Profis Mittwoch, 21.10.2020

Wie Manuel Schäffler: Von 0 auf 100

Foto: Sportfoto Zink

Gerade einmal acht Minuten benötigte Manuel Schäffler, um für den Club das zu machen, was er am liebsten macht: Tore schießen. Am Millerntor in St. Pauli brachte er den FCN nach Vorlage von Felix Lohkemper früh in Führung und hatte so auch einen großen Anteil daran, dass der Club den nächsten Zähler einheimste. fcn.de hat diesen Blitzstart zum Anlass genommen, um auf drei ähnlich erfolgreiche Club-Debüts zu blicken.

  • Sebastian Kerk

Das war mal eine Rückkehr nach Maß! Bereits in der Saison 2015/16 trug Sebastian Kerk das Club-Wappen auf der Brust, damals noch ausgeliehen vom SC Freiburg. Nach einer weiteren Leihe beim 1. FC Kaiserslautern schloss sich der Rotschopf im Juli 2017 dem Club an, der ihn fest von den Breisgauern verpflichtete. Der damals 23-Jährige legte gleich mal einen Traum-Einstand hin: ausgerechnet im Duell gegen seinen vorherigen Verein Kaiserslautern bereitete Kerk beim 3:0-Sieg alle Treffer des Tages vor.

Für seine erste Torbeteiligung benötigte der Linksfuß gerade mal 13 Minuten, als er Behrens‘ Führungstreffer vorbereitete. Bitter war dann der folgende Saisonverlauf für Kerk: nach zwei weiteren Vorlagen im ersten Pokalmatch und einem Assist gegen Union Berlin am dritten Spieltag riss sich der Cluberer die Achillessehne, fiel für die komplette Spielzeit 17/18 aus. Seit diesem Sommer trägt Kerk das lilafarbene Trikot des VfL Osnabrück und machte auch da als Vorlagengeber auf sich aufmerksam (drei Spiele, zwei Vorlagen).

  • Virgil Misidjan

Für einen Gänsehautmoment sorgte Virgil Misidjan bei seinem ersten Auftritt im Club-Dress. Am dritten Spieltag der Bundesliga-Saison 2018/19 feierte der Niederländer im Bremer Weser-Stadion sein Debüt für unseren FCN, als ihn der damalige Cheftrainer Michael Köllner in der 61. Minute für Matheus Pereira einwechselte.

Eine halbe Stunde später erzielte Misidjan in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer und fand sich wenige Sekunden danach unter einem jubelnden Haufen aus Spielern und Trainern des Club wieder. Nach seinem Kreuzbandriss kämpfte sich Misidjan in diesem Sommer zurück ins Mannschaftstraining, zog sich dann aber vor kurzem in einem Testspiel einen Riss des Syndesmosebandes zu.

  • Tomas Pekhart

Als großes Talent, unter anderem bei den Tottenham Hotspurs ausgebildet, kam Tomas Pekhart in der Saison 2011/12 vom FK Jablonec an den Valznerweiher. Diesen Status unterstrich der damals 22-Jährige gleich mal furios: in seinen ersten drei Spielen erzielte Pekhart jeweils einen Treffer. In seinem DFB-Pokaldebüt steuerte er ein Tor zum 5:1-Sieg bei, das Spiel gegen Hertha BSC entschied er durch seinen Treffer zum 1:0 in der 80. Minute.

Auch am zweiten Spieltag gegen Hannover 96 netzte er, konnte aber eine 1:2-Niederlage nicht vermeiden. Es sollte mit neun Treffern seine erfolgreichste Saison beim FCN werden. Nach drei Jahren verließ er Nürnberg und spielt nun, nach Stationen in Griechenland, Israel und Spanien, bei Legia Warschau in der polnischen Ekstraklasa.