Testspiel-Doppelschicht: Sieg gegen Milan, Niederlage gegen Zürich
Beim Blitzturnier in der Schweiz konnten sich die ClubFrauen in zwei intensiven Spielen unter Beweis stellen. Gegen den Gastgeber FC Zürich und AC Mailand zeigte das Team von Cheftrainer Thomas Oostendorp einen soliden Auftritt. Nach jeweils 45 Minuten Spielzeit endeten die Partien mit einer 0:1-Niederlage gegen den FC Zürich und einem 2:1-Sieg gegen AC Mailand.
Das Personal
Startelf ClubFrauen vs. FC Zürich: Romero – Svensson Senelius, Mailbeck, Mai (30. Guttenberger) – Meroni, Brengel (23. Miller), Seguin, Lein (23‘ Homann) - Scholz, Günster, Deuber
Im Vergleich zum Testspiel gegen den VfB Stuttgart nahm das Trainerteam sechs Veränderungen in der Startelf vor. Mai und Mailbeck rückten neu in die Anfangsformation. Svensson Senelius komplettierte das Defensivtrio. Ebenfalls neu in der Startelf war Nasstasja Lein, die gemeinsam mit Brengel, Meroni und Seguin die Viererkette bildete. Für Maelle Seguin bedeutete der Einsatz ihr Startelf-Debüt im Trikot der ClubFrauen, nachdem sie kürzlich zum FCN gewechselt war. In der Offensive begannen Deuber und Günster gemeinsam mit Scholz. Um dem Ansatz gleichmäßiger Einsatzzeiten weiterhin gerecht zu werden, wurde nach rund 20 Minuten auf mehreren Positionen gewechselt: Guttenberger, Homann und Miller kamen neu ins Spiel, während Mai, Lein und Brengel zunächst wieder auf der Bank Platz nahmen.
Startelf ClubFrauen vs. AC Mailand: Rusek - Guttenberger, Thöle, Fröhlich- Homann, Brengel, Miller, Pollak - Licina, Baumgärtel, Lein
Im Spiel gegen den AC Mailand wurde die Startelf durchrotiert, um allen Spielerinnen eine möglichst ausgeglichene Spielzeit zu ermöglichen. Im Tor begann Larissa Rusek. Die defensive Dreierkette bildeten Clara Fröhlich, Amelie Thöle und Luisa Guttenberger, die bereits im Spiel gegen den FC Zürich Einsatzminuten gesammelt hatte. Im zentralen Mittelfeld agierten Brengel, Miller, Homann und Pollak. Den offensiven Part übernahmen Lein, Baumgärtel und Licina, die gemeinsam das Angriffstrio stellten.
Spiel gegen FCZ: Viel Aufwand, kein Ertrag
Die ClubFrauen mussten sich im Testspiel gegen den FC Zürich knapp mit 0:1 geschlagen geben. In einem körperbetonten und engen Spiel fiel der entscheidende Treffer nach 26 Minuten. Zu Beginn tasteten sich beide Teams zunächst ab. Die erste gefährliche Aktion hatte Zürich nach einem Foulspiel in der 7. Minute, doch Franziska Mai konnte den Freistoß klären. Auf der Gegenseite versuchte sich Jonna Brengel mit einem flachen Freistoß (10.), traf aber nur die Mauer. Der FCN kam in der Folge etwas besser ins Spiel. Nach einem Foul an Maelle Seguin brachte Brengel erneut einen Freistoß in den Strafraum, fand jedoch keine Mitspielerin (14.). Die größte Chance für Nürnberg hatte Nasstasja Lein in der 18. Minute: Nach starker Einzelleistung über links tunnelte sie ihre Gegenspielerin, scheiterte aber am rechten Pfosten.
Kurz darauf köpfte Senelius nach einem weiteren Standard auf das Tor (20.), doch Zürichs Keeperin Hutchins parierte stark. In der 23. Minute wechselte der FCN doppelt – Miller und Homann kamen für Brengel und Lein. Das Tor des Tages fiel in der 26. Minute: Nach einem Freistoß traf Zürichs Borbala Vincze sehenswert per Direktabnahme in den Innenpfosten – Romero im FCN-Tor war chancenlos.
Der Club blieb bemüht. Homann wurde in der 34. Minute im letzten Moment am Abschluss gehindert, Miller scheiterte kurz darauf nach schöner Vorlage von Meroni aus kurzer Distanz (40.). Auf der Gegenseite wurde es noch einmal brenzlig, als Romero bei einer Ecke unter Bedrängnis den Ball fallen ließ (42.). Roduner verfehlte das Tor im Anschluss aus dem Rückraum nur knapp (43.).
Die Partie endete mit einem Gewitter über dem Heerenschürli – der knappe Rückstand blieb bestehen.
Die Stimme
„Ich glaube, wir waren die spielbestimmende Mannschaft, haben uns aber zu wenige klare Chancen erarbeitet. Vor allem die Tiefenläufe haben uns gefehlt. Zürich nutzt dann einen Schuss zum Tor, bei uns führt ein individueller Fehler zur entscheidenden Szene. Das ist schade, aber so etwas kann passieren", resümiert Cheftrainer Thomas Oostendorp nach der Partie gegen den FC Zürich.
Spiel gegen ACM: Stark gepresst, verdient gewonnen
Ein Gewitter über dem Gelände des Heerenschürrli führt zur Verschiebung des Spiels. Durch aktiven Blitz und Donner kann mit rund einer Stunde Verspätung angepfiffen werden. In einer intensiven 45-Minuten-Partie können die ClubFrauen sich am Ende den verdienten Sieger nennen.
Clara Fröhlich brachte den FCN früh per Elfmeter in Führung (13.), nachdem Laura Miller im Strafraum gefoult worden war. Die Antwort der Italienerinnen folgte prompt: Evelin Ige nutzte eine Unsicherheit in der Nürnberger Defensive und glich zum 1:1 aus (15.).
Kurz vor dem Schlusspfiff sorgte Nasstasja Lein nach starker Vorarbeit von Selma Licina für die erneute Führung (45.). Diese zieht beherzt vorm Tor ab und findet Lein, die sich alleine mit dem Ball vorkämpft und netzt.
Zuvor hatte der FCN mehrere gute Chancen: Jonna Brengel scheiterte nach schönem Zusammenspiel über Fröhlich und Julia Pollak an der Torhüterin (8.), Pollak köpfte nach einer Ecke an den Pfosten (29.) und Brengel verfehlte per Kopf nur knapp (22.). Lein hatte zudem eine gute Gelegenheit nach einem Mailänder Ausrutscher, verfehlte jedoch das Tor knapp (32.).
Die Stimme
„Wir waren über die gesamten 45 Minuten die dominierende Mannschaft. Die Intensität war richtig hoch, wir haben sehr gut verteidigt und konnten Mailand genauso unter Druck setzen, wie wir es uns vorgenommen hatten. Mailand will Fußball spielen – das kam uns entgegen, und wir haben es wirklich gut gemacht. Die klareren Chancen lagen bei uns. Am Ende war vielleicht ein bisschen Glück dabei, aber der Sieg geht absolut in Ordnung“, beschreibt Cheftrainer Oostendorp die Leistung seines Teams.