Nachwuchs Donnerstag, 28.04.2022

Zurück zu den Wurzeln: Patrick Schönfeld übernimmt die U12

Im Duell mit Timmy Simons Foto: Zink

Er ist ein Kind des NLZ des 1. FC Nürnberg. Sieben Jahre spielte Patrick Schönfeld für den Club, ehe er auszog, auf ungewöhnlichen Pfaden noch den Sprung in den Profifußball zu schaffen.

Das Konzept ist bekannt: Bei der Wahl seiner Trainerteams versucht der 1. FC Nürnberg – wo immer das möglich ist – junge, ambitionierte Trainer mit ehemaligen Profis zusammenzuführen. Ziel ist es, die Trainerteams im NLZ dadurch möglichst breit aufzustellen und durch viel theoretisches und praktisches Wissen einfließen zu lassen.

Auch das U12-Trainerteam für die kommende Saison vereint solch eine Kombination. Ex-Profi Patrick Schönfeld (32) stößt neu zum Club. An seiner Seite werden sich noch zwei Co-Trainer um die Mannschaft kümmern. NLZ-Leiter Michael Wiesinger: „Wir haben mit Dreierteams bereits sehr gute Erfahrungen gemacht, weil wir hier noch individueller auf die Ausbildung unserer Spieler eingehen können.“

Auf dem zweiten Bildungsweg

Interessant: Obwohl Schönfeld seine Wurzeln im NLZ des 1. FC Nürnberg hatte, musste er einen weiten Weg durch die ganze Republik zurücklegen, ehe er wieder am Valznerweiher angekommen ist. Schönfeld: „Ich habe sieben Jahre im Club-Nachwuchs gespielt.“ Nach der C-Jugend schien der Traum vom Profifußball allerdings beendet. Vom Mittelfeldspieler zum rechten Verteidiger umfunktioniert ließ erst die Motivation und in Folge dessen auch die Leistung nach. Über Feucht und Lauf ging’s zum FSV Erlangen-Bruck. Das neue Ziel: Ein Lehramtsstudium.

Doch ein Probetraining bei Rot Weiß Oberhausen änderte alles. Quasi auf dem zweiten Bildungsweg gelang Schönfeld der Sprung in den bezahlten Fußball. Und dort hielt er sich dann auch elf Jahre. Oberhausen, Bielefeld, Aue, Braunschweig, Wehen Wiesbaden lauteten die Stationen. 152 Zweitligaspiele bestritt er insgesamt, mit der Eintracht klopfte er 2017 in der Relegation gegen Wolfsburg sogar ans Tor zur Bundesliga.

Als Fan im Block

Was kaum einer weiß: Den FCN trug Schönfeld in all den Jahren weiter im Herzen. „Ja, man kann schon sagen, dass ich Clubberer durch und durch geblieben bin.“ Das führte soweit, dass er in all den Jahren bei Auswärtsspielen in seiner Nähe immer wieder im Gästeblock auftauchte und den Franken die Daumen drückte.

Als es nach der aktiven Laufbahn wieder zurück nach Franken ging, führte der Weg zwangsläufig wieder an den Valznerweiher. „Es gab die Idee, dass ich als routinierter Spieler die U21 unterstützen soll. Allerdings war das körperlich nicht mehr machbar. Trotzdem habe ich noch unglaublich Lust, wieder auf dem Platz zu stehen und freue mich sehr, dass ich meine ersten Schritte als Trainer bei meinem Lieblingsverein gehen kann.“

Patrick Schönfeld vor der Wall of Fame

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