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Sonntag, 17.10.2010

"Um den Lohn der eigenen Arbeit gebracht"

Zweimal ausgeglichen, am Ende verloren: Club lässt beim 2:3 drei Punkte bei St. Pauli.

24.334 Zuschauer, davon 2.121 mitgereiste Cluberer, viermal so viele Bestellungen für Tickets lagen dem 1. FC Nürnberg vor (!), sorgten am 8. Spieltag für die berühmte "Tollhaus"-Stimmung am Millerntor. Nach 90 gespielten Minuten jubelten aber leider die Paulianer über den ersten Saison-Heimsieg - Club und Anhänger fuhren nach einem nervenaufreibenden Spiel trotzdem nicht mit gesengten Häuptern nach Hause.

In einer von Taktik geprägten ersten Hälfte hatte der 1. FCN durch Julian Schieber (8./33.) und Per Nilsson (30.) die besseren Möglichkeiten, St. Pauli wurde nur einmal, durch Fabian Boll (20.), vor Raphael Schäfers Kasten gefährlich. Ausgerechnet Gerald Asamoah, der nach wochenlanger Verletzungspause erstmals wieder von Beginn an ins Team von Pauli-Coach Holger Stanislawski zurück gekehrt war, staubte kurz vor Halbzeitpfiff nach einer Ecke aus naher Distanz zu seinem zweiten Saisontreffer ab (45. + 1.). Schiedsrichter Gagelmann hatte ein Foulspiel von Zambrano an Timmy Simons im Strafraum übersehen, eine Szene, die durchaus hätte abgepfiffen werden können.

Erste Hälfte Taktik, zweite Hälfte Tore

In der zweiten Halbzeit ging es dann aber zur Sache - Dieter Heckings Mannschaft kam selbstbewusst aus der Kabine heraus. Drei Zeigerumdrehungen nach Wiederanpfiff erzielte Mehmet Ekici nach schöner Vorarbeit von Jens Hegeler seinen fünften Latten- bzw. Pfostentreffer in dieser Saison. Doch diesmal sprang der Ball vom rechten Pfosten ins gegnerische Gehäuse - 1:1-Ausgleich! Das Spiel wurde nun schneller, doch St. Pauli zeigte sich nicht geschockt: Erneut erzielte St. Pauli die Führung nach einem Eckball. Ebbers traf zu seinem zweiten Saisontor.

Die Cluberer zeigten Herz, zeigten Moral - Andy Wolf stieg, wie schon beim 2:1-Siegtor gegen Schalke 04, am höchsten und erzielte drei Minuten nach dem erneuten Rückstand per Kopf den abermaligen Ausgleich. Die Partie stand nun auf Messers Schneide - Spannung pur. Dann machte Holger Stanislawski alles richtig, wechselte Bruns ein. Der köpfte acht Minuten vor Schluss das Tor zum 3:2-Sieg der Hamburger. Dieter Hecking resümierte am Sonntag: "Das war eine unnötige Niederlage, die wir uns auf die eigenen Fahnen schreiben müssen, wir waren dreimal nicht wach, haben geschlafen. Die Zuteilung passte nicht, wir haben nicht konsequent verteidigt und uns so um den Lohn der eigenen Arbeit gebracht."  

Gündogan Wadenprellung

Die medizinische Abteilung des 1. FC Nürnberg hat in den nächsten Tagen ordentlich zu tun: Ilkay Gündogan zog sich schon in der 3. Minute der Partie eine schwere Wadenprellung zu. Der 17-jährige Markus Mendler, der gestern sein Bundesliga-Debüt feierte, zog sich eine schwere Quetschung der rechten Hand zu, läuft aber am Sonntag, 17.10.10, schon wieder im Bundesligaspielbetrieb in der U19-Mannschaft auf. Per Nilsson und Rubin Okotie plagen sich mit einer Grippe. Mike Frantz laboriert noch an seiner Mittelfußprellung, absolvierte nur Lauftraining mit Reha- und Fitnesscoach Andreas Beck. Alle, auch Robert Mak, der seine Sprunggelenksverletzung fast auskuriert hat, können wahrscheinlich am Dienstag wieder ins Training einsteigen. Dieter Hecking lässt seine Jungs um 10.00 und 15.30 Uhr trainieren.

 

 


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