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Samstag, 07.05.2011

Wir werden dich vermissen, Marek!

1:2 gegen Hoffenheim gerät beim Tag der Abschiede in den Hintergrund.

Der 7. Mai 2011 wird in die Club-Geschichtsbücher eingehen. Es war ein Tag der Superlative und ein Tag der Abschiede. Zur Partie des 33. Spieltags gegen die TSG 1899 Hoffenheim feierte Club-Trainer Dieter Hecking sein 50. Spiel als Trainer auf der Bundesliga-Bank des 1. FC Nürnberg. Zum letzten Heimspiel der Saison knackte das easyCredit-Stadion die Marke des 15 Millionsten Besuchers in einem Bundesliga Spiel. Und dann gab es Emotionen über Emotionen…

Schon beim Einlaufen wurden die Mannschaften mit der größten Choreographie, die Nürnberg und die ganze Bundesliga jemals gesehen hat, begrüßt. Weit über 40.000 Zuschauer sorgten für einen einzigartigen Konfetti-Regen, den die Ultras Nürnberg 94 in mühevoller Kleinarbeit seit sechs Monaten vorbereitet hatten, um sich bei der Mannschaft für eine großartige Saison zu bedanken. Danke an die Initiatoren an dieser Stelle für diesen einmaligen Gänsehaut-Moment!

Tag der Abschiede 

Nicht nur sollte es der letzte Heimspieltag in der Saison 2010/11 werden, auch für Timo Ochs, Pascal Bieler, Mehmet Ekici, Julian Schieber und Ilkay Gündogan war es der letzte Auftritt vor heimischer Kulisse. Die Vorstände Martin Bader und Ralf Woy sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Schramm überreichten den fünf Akteuren, als Dank im Namen des 1. FC Nürnberg Collagen zur Erinnerung an ihre schönsten Momente beim Club.

Für die offizielle Verabschiedung Marek Mintals, in dessen Zeichen der Abend des 7. Mai stehen sollte, gab sich ein weiterer ganz besonderer die Ehre: Ehrenpräsident Michael A. Roth dankte unserem Torphantom persönlich für die vergangenen acht Jahre und überreichte ebenfalls den Bilderrahmen mit den denkwürdigsten Augenblicken seiner von 2003 bis 2011 währenden Club-Karriere. Schon um 15.30 Uhr war das Stadion und Mareks Kollegen wie Javier Pinola und Dominic Maroh zu Tränen gerührt. Doch Fußball wurde auch noch gespielt…

26 Minuten Marek

Der Club startete mit Dampf und Vorwärtsdrang in die Partie und wurde nach einem Freistoß von Mehmet Ekici bereits in der 16. Minute mit dem Führungstreffer belohnt. Philipp Wollscheid hatte mit seinen langen Beinen die flache Hereingabe „Memos“ an Mann, Maus und Keeper Starke vorbeibugsiert. Damit war für tolle Stimmung auch während der Partie gesorgt – nur der Fußballgott wollte nicht ganz mitspielen. Schon vor dem 1:0 hatte Christian Eigler das Leder zum x-ten Mal in dieser Saison an die Latte gehauen, in der 40. Minute fiel der Ausgleich der Hoffenheimer. Ein Freistoß der Kraichgauer fand Roberto Firmino, der per Kopf aus acht Metern unhaltbar einnetzte.

In Halbzeit zwei wurde der Ausgleich der Mainzer auf Schalke bekannt und Dieter Hecking gönnte Mehmet Ekici (für ihn kam Hegeler, 63.) und Ilkay Gündogan (Wechsel Mak, 77.) ihren verdienten Applaus für ein bzw. zweieinhalb tolle Jahre beim Club; und natürlich brachte er auch Marek Mintal (64.) für die letzten 26 Minuten in seinem Wohnzimmer. Leider war es ihm nicht vergönnt, trotz zahlreicher schön herausgespielter Chancen, den Führungstreffer aufzulegen oder gar selbst zu erzielen. Stattdessen legte Hoffenheim kurz vor Schluss nach (86.) – es sollte eben nicht sein.

Langer Abschied - vorerst 

Nach Abpfiff folgte der Abschied, den der Club, Marek Mintal und ganz Franken am liebsten von sich geschoben hätten. In einer langen Stadionrunde nahm sich die ganze Mannschaft viel Zeit und begleitete ihre Nummer 11 von der Haupttribüne, über die Südkurve und Gegengerade bis in die Nordkurve, die mit ihren „Marek, Marek Mintal“-Gesängen schon über die gesamten 90 Minuten ihrem Idol gehuldigt hatten.

Nach vielem Applaus, Tränen und Szenen, die sich nicht in Worte fassen lassen, war es schon lange nach Abpfiff der Partie, als Marek vor dem noch immer vollen Stadion das Mikrofon ergriff: „Ich möchte mich für die vergangenen acht Jahre bei den Fans bedanken. Ihr seid die besten Fans der Welt. Ihr habt mir immer Kraft gegeben, egal ob es gut oder schlecht lief, ihr habt immer hinter mir gestanden. Das werde ich nie vergessen. Ich liebe euch!“

Gänsehautmomente nach Abpfiff 

Zum Dank für diese Worte und auf Wunsch einer lebenden Legende stimmte das Achteck eigens für das Torphantom die Vereinshymne „Die Legende lebt“ zum Abschluss a Capella an. Unvergessliche Momente im Stadion, für die Club-Fans und allen voran für Marek Mintal.

Eine Legende, das Torphantom, ein Freund, Marek Mintal geht – wir werden dich nie vergessen!