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Profis Freitag, 09.11.2018

Vorlagengeber Leibold: Hattrick gegen die Heimat?

Foto: Sportfoto Zink

Tim Leibold hat derzeit einen kleinen Lauf. Der Assist zum Punktgewinn in Augsburg war bereits seine fünfte Torvorlage. Im Duell mit seinem Ausbildungsverein könnte Leibold diese Serie ausbauen.

Ein Bild, das so viel ausdrückt: Während die Mannschaft auf der anderen Seite des Augsburger Spielfeldes den späten Ausgleich bejubelt, fällt ein Mann auf die Knie. Entkräftet reckt Tim Leibold die Arme in die Höhe und schreit seine Erleichterung in die aufgewühlte Atmosphäre der WWK-Arena. Soeben bereitete der 24-Jährige das wichtige 2:2 vor. Schon wieder Leibold. Ein paar Tage zuvor legte der gebürtige Böblinger beide Treffer beim knappen Weiterkommen in Rostock auf. Gegen den VfB könnte er nun den Hattrick perfekt machen und im dritten Spiel in Folge ein Tor vorbereiten.

Weil er auch schon gegen Düsseldorf und im Pokal in Linx jeweils eine Vorlage geliefert hat, kommt Leibold inzwischen auf fünf Vorlagen. Zum Vergleich: In der kompletten Aufstiegssaison waren es „nur“ drei – eine positive Entwicklung ist zu erkennen. Und dennoch gibt sich Leibold mit seiner bisherigen Saison nicht rundum zufrieden. „Die individuelle Stärke in der Bundesliga ist enorm hoch, jeder Fehler wird prompt bestraft. Da habe ich ab und zu auch etwas zu grün hinter den Ohren agiert.“ Zuletzt in der elften Minute beim Spiel in Augsburg, als er sich von Schmid hat abkochen lassen, der Finnbogason zum 1:0 des FCA bediente. „Man muss daraus lernen, die Erfahrung muss man sammeln“, erklärt Leibold.

Ein Sieg wäre "ein Ausrufezeichen"

Einen Lerneffekt kann der Schwabe bereits am Samstag unter Beweis stellen, wenn sein ehemaliger Verein, der VfB Stuttgart, im Max-Morlock-Stadion gastiert. „Ich verbinde viel mit dem Verein, die Familie kommt von dort, viele Freunde sind VfB-Anhänger. Da kitzelt es natürlich etwas mehr.“ Als Sechsjähriger wechselte Leibold in die Jugend der Stuttgarter, spielte dort bis 2006. Über Umwege fand er 2013 den Weg in die U23 des VfB, wo er in der dritten Liga sein Debüt im Herrenbereich feierte. Der richtige Durchbruch gelang ihm beim FCN, worüber Leibold „gottfroh“ ist. „Ich freue mich, dass ich den Weg beim Club weitergehen konnte.“

Das Duell mit dem VfB dürfte ein richtungsweisendes für die Hinrunde sein, findet auch Leibold: „Wenn wir das gewinnen, ist das ein richtiges Ausrufezeichen bis zum Winter.“ Die Schwaben reisen als Tabellenletzter in die Noris. „Zuhause haben wir meistens wirklich gute Partien absolviert, darum zählt am Samstag nichts anderes als drei Punkte." Und auch wenn sich der Schwabe Leibold inzwischen im Frankenland eingelebt hat, eine Sache vermisst der Linksverteidiger noch immer aus der Heimat: „Die Spätzle von Oma. Es ist schon eine Zeit lang her, dass ich die bekommen habe.“