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Donnerstag, 06.08.2009

Vier Dinge...

... die man über den FC Schalke 04 wissen sollte. Am Samstag, 08.08.09, geht's gegen die Knappen.

Neue Saison, alte Rubrik – die allseits beliebte Sparte „einmal Club, immer Club“ darf selbstredend auch in der Erstklassigkeit nicht fehlen. Selbst wenn es gegen Schalke geht, wo dies irgendwie auf viele, viele tausend Leute zutrifft, die Fanfreundschaft lässt schön grüßen. In den Kaderlistenschlägt sich dies allerdings nur höchst dezent nieder. Mit Emin Yalin steht nur ein Spieler in Schalker Diensten, der für den Club am Ball war. Und der 20-Jährige stürmte in der vergangenen Saison „nur“ für die Club-Junioren in der Regionalliga. Umgekehrt gibt es auch nur einen Akteur mit Schalker-Erfahrung. Und mit Ilkay Gündogan (18) ist es ebenfalls ein Youngster.

Und die beiden Talente blicken auf eine Vorbereitung zurück, die sie so schnell nicht vergessen werden. Letzterer, weil er sich in ihr ins Rampenlicht und überraschend auch in die Stammelf dribbelte. Auch Yalin, übrigens Magaths erster Neuzugang, schrieb Schlagzeilen - weniger positive allerdings. Im Test gegen Twente Enschede (0:0) wurde er nach der Pause ein- und nach sechs Minuten gleich wieder ausgewechselt. Dass diese Aktion derart viel Beachtung fand, konnte sein Trainer allerdings nicht verstehen. „Manche bei uns wären froh, wenn sie gegen so einen Gegner sechs Minuten hätten spielen dürfen“, so die ironische Replik von Felix Magath, einem weiteren Ex-Cluberer. In der Zweitliga-Spielzeit 1997/98 übernahm er nach vier Spieltagen den frisch aus der Regionalliga aufgestiegenen 1. FCN und machte am Ende den Durchmarsch in Liga 1 perfekt.

Felix Magath - ein alter Bekannter

Der Rekordtransfer der Schalker Vereinsgeschichte datiert aus der vergangenen Saison, als die 04er für den Mittelfeldspieler Farfan zehn Millionen Euro hinblätterten. Und wurden bitter enttäuscht, weil sich der peruanische Mittelfeld-Zauberer trotz seines riesigen Potenzials als Zauderer entpuppte. Und eben diesen Farfan sollte der neue Coach nun aus der Lethargie reißen, getreu der Devise „wenn nicht Magath, wer dann?“. Eine Hoffnung, die sich bislang nicht erfüllte. Auch unter dem neuen Übungsleiter fand Farfan nicht in die Spur, wirkte mitunter lustlos und gewiss nicht wie einer, der es wissen will. Die Geduld der „Knappen“ hat er mittlerweile dermaßen strapaziert, dass sein Verkauf bevorstehen soll.

Dass Felix Magath den FC Schalke 04 als den „wohl emotionalsten Verein Deutschlands“ bezeichnet hat, haben wir ja auf den vorgegangenen Seiten bereits erwähnt. Nur, hat er Recht der dreimalige Meistertrainer? Er wird wohl absichtlich den 1. FCN nicht mit erwähnt haben, weil er meinte, dass dies unnötig sei. Klar, die Schalker sind Club und umgekehrt. Wenn er also Schalke sagt, meint er irgendwie auch Club. Er könnte die Aussage allerdings auch rein auf den Umstand bezogen haben, dass zur Saisoneröffnung der Königsblauen rund 110.000 Menschen auf der Matte standen.

Holtby zu Schalke

Apropos Emotionen. Weil Schalke eben Schalke ist, erhielten die 04er den Zuschlag bei einem der begehrtesten und talentiertesten Nachwuchskräfte Deutschlands. Lewis Holtby, der flinke, schnelle junge Mann mit dem linken Fuß, stand wohl bei nahezu allen Bundesligisten auf dem Wunschzettel. Die Hertha zum Beispiel. Doch die warf das Handtuch, weil die Hoffenheimer die Angel auswarfen nach Holtby, der im Aachener Dress zuletzt die 2. Liga gewaltig aufmischte. Diese wiederum gaben alsbald frustriert auf, weil Schalke an dem Offensivakteur dran war. Und es lag nicht an dem Umstand, dass die Alemannia 3,5 Millionen Euro Ablöse aufrief. Die hätte die 1899er irgendwie schon aufbringen können. Nein, sie scheiterten an Holtby, beziehungsweise seiner Einstellung zum Fußball. Er, so heißt es aus seinem Umkreis, liebt, ja lebt ihn und bekommt ein Funkeln in den Augen, wenn er über ihn spricht. Noch Fragen, warum er auf Schalke gegangen ist?