Tim Drexler und der Schritt ins Ungewisse
Vor ziemlich genau einem Jahr betrat er als neues Gesicht den Home Ground in Herzogenaurach, einen Tag später wurde die Leihe von Tim Drexler zum FCN damals offiziell. Wir haben uns den jungen Defensivspieler daher zum Interview geschnappt und mit ihm darüber gesprochen, weshalb der Club für ihn „ein besonderer Verein ist“.
Servus, Tim! Ist der Home Ground ein spezieller Ort für dich?
Ich würde schon sagen, dass das hier ein besonderer Ort für mich ist. So ziemlich genau vor einem Jahr hatte ich hier meine ersten Tage beim FCN. Und darüber hinaus ist es schon cool, hier das Trainingslager absolvieren zu dürfen.
Du hast es schon angesprochen: Vor ziemlich genau einem Jahr bist du zu uns gestoßen – wie blickst du rückwirkend auf diese Entscheidung?
Sehr positiv. Für mich war es damals mein erster Wechsel weg von der TSG Hoffenheim. Es war etwas ungewohnt und ich wusste nicht so richtig, was auf mich zukommt. Es war für mich ein Schritt ins Ungewisse. Aber im Nachhinein war es die richtige Entscheidung und auch im Sommer ist es mir nicht wirklich schwergefallen und ich war sofort wieder in der Mannschaft integriert. Auch wenn wir als Team erst einmal eine schwierige Situation zu bewältigen hatten und uns unten rauskämpfen mussten.
Es scheint dir dann ja wirklich gefallen zu haben, denn im Sommer bist du erneut zu uns gekommen. Was bedeutet dir der 1. FC Nürnberg mittlerweile?
Mittlerweile ist vielleicht das falsche Wort: Für mich ist der Club schnell zu einem besonderen Verein geworden. Ich kann mich mit der Stadt, dem Verein und den Fans zu 100 Prozent identifizieren.
Hattest du eigentlich deine Wohnung schon gekündigt?
Es war eine sehr knappe Nummer. Ich habe gekündigt, aber mir wurde gesagt, dass wenn ich wiederkomme, ich die Wohnung wiederhaben kann. Es fanden im August dann auch schon einige Besichtigungen statt, aber kurz vor Ablauf der mir gesetzten Frist war ich wieder zurück und konnte in die selbe Wohnung.
Welche Rolle spielte das Trainerteam in deiner Entscheidung? Wer fördert dich am meisten?
Das hat natürlich eine wichtige Rolle gespielt. Miro und auch Pino kann ich schon als meine Förderer bezeichnen, sie machen mich tagtäglich zu einem besseren Fußballer. Ich weiß nicht, ob ich mich noch einmal für den FCN entschieden hätte, wäre ein anderes Trainerteam dagewesen wäre. Ich wusste, dass ich mich in der Mannschaft und mit diesem Trainerteam wohlfühle und sie wussten, was sie an mir haben. Das war für mich schon ein wichtiger Faktor.
Du kannst das Ganze ja jetzt aus zwei Blickwinkeln bewerten. Einmal als neuer Spieler und einmal als einer, der schon ein Jahr da ist: Wie nimmst du die Stimmung innerhalb der Mannschaft war?
Bezüglich der Gesichter hat sich natürlich einiges verändert. Da sind auch neue Charaktere dabei. Es sind jetzt andere Spieler, die die Verantwortung übernehmen. Vor einem Jahr war beispielsweise Vale noch da, jetzt sind es Jan oder Adriano, die vorangehen. Die Stimmung an sich ist aber auf keinem Fall schlechter, sondern nach wie vor sehr gut.
Da wir auch kurz vor dem Ende des Trainingslagers stehen: Wie fällt dein erstes Fazit aus? Woran wurde gearbeitet?
Wir hatten jetzt keinen speziellen Fokus, sondern haben weiterhin an all unseren Themen gearbeitet. Dies aber deutlich intensiver und in mehr Einheiten, als während einer normalen Trainingswoche, damit wir für die Rückrunde auch gute Beine und die richtige Basis haben.
Also fühlt ihr euch bereit für das Testspiel und den Rückrundenstart gegen Elversberg?
Absolut.