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Hintergründe Donnerstag, 24.01.2013

Über Nürnberg in die Champions League

Gemeinsam spielten Gündogan und Schieber für den Club. fcn.de blickt auf ihre Entwicklung.

Foto: Picture Alliance

Arm in Arm standen Julian Schieber und Ilkay Gündogan vor dem letzten Spieltag der Saison 2010/2011 auf dem Rasen des Nürnberger Stadions. Kurz zuvor waren die beiden Cluberer offiziell vom Verein verabschiedet worden. Schieber musste nach der einjährigen Leihe zurück zum VfB Stuttgart, Gündogan zog es zu Borussia Dortmund.

Der Abschied fiel beiden allerdings alles andere als leicht, schließlich hatte das Duo in Nürnberg eine tolle Zeit erlebt. Inzwischen spielen Schieber und Gündogan gemeinsam für den BVB, und seit dem Abschied vom Club ist einiges passiert. Ein Blick zurück...

Schieber trifft gegen ManCity

Es war der grandiose Abschluss einer überragenden Gruppenphase in der Champions League: Anfang Dezember des vergangenen Jahres schlug Borussia Dortmund Manchester City mit 1:0. Der BVB war damit auch im sechsten Spiel dieser CL-Saison ohne Niederlage geblieben und hatte seine Gruppe als Erster beendet. Vor ManCity, dem englischen Meister, vor dem niederländischen Champion Ajax Amsterdam und vor allem vor Spaniens Titelträger Real Madrid.

Der Mann des Abends an diesem 4. Dezember 2012 hieß Julian Schieber. Der Angreifer hatte den 1:0-Siegtreffer für den BVB erzielt und war damit erstmals seit seinem Wechsel vom VfB Stuttgart im Sommer der Held der Borussen-Fans. Neben Schieber stand an diesem Abend mit Ilkay Gündogan noch ein weiterer ehemaliger Spieler des 1. FC Nürnberg auf dem Platz.

Gemeinsam im Club-Trikot

Gemeinsam trugen beide in der Saison 2010/11 das Club-Trikot, nur knapp eineinhalb Jahre später schaffte das Duo gemeinsam den Sprung in der Königsklasse à la: Über Nürnberg in die Champions League. Der Weg dorthin war allerdings sowohl für Gündogan als auch für Schieber alles andere als einfach.

Beim Club hatten beide noch eine ganz starke Saison 2010/11 hingelegt. Gündogan war in seinem zweiten kompletten Bundesliga-Jahr einer der Mittelfeldmotoren beim Club und hatte in 25 Spielen fünf Tore erzielt. Nach Saisonende wechselte der heute 22-Jährige zum Meister nach Dortmund. Schieber dagegen zog es zurück zum VfB Stuttgart. Die Schwaben hatten den Angreifer für ein Jahr zum 1. FCN ausgeliehen und Schieber hatte mit sieben Toren und acht Vorlagen in 29 Einsätzen so überzeugt, dass ihn der VfB unbedingt zurück wollte.

"Riesenchance in Dortmund"

In Stuttgart lief es für Schieber dann allerdings nicht mehr nach Maß. Eine Verletzung setzte ihn zunächst lange außer Gefecht, anschließend musste er – anders als in Nürnberg – meist auf dem linken Flügel ran. Nach nur einer Saison beim VfB entschied sich Schieber deshalb, ein Angebot der Borussia anzunehmen und zum BVB zu wechseln. "Es ist eine Riesenchance, hier in Dortmund spielen zu dürfen", sagte Schieber.

Bislang tut sich der Stürmer allerdings noch schwer beim BVB. Mit Robert Lewandowski hat er einen hochkarätigen Konkurrenten um den Platz im Angriff, auf den offensiven Außenbahnen herrscht beim BVB mit Spielern wie Marco Reus, Kevin Großkreutz oder Jakub Blaszczykowski ohnehin ein Überangebot an Top-Leuten. Sein Tor gegen ManCity war bislang also noch eines der seltenen Highlights für Schieber im Dortmund-Dress.

Gündogan als Vorbild

"Eine Saison kann sehr lang sein", sagte er vor kurzem und will längst nicht aufstecken. Mut macht ihm vor allem auch der Werdegang von Ilkay Gündogan. Der Mittelfeldspieler hatte beim BVB zunächst auch einen schweren Stand. Fans und Medien sahen in ihm den "neuen Nuri Sahin" und erwarteten vom ersten Tag an Top-Leistungen.

Doch Gündogan brauchte einige Zeit, um sich an die neue Umgebung und die neuen Kollegen zu gewöhnen. "Das waren schwierige Zeiten", gestand er in einem Interview mit dem Westfälischen Anzeiger. Inzwischen sind diese Zeiten allerdings vergessen. "Die Situation hat sich für mich um Welten geändert", so Gündogan, der längst Stammspieler beim BVB und aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken ist. Sein Kumpel Julian Schieber wird sich daran ein Beispiel nehmen.

Spieldaten

19. Spieltag, 1. Bundesliga 2012/2013
3 : 0
Borussia Dortmund
18. 18466 (Elfmeter) 1:0
21. 18466 2:0
88. Robert Lewandowski 3:0
1. FC Nürnberg
Stadion
SIGNAL IDUNA Park
Datum
25.01.2013 19:30 Uhr
Schiedsrichter
Michael Weiner
Zuschauer
80000

Aufstellung

Borussia Dortmund
18466 - Schmelzer, 18466, Santana, 18466 - 18466 (77. Bender), Gündogan (89. Leitner), Reus, Götze, 18466 (77. Sahin) - Lewandowski
Reservebank
Langerak, 18466, Sahin, Großkreutz, Bender, Leitner, Schieber
Trainer
Jürgen Klopp
1. FC Nürnberg
Schäfer - Pinola, Nilsson, Chandler, Klose - Feulner (66. Mak), Balitsch, Kiyotake, Simons - Gebhart (78. Frantz), Pekhart (78. Polter)
Reservebank
Rakovsky, Frantz, Cohen, Mak, Esswein, Polter
Trainer
unbekannt

Ereignisse

18. min Spielstand: 1:0
18466

21. min Spielstand: 2:0
18466

66. min Spielstand: 2:0
Robert Mak kommt für Markus Feulner

77. min Spielstand: 2:0
Sven Bender kommt für 18466

77. min Spielstand: 2:0
Nuri Sahin kommt für 18466

78. min Spielstand: 2:0
Sebastian Polter kommt für Tomas Pekhart

78. min Spielstand: 2:0
Mike Frantz kommt für Timo Gebhart

88. min Spielstand: 3:0
Robert Lewandowski

89. min Spielstand: 3:0
Moritz Leitner kommt für Ilkay Gündogan