Diese Webseite verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

OK
Dienstag, 30.03.2010

Vier Dinge, die man über Mainz wissen sollte

Alle Fakten über den FSV: Andreas Ivanschitz, Andre Schürrle, die Coface-Arena und Florian Heller.

Im Fokus: Trainer Thomas Tuchel

Die Bilanz des Andreas Ivanschitz liest sich gut – sechs Tore, sieben Vorlagen sind für einen offensiven Mittelfeldspieler aller Ehren wert. Nur, hinter besagter Bilanz verbirgt sich ein Schönheitsfleck. Sie basiert größtenteils auf Daten, die der Österreicher im vergangenen Herbst geschaffen hat. Sein letztes Tor erzielte er am 11. Spieltag. Bei den Assists sieht es ein wenig besser aus, die siebte und letzte ging ihm zumindest in diesem Jahr vom Fuß, am 18. Spieltag, um genau zu sein.

Anders ausgedrückt: Seit zehn Spieltagen wartet der 26-Jährige auf ein persönliches Erfolgserlebnis. Ein lange Zeit, hinter der sich nicht anderes als eine Formkrise verbirgt, hinter der wiederum eine handfeste Grippe und Adduktorenprobleme stecken. Zuletzt beim 0:2 in Wolfsburg präsentierte er sich jedoch deutlich verbessert, knüpfte zumindest phasenweise an seine Form vom Herbst an. Dreimal nahm der starke Techniker Maß, dreimal verfehlte er das Ziel nur um Millimeter. Trainer Tuchel schrieb ihm dennoch ins Stammbuch, dass er doch bitteschön „wieder effektiver“ werden müsse. Genau, aber bitte erst am 30. Spieltag!

Mainz zieht um

Auf den Nachwuchs setzen, diese Devise hat sich nicht nur der 1. FCN verschrieben. Der FSV hat in den vergangenen Jahre große Anstrengungen unternommen, seinen Unterbau zu verbessern und zu stärken. Anstrengungen, die längst erste Früchte tragen, und dies nicht nur, weil die A-Junioren der Mainzer im vergangenen Jahr Deutscher Meister wurden. Mit dem schnellen, 19-jährigen Offensivspieler Andre Schürrle hat sich einer aus dem Nachwuchs bei den Profis zuletzt einen Stammplatz erkämpft.

Die Stimmung im Stadion am Bruchweg nimmt südländische Züge an – das Spielfeld grenzt direkt an die Ränge, in der sich so gut wie immer kein leerer Platz findet. Schlecht für den Gegner, gut für den FSV. Für die Mannschaft, sei angefügt, denn für den Verein im Ganzen hat der Hexenkessel einen entscheidenden Nachteil. Er ist zu klein und nicht komfortabel genug, was unterm Strich nichts anderes als zu wenige Einnahmen heißt. 20.300 Plätze hat das Stadion am Bruchweg, nur gut die Hälfte davon sind Sitzplätze. Dass es damit schwer ist, sich auf Dauer in einem Kreis zu behaupten, deren Stadien modern und bis zu 80.000 Zuschauern Platz bieten, versteht sich von selbst. Aber, ab dem nächsten Jahr haben die Mainzer auch in puncto Stadion den Anschluss geschafft. Dann ist sie nämlich bezugsfertig, die Coface-Arena, ein reines Fußballstadion, mit ihren 34.000 Plätzen.

Nur eine fränkische Komponente

Um unsere Lieblingsrubrik „für immer Club“ ist es traurig bestellt. Die Null steht nämlich hier wie dort, nachdem Jörn Andersen und Jürgen Kramny nicht mehr dem Mainzer Trainerstab angehören. In unserer Verzweiflung führen wir sogar Florian Heller an, der zwar weder Franke noch Ex-FCN-ler ist, aber zumindest für unseren Nachbarn Greuther Fürth (2003 bis 2005) am Ball war. Nun ja, zumindest eine kleine fränkische Komponente.