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Profis Hintergründe Donnerstag, 12.02.2015

Unter der Lupe: Sebastian Polter

Beim Club kennt man ihn noch gut. Nun kämpft Sebastian Polter in seiner neuen (sportlichen) Heimat um seine Zukunft.

Foto: Picture Alliance

Das Gastspiel bei unserem Club wird für Sebastian Polter auch eine Reise in die eigene Vergangenheit. Im Sommer 2012 lieh der 1. FCN den Stürmer vom VfL Wolfsburg aus, in 26 Bundesligaeinsätzen erzielte er bis zu seinem Abschied fünf Tore. Ein kurzes Intermezzo in Polters Karriere, aber kein unwichtiges.

Der 23-Jährige stand in seiner Jugend sogar lange im Tor, eine Karriere als Profi schien wenig realistisch, bis ihm Felix Magath plötzlich eine Chance in Wolfsburgs Luxus-Kader gab. Nach zwölf Einsätzen mit zwei Toren steckte Polter aber in der Sackgasse, es lief nicht mehr in der VW-Stadt.

Sebastian Polter - ein Stürmertyp vom Aussterben bedroht?

Nürnberg bot ihm einen Ausweg. Es ist die Spielzeit, in deren Mitte Trainer Dieter Hecking den Club verlässt. Unter ihm, aber auch unter Nachfolger Michael Wiesinger kam Polter zu Spielpraxis. Zu einem unumstrittenen Stammspieler schaffte er es aber nicht. In Erinnerung bleiben Treffer wie das 2:2 gegen Hannover in letzter Sekunde.

Polter, ein Stürmer, der etwas reißen kann, wenn scheinbar nichts mehr geht. Einer von der Sorte Stürmer, die hierzulande fast schon vom Aussterben bedroht ist. Einer, der dahin geht, wo es weh tut, der den nötigen Riecher im Strafraum hat, der auch mal mit dem Kopf das Runde ins Eckige befördern kann. Nur eben nicht immer in der nötigen Konstanz.

Ein Tapetenwechsel für die sportliche Zukunft

Mainz 05 glaubte dennoch an Polter und holte den Angreifer zur Saison 2013/14. Unter Thomas Tuchel nahm die Karriere allerdings nicht wie gewünscht Fahrt auf. Nach nur 13 Einsätzen ohne Tor brach Polter seine Zelte auch am Bruchweg ab. Nach dem Gastspiel Nürnberg wurde er bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere verliehen, einen Tag vor der Schließung des Transferfensters Ende August. Dieses Mal eine Liga tiefer, zum 1. FC Union Berlin. Eine Luftveränderung, die Polter spürbar guttut.

Im Laufe der bisherigen Saison reifte Polter hier zur wichtigen Kraft, ja zum Leistungsträger. Sieben Treffer in 15 Partien lesen sich schon mal ganz anders. Das Dilemma: Der ehemalige U21-Nationalspieler (zehn Einsätze, vier Tore) hat sportlich endlich eine Heimat gefunden, ob er aber dort verweilen darf, ist völlig offen. Am Saisonende läuft das Leihgeschäft mit Union aus. Mit weiteren Toren kann er sich interessant machen. Für Union, für Mainz – oder für andere Klubs. 

 

 

Spieldaten

21. Spieltag, 2. Bundesliga 2014/2015
3 : 1
1. FC Nürnberg
4. Peniel Kokou Mlapa 1:0
54. Jakub Sylvestr (Elfmeter) 2:1
87. Jakub Sylvestr 3:1
Union Berlin
17. Sebastian Polter 1:1
Stadion
Grundig Stadion
Datum
15.02.2015 12:30 Uhr
Schiedsrichter
Robert Kempter
Zuschauer
29166

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Rakovsky - Celustka - Petrak - Hovland - Bulthuis - Polak - Schöpf - Mlapa (78. Blum) - Füllkrug (59. Stark) - Burgstaller (70. Koch) - Sylvestr
Reservebank
Schäfer, Pachonik, Stark, Blum, Kerk, Koch
Trainer
René Weiler
Union Berlin
Haas - Trimmel - Puncec - Leistner - Schönheim - Kreilach - Parensen - Kobylanski (56. Sulejmani) - Skrzybski - Polter (89. Zejnullahu) - Nebihi (68. Quiring)
Reservebank
Amsif, 18466, Kopplin, Jopek, Quiring, Sulejmani, Zejnullahu
Trainer
Norbert Düwel

Ereignisse

4. min Spielstand: 1:0
Peniel Kokou Mlapa

17. min Spielstand: 1:1
Sebastian Polter

53. min Spielstand: 1:1
Sebastian Polter

54. min Spielstand: 2:1
Jakub Sylvestr

56. min Spielstand: 2:1
Valmir Sulejmani kommt für Martin Kobylanski

59. min Spielstand: 2:1
Niklas Stark kommt für Niclas Füllkrug

68. min Spielstand: 2:1
Christopher Quiring kommt für Bajram Nebihi

70. min Spielstand: 2:1
Robert Koch kommt für Guido Burgstaller

75. min Spielstand: 2:1
Michael Parensen

78. min Spielstand: 2:1
Danny Blum kommt für Peniel Kokou Mlapa

87. min Spielstand: 3:1
Jakub Sylvestr

89. min Spielstand: 3:1
Eroll Zejnullahu kommt für Sebastian Polter