ClubFrauen Montag, 15.12.2025

U17-Juniorinnen: Bitteres DFB-Pokal-Aus in der Verlängerung

Foto: fcn.de

Im Juniorinnen DFB-Pokal mussten sich unsere U17-Juniorinnen knapp mit einer 1:0-Niederlage geschlagen geben. Die Mannschaft von Trainer Dominik Piskol, musste in der 100. Minute das Gegentor der Gastgeberinnen hinnehmen.

Endlich war es so weit: Im Achtelfinale des Juniorinnen-DFB-Pokals trafen die U17-Juniorinnen auf den Hamburger SV. Bereits bei der Abfahrt am Freitagmorgen war die große Vorfreude auf das Highlight-Spiel deutlich spürbar.

Die Club-Juniorinnen starteten ordentlich in die Partie und traten von Beginn an selbstbewusst und mit hoher Intensität auf. Die Anfangsphase gestaltete sich ausgeglichen, jeder Zweikampf wurde mit voller Entschlossenheit geführt. Die erste Großchance gehörte den Nürnbergerinnen in der 18. Minute: Nach einer frühen Balleroberung setzte Sandbichler die HSV-Torhüterin mit einem gefühlvollen Lupfer unter Druck, traf jedoch nur den Pfosten. Nach rund 20 Minuten kamen die Gastgeberinnen besser ins Spiel und wurden vor allem durch Standardsituationen gefährlich. Zwei Freistöße aus aussichtsreicher Position gingen über das Tor, zudem war FCN-Torhüterin Paschedag in der 26. Minute aufmerksam zur Stelle. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit übernahmen die U17-Juniorinnen wieder mehr Spielanteile, blieben trotz guter Ansätze jedoch ohne Torerfolg.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit lag das Momentum zunächst beim HSV. Direkt nach Wiederanpfiff hatten die Hamburgerinnen eine Großchance, bei der der Club Glück hatte, dass der Ball am Aluminium landete. Nach etwa zehn Minuten fanden die Nürnbergerinnen wieder besser in die Partie, gewannen mehr Zweikämpfe und kontrollierten das Spielgeschehen phasenweise. Abschlüsse von Sandbichler, Eisfeld und Janzer in der 58., 61. und 65. Minute verfehlten das Ziel nur knapp oder wurden zur Ecke geklärt. In der 66. Minute brachte Haupeltshofer nach einer Ecke den Ball in den Strafraum. Janzer schaltete am schnellsten und traf zur vermeintlichen Führung für die Club-Juniorinnen. Der Treffer wurde jedoch wegen eines vorherigen Handspiels aberkannt. Nach dieser starken Phase des Clubs wurde der HSV nochmals gefährlicher. In den letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit gehörte das Spiel klar der Heimmannschaft, doch Paschedag hielt ihre Mannschaft mit starken Paraden in der 72. und 76. Minute im Spiel. Nach intensiven 80 Minuten ging es torlos in die Verlängerung.

In der Verlängerung machte sich der hohe Aufwand der U17 zunehmend bemerkbar, die Kräfte schwanden. Die Hamburgerinnen erspielten sich nun mehr Chancen, ließen diese jedoch zunächst ungenutzt. Als sich bereits vieles auf ein Elfmeterschießen hindeutete, rutschte kurz vor dem Abpfiff ein Ball durch die Nürnberger Defensive. Die HSV-Stürmerin setzte sich im Eins-gegen-eins gegen Paschedag durch und erzielte mit dem Schlusspfiff den entscheidenden Treffer zum 1:0.

Die Enttäuschung nach dem bitteren Aus war entsprechend groß. Trainer Dominik Piskol fand dennoch klare und wertschätzende Worte: „Am Ende tut diese Niederlage unfassbar weh, weil die Mädels alles investiert haben und mehr verdient gehabt hätten.“ Gleichzeitig lobte er das Auftreten seiner Mannschaft: „Ich bin mit unserer fußballerischen Leistung und vor allem mit unserem mannschaftlichen Auftreten sehr zufrieden. Ich bin stolz auf unser Spiel.“ Trotz des schmerzhaften Endes blickt der FCN-Trainer nach vorne: „Dieser Moment zeigt, was jede Einzelne und wir als Team leisten können. Daraus müssen wir die Motivation für alle weiteren Aufgaben ziehen.“


]]>