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Montag, 11.02.2013

Vorkommnisse in Frankfurt: "Ein falsches Signal"

1. FCN missbilligt Auseinander- setzungen und ist gegen ein Verbot von Zaunfahnen.

Der gute sportliche Auftritt des 1. FC Nürnberg bei Eintracht Frankfurt am Samstag, 09.02.13, wurde durch Vorkommnisse während und nach der Partie leider in den Hintergrund gedrängt. Eine größere Gruppierung von Fans der Nürnberger Anhänger, die eine gültige Eintrittskarte für das Auswärtsspiel in Frankfurt besaßen, hatten entschieden, ihren Block aufgrund eines Verbotes von Fanutensilien, nicht zu betreten. Sie hielten sich im Stadion-Umfeld auf, dort kam es bedauerlicherweise zu Auseinandersetzungen zwischen Ordnungskräften, Polizei und Fans des 1. FC Nürnberg.

"Der 1. FC Nürnberg missbilligt jegliche Form von Auseinandersetzungen zwischen Ordnungskräften, Polizei und Fußballanhängern", erklärte Martin Bader, Vorstand für Sport & Öffentlichkeitsarbeit beim 1. FC Nürnberg, im Nachgang der Partie des 21. Spieltages.

Verein und Fans Hand in Hand

Der 1. FC Nürnberg hat als Gast die Vorgaben des Veranstalters zu respektieren. In der jüngeren Vergangenheit gab es leider bei den Auswärtsspielen in Bremen und Dortmund durch den Einsatz von Pyrotechnik und Nebeltöpfen nach langer Zeit wieder negative Beispiele seitens Teilen der Nürnberger Anhängerschaft, wodurch die Begegnung in Frankfurt unter anderem zu einem Spiel mit erhöhtem Sicherheitsrisiko eingestuft wurde.

Ausschreitungen und der Einsatz von Pyrotechnik nehmen dem 1. FC Nürnberg die Argumente, sich für seine Fangruppierungen und ihre Anliegen erfolgreich einzusetzen. Wenn von Dialog gesprochen wird, sollten die ausgetauschten Argumente der Beteiligten nicht nur Gehör finden, sondern auch Verbindlichkeit besitzen. Der 1. FCN hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er für unvergessliche Momente sorgen kann, wenn Verein und Fans Hand in Hand agieren.

Unverhältnismäßige Restriktion

Im Vorfeld der Partie in Frankfurt äußerten Fanbetreuer und Sicherheitsbeauftragter des 1. FC Nürnberg ihre Bedenken, den Anhängern des Club die Mitnahme von Zaunfahnen zu untersagen, da diese Maßnahme von ihnen als unverhältnismäßige Restriktion eingestuft wurde. Ebenfalls gab es einen intensiven Austausch zwischen den Verantwortlichen des 1. FC Nürnberg und Eintracht Frankfurt. Entgegen der Empfehlung vom 1. FCN wurde jedoch auf dem Verbot bestanden. Selbst intensive Diskussionen vor Ort führten leider nicht dazu, einen Kompromiss zu finden. Für künftige Bundesligaspiele erachtet es der 1. FC Nürnberg deshalb als wichtig, den betroffenen Vereinen nicht den Handlungsspielraum zu nehmen. 

Ein kausaler Zusammenhang zwischen der Mitnahme von Zaunfahnen und dem Einsatz von Pyrotechnik, wie im Vorfeld der Partie befürchtet, lässt sich aus der Historie nicht ableiten. Als positives Beispiel hierfür dienen die Gespräche im Vorfeld des Spiels bei der SpVgg Greuther Fürth, bei dem sich die Verantwortlichen auf eine Genehmigung der Zaunfahnen einigten. Auf diese Partie wurde in vielen Gesprächen Bezug genommen. "Dieses Vorgehen dient als Beispiel, dass Dialog dazu dient, Kompromisse zu finden, die einen reibungslosen und friedlichen Ablauf des Spiels gewährleisten konnten sowie darüber hinaus durch die Mitnahme von Fanutensilien zu einer stimmungsvollen Kulisse führten", so Martin Bader.

"Verbot von Zaunfahnen falsches Signal"

Aus Sicht des 1. FC Nürnberg ist ein Bundesligaspiel eine leidenschaftliche und emotionale Angelegenheit, bei der die Fankultur mit dem Einsatz von Fanutensilien, wie zum Beispiel Zaunfahnen, ein essentieller Bestandteil ist und künftig sowohl zu Heim- als auch Auswärtsspielen Bestandteil des Stadionerlebnisses bleiben muss. "Ein Verbot von Zaunfahnen ist aus Sicht des 1. FC Nürnberg ein falsches Signal", sagte Martin Bader abschließend.