Interview Freitag, 18.10.2013

"Wir stehen mehr in der Pflicht als der Club"

Vor dem Spiel in Frankfurt sprach fcn.de mit Eintracht-Mittelfeldspieler Jan Rosenthal über das anstehende Duell und schlechte Erinnerungen an den Club.

Foto: Picture Alliance

fcn.de: Sie sind vor der aktuellen Spielzeit vom SC Freiburg zur Eintracht gewechselt. Wie haben Sie sich inzwischen eingelebt?

Jan Rosenthal: Beim Verein ging alles sehr schnell, die Mannschaft ist sehr offen. Bei der Stadt ist der Unterschied natürlich sehr groß und ich brauche noch etwas, das große Angebot zu filtern.

fcn.de: Mit Freiburg haben Sie sich für die Europa League qualifiziert, spielen mit Frankfurt jetzt im selben Wettbewerb. Welche Ziele haben Sie sich für diese Saison sowohl in der Bundesliga, als auch auf europäischer Ebene gesetzt?

Jan Rosenthal: In der Europa League würde ich schon gerne zwei, drei Runden in der K.O.-Phase spielen, es sieht ja gerade sehr gut aus, diese auch zu erreichen. In der Bundesliga hoffe ich einfach auf viele Einsätze, da gerade das zentrale Mittelfeld gut besetzt ist und dass die Leistung aus der letzten Saison vielleicht mit etwas mehr Konstanz bestätigt wird.

fcn.de: In der Bundesliga ist die Punkteausbeute der Eintracht in dieser Saison bislang noch nicht wie erwünscht. Beim 1. FC Nürnberg ist das ähnlich. Wer steht am Samstag mehr in der Pflicht, das Spiel zu gewinnen?

Jan Rosenthal: Ich denke fast, die Eintracht steht noch etwas mehr in der Pflicht, da wir ein Heimspiel haben, und die letzten drei Spiele sehr unnötig und vermeidbar über Standardsituationen hergegeben haben, sodass wir uns mit einem Unentschieden begnügen mussten.

fcn.de: Beim 1. FCN hat gerade ein Trainerwechsel stattgefunden. Aus Sicht des Gegners: Sind Mannschaften nach einem Trainerwechsel eher unangenehmer zu spielen oder spielt das überhaupt keine Rolle?

Jan Rosenthal: Das hängt ganz davon ab, aus welchen Gründen der Trainerwechsel vollzogen wurde: War das Mannschafts-Trainer-Verhältnis in Takt, nur die Leistungen schlecht und „nicht mehr möglich“, dann spielt ein Trainerwechsel in so kurzer Zeit erstmal keine Rolle. Lag es aber hauptsächlich an diesem Verhältnis, dann kann auch ein sehr „gelöster“ Effekt eintreten und es wird sehr schwer gegen solche neu motivierten Mannschaften.

fcn.de: Bislang konnten Sie persönlich in Ihrer Karriere noch nie ein Heimspiel gegen den Club gewinnen. Was stimmt Sie optimistisch, dass es diesmal klappt?

Jan Rosenthal: Dann ja die Tatsache, dass ich nicht dabei bin (wegen einer Verletzung, Anm. d. Red). Ich kannte diese Statistik nicht.

fcn.de: Ihr Tipp: Wo landet die Eintracht am Saisonende und wie läuft es für den 1. FCN?

Jan Rosenthal: Ich tippe ungern, aber die Eintracht landet meiner Meinung nach vor dem 1. FCN.

Spieldaten

9. Spieltag, Bundesliga 2013/2014
1 : 1
Eintracht Frankfurt
50. Michal Kadlec 1:0
1. FC Nürnberg
86. Josip Drmic 1:1
Stadion
Commerzbank Arena
Datum
19.10.2013 14:30 Uhr
Schiedsrichter
Christian Dingert
Zuschauer
noch unbekannt

Aufstellung

Eintracht Frankfurt
Trapp - Jung - Zambrano - Anderson - Oczipka - Rode (87. Lakic) - 18466 - Aigner (64. Celozzi) - 18466 (84. Lanig) - 18466 - Kadlec
Reservebank
Wiedwald, Celozzi, Lanig, Lakic, Djakpa, Inui, Joselu
Trainer
Armin Veh
1. FC Nürnberg
Schäfer - Chandler - Nilsson - Pogatetz - Pinola - Hasebe - Stark - Hloušek - Kiyotake (69. Drmic) - Plattenhardt - Pekhart (78. Colak)
Reservebank
Mak, Drmic, Colak, Rakovsky, Angha, ??, Gärtner
Trainer
Roger Prinzen

Ereignisse

26. min Spielstand: 0:0
Tomas Pekhart

37. min Spielstand: 0:0
Bamba Anderson

50. min Spielstand: 1:0
Michal Kadlec

60. min Spielstand: 1:0
Marvin Plattenhardt kommt für Robert Mak

64. min Spielstand: 1:0
Stefano Celozzi kommt für Stefan Aigner

67. min Spielstand: 1:0
Carlos Zambrano

69. min Spielstand: 1:0
Josip Drmic kommt für Hiroshi Kiyotake

73. min Spielstand: 1:0
Per Nilsson

78. min Spielstand: 1:0
Antonio-Mirko Colak kommt für Tomas Pekhart

84. min Spielstand: 1:0
Martin Lanig kommt für 18466

86. min Spielstand: 1:1
Josip Drmic

87. min Spielstand: 1:1
Srdjan Lakic kommt für Sebastian Rode

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