen Sekunden in Verlegenheit, als er Andreas Wolf stehenließ und scharf nach innen flankte. Doch den Schuss des Ghanesen Mathew Amoah konnte Raphael Schäfer parieren. Borussia Dortmund drückte in den folgenden Minuten weiter aufs Tempo, ohne gefährlich vors Tor der Nürnberger zu kommen.

In der 12. Minute hatte der Club Pech. Schiedsrichter Peter Gagelmann pfiff den auf und davon stürmenden Robert Vittek wegen eines vorausgegangenen Fouls des Dortmunders Brzenska an Banovic zurück. Da hätte Gagelmann auf Vorteil entscheiden müssen. Der Referee aus dem hohen Norden sorgte im Verlauf der ersten Hälfte noch desöfteren mit zweifelhaften Vorteilsauslegungen für Unmut auf beiden Seiten.

In der 15. Minute waren dann Polak und Schäfer nicht auf der Höhe. Erst verpasste tschechische Nationalspieler einen weiten Pass Dedes, dann kam Schäfer den berühmten "Tick" zuspät aus dem Tor, so dass Florian Kringe über ihn hinweg zu seinem vierten Saisontor traf. In der Folgezeit bemühte sich der Club, Ruhe in das Spiel zu bringen und das stürmische Dortmunder Spiel zu unterbinden. Dies gelang den Mannen um Kapitän Mario Cantaluppi immer mehr - lediglich Andreas Wolf hatte immer wieder Probleme gegen Odonkor. Nach vorne konnten die Nürnberger jedoch auch keine Akzente setzen - bis Marek Nikl in der 29. Minute nach einem Eckball zur Stelle war und mit einem wunderbaren Kopfball sein zweites Tor in dieser Spielzeit machte.

Damit war der Dortmunder Elan vom Anfang endgültig gebrochen. Bis zur Halbzeit passierte nicht mehr viel. Lediglich der auf der rechten Abwehrseite agierende Dominik Reinhardt sah für das Festhalten von Dede kurz vor der Pause die gelbe Karte.

Die zweite Hälfte begann wie die erste. Dortmund spielte stürmisch nach vorne, während der Club vor allem versuchte, das Spiel zu beruhigen. Doch vor allem Odonkor sorgte immer wieder für Unruhe. Mehrmals konnte er sich gegen Wolf durchsetzen. In der 65. Minute konnte der Nürnberger Verteidiger den Stürmer nur durch ein Foul stoppen. Für die grobe Grätsche vewarnte ihn Gagelmann. Meyer nahm Wolf nach der "dunkelgelben" Karte vom Platz. Für ihn kam Benjanim Lense.

In der 76. Minute wurde das nachlässige Nürnberger Spiel bestraft. Nach einem hoch in den Strafraum geschlagenen Freistoß von Sahin konnte sich Kringe gegen Nikl und Banovic durchsetzen und sein fünftes Saisontor per Hinterkopf erzielen. Banovic war auch noch leicht dran, konnte den Ball aber nicht mehr ums Tor lenken. Keeper Schäfer war machtlos.

Der Club versuchte jetzt auf Offensive umzuschalten. Doch dies gelang den Spielern von Hans Meyer kaum. Auch der für Polak eingewechselte Kießling konnte keine entscheidenden Akzente setzen.


Borussia Dortmund:
Gentenaar - Degen, Brzenska (46. Metzelder), Wörns, Dede - Sahin (83. Caliskan), Kruska, Kringe - Smolarek, Amoah (66. Buckley), Odonkor

1. FC Nürnberg: Schäfer - Wolf (68. Lense), Nikl, Cantaluppi (80. Glauber), Reinhardt - Mnari, Banovic, Polak (77. Kießling) - Vittek, Schroth, Saenko

Tore: 1:0 Kringe (19.), 1:1 Nikl (30.), 2:1 Kringe (76.)

Schiedsrichter: Peter Gagelmann

Zuschauer: 70.700

Gelbe Karten: Brzenska (12.), Kruska (66.) - Reinhardt (44.), Wolf (65.), Lense (80.), Glauber (87.)