Profis Montag, 23.05.2022

Top-5-Saisonmomente: Emotional, lautstark, magisch

Fotos: Sportfoto Zink

Der Club blickt auf eine turbulente Saison zurück, die den FCN-Fans einige Highlights bot. fcn.de hat sich fünf besondere Momente herausgepickt.

  • Erster Saisonsieg gegen Düsseldorf

Es gibt nicht viele Spieler in Deutschlands Profi-Ligen, denen man einen Kuss des Vereinswappens auf dem Trikot abnehmen würde. Sicher ist: Enrico Valentini ist einer derjenigen. Nach seinem verwandelten Elfmeter in der Nachspielzeit des dritten Spieltages, der Club hatte die Fortuna aus Düsseldorf zu Gast, drehte unser Kapitän in Richtung Nordkurve ab, herzte das Club-Logo auf seinem Jersey und war Sekunden später auch schon von seinen jubelnden Mitspielern umzingelt.

Es war die letzte Aktion des Spiels, in der der Club seinen ersten Saisonsieg endgültig besiegelte. Nach zwei Unentschieden gegen Aue und Paderborn zum Auftakt freuten sich rund 13.000 Zuschauer im Max-Morlock-Stadion beim 2:0-Erfolg über den ersten dreifachen Punktgewinn dieser Spielzeit - und zudem das erste Club-Tor von Neuzugang Christopher Schindler.

  • Magischer Pokalabend ohne Happy End

Es sind Abende wie diese, für die man den Pokal-Wettbewerb liebt – auch wenn dieser kein positives Ende für den Club bereithielt. Nach 120 Minuten plus Elfmeterschießen war es am Ende der Hamburger SV, der mit etwas mehr Glück auf seiner Seite in die nächste Pokal-Runde einzog.

Dabei waren es ohnehin zunächst die Rothosen, die im Achteck in Führung gingen. Kurz vor der Pause drückte David den Ball nach einer Ecke per Kopf ins Tor. Nach dem Seitenwechsel bangten die Cluberer zunächst mit Tom Krauß, der nach einem schweren Zusammenprall behandelt und ausgewechselt werden musste. Anschließend fightete sich unser Team zurück ins Spiel, erzielte durch Taylan Duman den Ausgleich und lieferte sich mit dem HSV einen waschechten Pokalkrimi. Am Ende eines langen Abends stellte auch Hamburg-Coach Tim Walter fest: „Die Zuschauer haben ein tolles Spiel gesehen, das eigentlich keinen Verlierer verdient hat.“ Aber auch beim Club blieb die Erkenntnis: Wir können mit den "großen" Teams der Liga mithalten.

  • Last-Minute-Jubel in Sandhausen

So ungewöhnlich es klingt: Niederlagen waren in der Hinrunde der abgelaufenen Saison ein zunächst ungewohntes Gefühl für unsere Mannschaft. Elf Spieltage in Folge konnte kein Team der Liga unsere Cluberer bezwingen. Erst als es ausgelaugt vom Pokalspiel gegen den HSV bereits am Freitag zu formstarken Darmstädtern ging, kassierte der FCN seine erste Niederlage. Die zweite folgte eine Woche später. Nach 1:0-Führung drehte Werder Bremen die Partie noch kurz vor dem Ende.

Umso wichtiger, dass dem FCN in Sandhausen der Turnaround gelang. Lange Zeit sah es allerdings aus, als würde es die dritte Niederlage in Folge setzen, denn der SVS führte nach rund einer Stunde. Doch die Klauß-Elf bewies Moral, traf zunächst in Person von Fabian Nürnberger sehenswert mit einem satten Schuss aus 20 Metern zum Ausgleich (84.). Spät in der Nachspielzeit drückte schließlich noch Erik Shuranov den Ball über die Linie und sorgte für einen sehr emotionalen Jubel-Moment für Mannschaft und Fans.

  • Handwerkers Geniestreich

Ein weiterer später Sieg gelang unserem Club am 25. Spieltag im Heimspiel gegen den Hamburger SV. „Wir waren jetzt einfach mal dran“, fand auch unser Cheftrainer Robert Klauß nach der Partie und meinte damit „dass wir jetzt mal gegen ein Spitzenteam gewonnen haben.“ Bereits nach 15 Minuten bewies Pascal Köpke seinen Torriecher und bugsierte einen abgefälschten Nürnberger-Schuss ins Tor. Die Rothosen glichen zehn Minuten später aus.

Als dann alles nach einem Unentschieden aussah, fasste sich Tim Handwerker einfach mal ein Herz, zog von links Richtung Mitte und schloss mit seinem eigentlich schwächeren Fuß ab. Der Ball schlug flach im langen Eck ein. Der Torschütze damals: „Das ist natürlich ein super Gefühl, so ein Siegtor zu schießen. Den Moment genieße ich jetzt einfach mal.“

  • "Und alle Mann nach vorn!"

An das Heimspiel gegen Darmstadt 98 werden viele Club-Fans sicher noch lange denken. Angetrieben von einer stimmungsgeladenen Nordkurve – die Club-Ultras kehrten erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie ins Stadion zurück – lieferten sich der FCN und Darmstadt ein echtes Spitzenspiel. „Das Drehbuch hätte nicht besser sein können“, erinnert sich Cheftrainer Robert Klauß im CLUB TV-Abschlussinterview. „Das war hochemotional und hat richtig Spaß gemacht.“

Dovedan brachte seine Farben im ersten Durchgang in Führung, Pfeiffer glich nach einer Stunde aus. Zum "Man of the Match" kürte sich schließlich Lukas Schleimer. 25 Minuten vor dem Ende eingewechselt erzielte unsere Nummer 36 zunächst die 2:1-Führung, ehe er noch mit dem Abpfiff das Eigentor zum 3:1 erzwang. Anschließend ging es für die komplette Mannschaft in die Kurve, die mit dem Team den emotionalen Heimsieg feierte. „Da kriege ich immer noch Gänsehaut“, gesteht Klauß.

 

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