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Profis Hintergründe Dienstag, 28.10.2014

"Wir waren teilweise zu naiv"

Foto: Picture Alliance

Nach der Niederlage in Darmstadt erklärte Trainer Valérien Ismaël, was ihm nicht gefallen hat. Der Club-Coach richtet den Blick allerdings schnell nach vorne und verfällt nicht in Tristesse.

Das altehrwürdige Merck-Stadion am Böllenfalltor hat schon einiges mitgemacht. Am Montagabend, 27.10.14, erlebte die Heimspielstätte des SV Darmstadt 98 allerdings eine Premiere. Zum allerersten Mal fand im Stadion der "Lilien" das sogenannte Topspiel der 2. Liga statt. Um 20.15 Uhr, zur besten Sendezeit, live im Free-TV und unter Flutlicht.

Für den 1. FC Nürnberg war es dagegen bereits das vierte Montagabendspiel dieser Saison. Unter Flutlicht hatte der Club gar die letzten drei Partien bestritten – und dabei sieben Punkte eingefahren. In Darmstadt wollte man diese Serie nun ausbauen, musste am Ende aber eine 0:3-Niederlage hinnehmen. "Ein Rückschlag", so Trainer Valérien Ismaël, der allerdings schon nach den letzten drei guten Auftritten auf dem Boden geblieben war und nicht auf die aufkommende Euphoriewelle aufspringen wollte.

Unnötige Gegentore

Dementsprechend verfiel der Club-Coach auch nach der Niederlage in Darmstadt nicht ins andere Extrem, sondern analysierte nüchtern und sachlich: "So etwas gehört zu einer Entwicklung dazu. Man darf nach einer Niederlage nicht alles schlecht reden." Der Franzose gestand aber ein, dass der Mannschaft in manchen Situationen "die letzte Konsequenz und Gier gefehlt hat. Da müssen die Jungs noch einen drauflegen. Wir waren teilweise zu naiv."

Vor allem beim zweiten und dritten Tor habe man es dem Gegner zu leicht gemacht, so Ismaël: "So dürfen diese Tore nicht fallen." Beim 0:1 durch Dominik Stroh-Engel hatten die Gastgeber allerdings von einer nicht geahndeten Abseitsstellung profitiert. "Das war knapp, aber es war eben Abseits. Wenn das Tor nicht fällt, gehen wir wahrscheinlich mit einem 0:0 in Pause", sagte Valérien Ismaël.

Samstag gegen den FC St. Pauli

Was den Fußballlehrer allerdings noch mehr ärgerte, waren die eigenen Chancen, die seine Mannen ungenutzt verstreichen ließen. "Wir haben in der ersten Halbzeit zwei, drei sehr gute Möglichkeiten herausgespielt. Daraus muss man eigentlich ein Tor machen. Uns haben vor dem Tor ein paar Prozent gefehlt."

Die fehlenden Prozentpunkte gilt es nun zum kommenden Heimspiel gegen den FC St. Pauli am Samstag, 01.11.14, um 13 Uhr (jetzt noch Tickets sichern!) herauszukitzeln. "Wir müssen unsere Lehren aus dem Spiel in Darmstadt ziehen", so Ismaël, der gegen den Kiezklub auf eine ähnlich tolle Unterstützung von den Rängen hofft, wie in den vergangenen Heimspielen: "Das kann der Mannschaft wieder einen Schub geben."

Spieldaten

11. Spieltag, 2. Bundesliga 2014/2015
3 : 0
Darmstadt 98
39. Dominik Stroh-Engel 1:0
70. Leon Balogun 2:0
82. Tobias Kempe 3:0
1. FC Nürnberg
Stadion
Stadion am Böllenfalltor
Datum
27.10.2014 19:15 Uhr
Schiedsrichter
Martin Petersen
Zuschauer
noch unbekannt

Aufstellung

Darmstadt 98
Mathenia - Balogun - Bregerie - Sulu - Holland - Behrens - Jungwirth (84. Gorka) - Heller (90. Ivana) - Gondorf (90. Sailer) - Kempe - Stroh-Engel
Reservebank
Platins, Gorka, Sirigu, Ivana, Exslager, König, Sailer
Trainer
Dirk Schuster
1. FC Nürnberg
Rakovsky - Celustka - Petrak - Stark - Bihr - Mössmer - Koch - Candeias (73. Pachonik) - Schöpf (68. Mlapa) - Füllkrug - Sylvestr
Reservebank
Sahin-Radlinger, Hovland, Pachonik, Pinola, Ramirez, Polak, Mlapa
Trainer
unbekannt

Ereignisse

20. min Spielstand: 0:0
Manuel Bihr

24. min Spielstand: 0:0
Florian Jungwirth

39. min Spielstand: 1:0
Dominik Stroh-Engel

53. min Spielstand: 1:0
Alessandro Schöpf

68. min Spielstand: 1:0
Peniel Kokou Mlapa kommt für Alessandro Schöpf

70. min Spielstand: 2:0
Leon Balogun

73. min Spielstand: 2:0
Tobias Pachonik kommt für Daniel Candeias

82. min Spielstand: 3:0
Tobias Kempe

84. min Spielstand: 3:0
Benjamin Gorka kommt für Florian Jungwirth

86. min Spielstand: 3:0
Tobias Pachonik

90. min Spielstand: 3:0
Milan Ivana kommt für Marcel Heller

90. min Spielstand: 3:0
Marco Sailer kommt für Jerome Gondorf