Tore, Punkte & Talente: So startet die 2. Liga ins neue Jahr
Mit dem Start in die Rückrunde der 2. Bundesliga wartet auf den 1. FC Nürnberg eine zweite Saisonhälfte mit vielen attraktiven Spielen und spannenden Geschichten.
- Das Programm
Auch in der Rückrunde stehen wieder einige echte Highlights für den Club an: Auswärts am Freitagabend am Bölle in Darmstadt, die Traditionsduelle Ende Februar/Anfang März in Bochum und Berlin und natürlich am Saisonende das Derby. Und auch vor heimischem Publikum wird im Max-Morlock-Stadion wieder einiges geboten. Ob gegen ambitionierte Lauterer, sich im Abstiegskampf befindliche Dresdner und Magdeburger oder beim letzten Heimspiel gegen die Freunde auf Schalke. S04 bestreitet am Samstagabend bei der Hertha in Berlin übrigens das erste Topspiel des neuen Jahres.
- Die Transfers
In der letzten Winterpause sorgte der Club mit seinen Millionentransfers von Finn Jeltsch und Stefanos Tzimas für Schlagzeilen. Auch in diesem Winter gab's wieder einen spektakulären Wechsel von Liga zwei in Liga eins. Younes Ebnoutalib, mit 12 Toren Toptorjäger der 2. Liga, zog es für einen hohen Millionenbetrag von der SV Elversberg zu Eintracht Frankfurt. Übrigens: Auch in der letzten Winterpause wechselte der beste Zweitliga-Torschütze der Hinrunde in die Bundesliga: Damals war's Budu Zivzivadze, der aus Karlsruhe nach Heidenheim übersiedelte.
- Die Tabelle
Mit 37 Punkten startet der FC Schalke als Herbstmeister in die Rückrunde. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel schafften elf von 13 Vereinen, die nach 17 Spieltagen 37 Punkte hatten, am Ende auch den Aufstieg. Und, weiteres gutes Omen für Schalke: In den vergangenen drei Saisons stieg der Herbstmeister am Saisonende auf. Der Club rangiert aktuell mit 22 Punkten auf Platz acht und hat damit exakt so viele Zähler, wie zur Winterpause der letzten Saison. Damals konnte man in der Rückrunde punktemäßig nochmal zulegen und lief am Ende mit insgesamt 48 Punkten ein.
- Die Tore
FCN-Auftaktgegner Elversberg stellt nach der Hinrunde mit 31 Treffern den bislang besten Sturm der Liga. Ein Blick in die Datenbanken zeigt: Erst zweimal in der Zweitliga-Historie hatte das treffsicherste Team der Liga weniger Tore: In der Saison 1993/1994 Saarbrücken mit 30 und 2014/2015 Heidenheim und Ingolstadt mit nur 28. Vorne mangelte es in der Hinrunde beim Club. Nur 19 Treffer sind die zweitschwächste Ausbeute aller Teams, nur Düsseldorf (15) traf seltener. Hinten zeigte sich die Klose-Elf dagegen mit nur 23 Gegentoren meist stabil. Bereits 44 Gegentreffer kassierte die SpVgg aus Fürth. Nur der FSV Frankfurt kassierte in der Saison 1994/1995 noch mehr nach 17 Partien (52).
- Die Talente
Dass der Club auf den Nachwuchs setzt und Talenten nicht nur die Chance, sondern viel Spielzeit gibt, ist längst kein Geheimnis mehr. Wie schon in der Vorsaison stellt der FCN bislang mit im Schnitt 23,9 Jahren zusammen mit Paderborn die jüngste Mannschaft der Liga. Seine jüngste Startelf schickte Miro Klose in Magdeburg (23,0 Jahre) ins Rennen, aber auch bei den Partien in Kaiserslautern, gegen Bielefeld und Braunschweig war die erste Elf nur unwesentlich älter (23,1). Den Rekord für den jüngsten Zweitliga-Spieler aller Zeiten holte sich in der Vorrunde derweil Herthas Kennet Eichhorn. Der Berliner war bei seinem Debüt erst 16 Jahre und 14 Tage alt. Auf Rang zwei der ewigen Rangliste schob sich im November Lauterns Dion Hofmeister (16 Jahre, 4 Monate, 12 Tage).
- Die Zuschauer
Die 2. Bundesliga zählt weiterhin zu den bestbesuchten Ligen Europas. Vor allem Traditionsvereine wie Schalke (61.605 Zuschauer im Schnitt), Hertha BSC (48.451), der 1. FC Kaiserslautern (47.206) oder auch der 1. FC Nürnberg sorgen regelmäßig für beeindruckende Kulissen. Das Max-Morlock-Stadion verzeichnete dabei bislang einen Zuschauerschnitt von 34.982. Wer bei einem Heimspiel dabei sein will, hier geht's zum Ticketshop.