ClubNachwuchs Mittwoch, 27.05.2026

U23: Die Meistersaison in Zahlen

Foto: fcn.de

Beim kleinen Club blickt man auf eine historische Spielzeit mit hochverdienten Siegen und spannenden Partien zurück, die letztendlich mit der ersten Meisterschaft der U23 gekrönt wurde. Wir nehmen die Saison nochmals unter die Lupe und zeigen euch die interessantesten Zahlen der vergangenen Monate.

Punkte-Rekord, Heimfestung und Platz gefestigt

In der Saison 2012/13 spielte der kleine Club unter der Leitung von Spürnase Dieter Nüssing die bis dato beste Spielzeit mit 65 Punkten, welche die Wolf-Elf in dieser Saison mit 77 Zählern übertrumpfte. Das entspricht einem durchschnittlichen Punktgewinn von 2,26 Punkten pro Begegnung. Mit rund 8000 Zuschauern am Max-Morlock-Platz und im Max-Morlock-Stadion absolvierte der kleine Club auch die Saison mit den drittmeisten Zuschauern seit Gründung der Regionalliga Bayern.

Während die U23 den Valznerweiher zu einer Festung machte und mit 40 Zählern punktgleich mit den Würzburger Kickers an der Tabellenspitze der Heimtabelle stand, war man auch in der Ferne erfolgreich und beendete die Saison mit 37 Punkten auch als auswärtsstärkstes Team. Auch in der Fairnesstabelle gehörten die Rot-Schwarzen zum oberen Drittel und beendete die Saison auf dem fünften Rang.

Nachdem in der Vorsaison ein permanenter Kampf mit dem FV Illertissen um den zweiten Platz in der ewigen Tabelle der Regionalliga Bayern anhielt, konnten die Nachwuchscluberer den Abstand auf 20 Zähler ausbauen und reduzierten den Rückstand auf die Bayern Amateure an der Spitze des Tableaus auf 67 Punkte.

Dauerbrenner, Topscorer, Joker und Küken

Insgesamt wurden in der vergangenen Spielzeit 38 Spieler eingesetzt und lediglich der FC Bayern München II hatte mehr Rotation im Kader (51 Spieler). Mit Benedikt Kirsch (2644 Minuten), Robin Lisewski (2578 Minuten), Leo Eberle (2299 Minuten), Tobias Heß (2262 Minuten) und Kristian Mandic (2048 Minuten) sammelten fünf Akteure über 2000 Spielminuten und zählten zu den Dauerbrennern innerhalb der Wolf-Truppe.

Topscorer des kleinen Club war Piet Scobel, der, obwohl er nur in der Hinrunde für die U23 im Einsatz war, elf Tore erzielte und fünf Assists beisteuerte. Nach seinem Abgang wurde die Aufgabe des Toreschießens auf die gesamte Mannschaft übertragen, denn am Ende der Saison konnte der kleine Club 23 verschiedene Torschützen vorweisen. Mit den Einwechslungen von Joel Skowronek bewies Trainer Andreas Wolf oftmals ein glückliches Händchen, denn mit fünf Toren und zwei Assist galt er ligaweite als bester Joker.

Eine besondere Premiere gab es auch für Marko Soldic, der in der vergangenen Saison nicht nur der jüngste Club-Debütant in der zweiten Bundesliga, sondern auch in der Regionalliga Bayern war. Bei der 0:2-Niederlage gegen die SpVgg Unterhaching feierte er im Alter von 16 Jahren, zwei Monaten und acht Tagen seinen Einstand in der Viertklassigkeit. Beim Auswärtssieg gegen Wacker Burghausen krönte er sich im Alter von 16 Jahren, drei Monaten und 22 Tagen mannschaftsübergreifend zum jüngsten Torschützen in der Historie der Regionalliga Bayern.

Zwischen Routine und Jugend forscht

In der abgelaufenen Spielzeit feierten 18 verschieden Spieler ihr Club-Debüt in der Regionalliga Bayern, davon kamen acht Nachwuchstalente aus dem eigenen Stall. Von allen eingesetzten Spielern, standen mit Marko Soldic, Kristian Mandic, Ben Hagmeyer, Tino Kusanovic, Noah Keller, David Okpodu und Artem Stepanov sieben Spieler auf dem Platz, die eigentlich auch noch in jüngeren Nachwuchsteams hätten spielen dürfen.

Die jüngste Startelf trat beim 1:1-Unentschieden gegen die Würzburger Kickers an, als das Durchschnittsalter bei Anpfiff lediglich 19,8 Jahre betrug. Auch im weiteren Verlauf der Spielzeit standen die jungen Spieler im Fokus und der kleine Club stellte im ligaweiten Vergleich mit einem Schnitt von 20,5 Jahren die zweitjüngste Mannschaft der Regionalliga.

Eine wichtige Säule war in der Meistersaison auch Kapitän Fabian Menig, der zwar zwischenzeitlich aufgrund einer Verletzung ausfiel, jedoch die nötige Erfahrung mitbrachte. Beim Spiel gegen die Zweitvertretung des FC Augsburg wurde er für 100 Einsätze für die U23 geehrt und steht mit 117 Spielen mittlerweile auf dem fünften Platz der U23-Rekordspieler. Eine weitere Konstante ist Trainer Andreas Wolf, der am letzten Spieltag zum 102. Mal an der Seitenlinie stand. Nur René Müller (128) und Club-Urgestein Dieter Nüssing (142) coachten mehr Begegnungen des kleinen Club.

Serien, Derbysiege und „das gute Pferd“

Der Schlüssel zur Meisterschaft war letztendlich die Konstanz und das regelmäßige Punktesammeln der Nachwuchscluberer. An 22 von 34 Spieltagen standen die Rot-Schwarzen an der Tabellenspitze und konnten während der Saison beachtliche Serien aufstellen. Ehe die Wolf-Elf die letzten zwölf Saisonspiele allesamt ungeschlagen blieb, legte die U23 inmitten der Spielzeit eine Serie von neun Siegen in Folge hin.

Große Freude bereitete aber auch die Leistung in den diesjährigen Derbys gegen die Zweitvertretungen des FC Bayern München und der SpVgg Greuther Fürth, denn der kleine Club konnte alle vier Duelle für sich entscheiden. Während das Kleeblatt mit 2:1 und 2:0 besiegt wurde, gab es gegen die Bayern Amateure klare 3:0- und 4:1-Erfolge.

Getreu dem Motto „ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss“, gewann die U23 gleich 13 Spiele mit nur einem Tor unterschied – sieben Mal sogar mit einem 1:0. Grund dafür war aber auch die gute Defensive rund um Torhüter Robin Lisewski, der über die Hälfte seiner Spiele (15/29) ohne Gegentor blieb. Mit nur 35 Gegentreffern stellen die Rot-Schwarzen die drittbeste Hintermannschaft der Liga.


]]>