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Mittwoch, 07.04.2010

Vier Dinge über Wolfsburg

Sonntag geht's gegen die Wölfe: "Zwetschge", Lorenz-Günther Köstner, Dieter Hoeneß, Dennis Diekmeier.

Neuer Gast, Neues aus der Rubrik „man geht zwar manchmal vom Club, verlässt ihn aber dennoch nie“. Das Wolfsburger Mittelfeld-Ass „Zwetschge“ Zvjezdan Misimovic wird dies sicherlich gerne bestätigen, auch wenn er von 2007 bis 2008 nur ein Jahr lang den Club- Dress trug und am Ende des besagten Jahres jener Abstieg stand, der zusammen mit dem von 1968/69 als der bitterste in die Club-Historie einging.

Der 27-Jährige, ein genialer Vorlagengeber, nähert sich übrigens im gewissen Sinne wieder dem 1. FCN an. Unverhohlen liebäugelt er nämlich trotz eines gültigen Vertrages mit einem Wechsel zu unseren Schalker Freunden. Dass sich „Zwetschge“ damit bei den VfL-Fans keine Freunde macht, steht auf einem anderen Blatt. Detaillierte Wolfsburg-Erfahrung kann beim 1. FCN übrigens mit Stürmer Isaac Boakye auch nur einer aufweisen.

Köstners Comeback

In Berührung mit dem FCN ist Lorenz-Günther Köstner praktisch von Kindesbeinen an gekommen. Klar, schließlich ist er in Oberfranken geboren und dort auch aufgewachsen. Kein Wunder, dass der 58-Jährige beim Club, sei es als Spieler oder als Trainer, schon des Öfteren im Gespräch war – zuletzt war dies im November 2005 der Fall, als der 1. FCN abgeschlagen am Ende der Bundesliga-Tabelle stand. Doch weder er noch der damals ebenfalls gehandelte Franke Lothar Matthäus bekamen damals den Zuschlag, sondern Hans Meyer. Der Rest ist bekannt.

Doch zurück zum Franken Köstner, der nach langer Pause ein Comeback in der Bundesliga feierte. 2001 war er dort zuletzt tätig, für die SpVgg Unterhaching, die er in die deutsche Eliteliga führte und mit ihr in der zweiten Spielzeit wieder abstieg. Nun in Wolfsburg ist er drauf und dran, sich in den VfL-Geschichtsbüchern zu verewigen – als deren erfolgreichster Erstliga-Trainer. In den zehn Spielen unter seiner Regie hat der VfL 19 Punkte geholt, ergibt 1,9 Punkte im Schnitt. Damit liegt er vor Meistertrainer Felix Magath, der in 68 Spielen durchschnittlich „nur“ 1,81 Punkte sammelte.

Hoeneß' Angebot

VfL-Manager Dieter Hoeneß und der 1. FCN – auch diese Gleichung weist etliche Schnittpunkte auf. Das beginnt damit, dass der 1. FCN-Manager Martin Bader bei ihm, salopp formuliert, in die Lehre ging: Bei Hertha BSC assistierte Martin Bader ihm von 1998 bis 2003 beim Managen des Vereins. Im Herbst 1996 wäre Dieter Hoeneß beinahe Manager beim Club geworden – es fehlten nur wenige Stunden. Michael A. Roth wollte ihn unbedingt verpflichten, doch das  Präsidium und der Aufsichtsrat die Personalie erst eingehend diskutieren. Als sie dann einen Tag später grünes Licht erteilten, hatte Dieter Hoeneß das Angebot einer TV-Anstalt vorliegen und sich dann gegen den Club entschieden. Wenige Monate später ist er dann bei Hertha BSC eingestiegen.

Apropos Angebot. Dennis Diekmeier würde, wäre es nach dem VfL gegangen, heute im Wolfsburger Dress aufgelaufen. Doch der 1. FCN sagte in der Winterpause Nein zu dem Transfer, den die Niedersachsen aber weiterhin im Sinn haben. Dass sie nun im Sommer den 1. FCN-Verteidiger holen wollen, ist kein Geheimnis.