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Serie in Stuttgart gerissen

Eine unglückliche Niederlage für den Club, der im Gottlieb-Daimler-Stadion vor 35 000 Zuschauern lange einen Punktgewinn vor Augen hatte. Denn die Meyer-Elf war in Stuttgart nicht die schlechtere Mannschaft.

Die Heimelf wirkte über das komplette Spiel sehr verunsichert, brachte offensiv kaum zählbares zustande, die Nürnberger standen in der Defensive größtenteil sicher, hatten aber auch zu wenig Offensivaktionen zu bieten. Zudem spielte den Stuttgartern der Platzverweis für Glauber in die Karten.

Im ersten Durchgang boten beide Mannschaften eher magere Fußballkost, offensiv fehlten im Spiel beiderseits die nötigen Strukturen. Zunächst waren die Gäste aus Nürnberg, die zum sechsten Mal in Folge mit der gleichen Startformation aufliefen, die bestimmende Mannschaft, ohne aber zu großen Torgelegenheiten zu kommen. Robert Vittek zog bereits in der vierten Minute aus 16 Metern ab, sein Schuss ging aber vorbei. Für die Stuttgarter, die seit fünf Spielen auf einen Sieg warteten, versuchte es Danijel Luboja in der 16. Minute ebenfalls per Distanzschuss, scheiterte aber.

Nach gut einer halben Stunde wurden die Hausherren dann aktiver und hatten um die 35. Minute herum ihre beste Phase. Zunächst köpfte Silvio Meissner auf Freistoßflanke von Thomas Hitzlsberger auf das Nürnberger Gehäuse, aber Schlussmann Ralphael Schäfer fischte das Leder aus dem Eck (34.). Drei Minuten darauf faustete Schäfer einen Luboja-Schuss aus dem Gefahrenbereich, wieder nur eine Minute später strich ein Hitzlsberger-Schuss knapp vorbei. Allerdings dauerte dieser Stuttgarter Höhenflug nicht lange an, bis zur Pause ereignete sich nicht mehr allzu viel.

Im zweiten Durchgang übernahmen die Nürnberger wieder die Initiative, das Spiel blieb aber auf einem durchschnittlichen Niveau.  Javier Pinola prüfte nach 53 Minuten VFB-Schlussmann Timo Hildebrand, der nach seiner
Achillessehnenverletzung wieder im Tor stand, kurz darauf behielt Hildebrand im Duell mit dem eingewechselten Stefan Kießling die Oberhand (56.). Die wohl mit spielentscheidende Szene ereignete sich in der 62. Minute: Glauber sah von Schiedsrichter Lutz Wagner nach seinem Einsteigen gegen Tomasson die Ampelkarte.

Zehn Minuten vor dem Ende stand wieder das Schiedsrichtergespann im
Mittelpunkt. Einen Schuss von Robert Vittek ließ Hildebrand nach vorne prallen, Kießling setzte nach und schob den Ball zur Nürnberger Führung ein. Wagner und sein Linienrichter entschieden aber auf Abseits – eine ganz knappe Entscheidung.

Im Gegenzug dann der Stuttgarter Treffer, ein Versuch von Mario
Gomez konnte noch abgeblockt werden, im zweiten Anlauf schoss Tomasson aber zum 1:0 ein. In der verbleibenden Spielzeit mühte sich der Club in Unterzahl noch redlich, abgesehen von einem Banovic-Freistoß (85.) geriet das Stuttgarter Tor aber nicht mehr in Gefahr.

VfB Stuttgart: Hildebrand - Hinkel, Soldo (70. Cacau), Meira, Magnin - Tiffert, Meissner (60. Gentner), Hitzlsberger, Groenkjaer - Luboja (57. Gomez), Tomasson.

1. FC Nürnberg: Schäfer - Nikl, Cantaluppi, Glauber – Reinhardt, Mnari, Polak
(81. Banovic), Pinola - Vittek, Schroth (54. Kießling), Saenko (65. Wolf).

Tore:
1:0 Tomasson (81.).

Schiedsrichter:
Lutz Wagner.

Zuschauer:
35 000

Gelbe Karten:
Meira (65.), Tiffert (83.) - Glauber (46.), Cantaluppi (49.).

bes. Vorkomnisse:
Gelb-Rote Karte für Glauber (62.) wegen wiederholtem Foulspiel