Diese Webseite verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

OK
Dienstag, 13.10.2009

Vier Dinge über Hertha

Hier gibt's, was ihr immer schon über die Gäste aus Berlin wissen wolltet.

Von einer Ausnahme abgesehen, gibt es sie kaum, die Querverbindungen zwischen dem Kader des Club und dem der Hertha. Auf der Funktionärsebene hingegen existieren sie sehr wohl, und dies gleich doppelt. Da ist selbstredend 1. FCN-Sportdirektor Martin Bader, der seine Lehrjahre in Berlin als rechte Hand von Dieter Hoeneß absolvierte.

Und dann ist da mit Dieter Nüssing noch das Club-Idol der 70er Jahre, heute sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des 1. FCN. 1977 wechselte er als Club-Kapitän nach acht vergeblichen Aufstiegsversuchen zur Hertha in die Bundesliga, stand mit den Berlinern einmal im DFB-Pokal-Finale (1979) und belegte mit ihnen in seiner Premierensaison gleich Platz 3 in der Endabrechnung, bestritt dabei alle 34 Spiele.

Burchert und sein schweres Bundesliga-Debüt

Eine schöne Konstellation für die Hertha: Sollte sie am Samstag auf dem Rasenrechteck nichts treffen, was wir natürlich inständig hoffen, kann sich damit trösten, zumindest zwei alte Bekannte getroffen zu haben.

Sein Bundesliga-Debüt wird Sascha Burchert wohl nie vergessen. Herthas Torhüter Nummer drei durfte, oder musste, im jüngsten Heimspiel gegen den HSV ab der 33. Minute beim Stand von 1:1 ran, weil sich Timo Ochs einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte. Und gab in der zweiten Hälfte irgendwie eine unglückliche Figur bei beiden Gegentoren ab, obwohl er eigentlich alles richtig machte. Zweimal riskierte der 19-Jährige bei weiten Bällen Kragen und Kopf, klärte jeweils mit letzterem Körperteil außerhalb des Strafraumes für seine unaufmerksamen Vorderleute im letzten Moment vor HSV-Stürmer Berg. Dummerweise landete der geklärte Ball einmal bei David Jarolim, das andere Mal bei Ze Roberto – und beide hoben ihn jeweils aus rund 40 Metern ins verwaiste Hertha-Tor.

Comeback für Drobny?

Nach dem Schlusspfiff war der Debütant so zerknirscht, dass er sogar vom Gegner Zuspruch erhielt. Hamburgs Torhüter Frank Rost nahm seinen jungen Kollegen ausdrücklich in Schutz: „Es hat zwar dumm ausgeschaut, doch er hat in beiden Szenen gut reagiert. Ich hoffe, dass er sich das nicht zu sehr zu Herzen nimmt. Er hat eine gute Zukunft vor sich.“ Die Gegenwart wird für Bruchert am Samstag dennoch erst einmal Bank heißen: Stammkeeper Jarosav Drobny hat seinen Muskelfaserriss auskuriert, wird wohl sein Comeback in der Startelf geben.

Stichwort Comeback: Mit Cicero und Fabian Lustenberger kann die Hertha voraussichtlich zwei weitere von ihrer Lazarettliste streichen. Beide sollten heute ebenso im Kader stehen, wie die jüngst angeschlagenen Dardei und Nicu. Definitiv noch nicht einsatzbereit werden am Samstag hingegen Piszczek, Kringe, Gäng und Ochs sein.

Quartett oder Puzzle?

Na, wenn das mal kein verlockendes Angebot ist, das da auf Herthas Internetseite
zu finden ist. Um den kalten, dunklen Hauptstadt-Novemberabenden den Schrecken zu nehmen, ist nun ein spannendes Hertha-Quartett auf den Markt gekommen. Und auch die Single-Haushalte müssen kein Trübsal blasen – für sie gibt es das Mannschaftsbild als Puzzle. Na denn, die Winterabende sind gerettet.