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Profis Freitag, 03.05.2019

Teamcheck Wolfsburg: Erst der Umbruch, dann Europa?

Foto: Sportfoto Zink

Mit einem 4:1-Erfolg in Hoffenheim setzte der VfL Wolfsburg ein dickes Ausrufezeichen im Kampf um die internationalen Plätze. Am Samstag gastiert der 1. FC Nürnberg in der Volkswagen Arena (Anpfiff 04.05.19, 15.30 Uhr).

  • Die bisherige Saison

In der Saison 2018/2019 ist der VfL Wolfsburg vor allem eines: Eine Wundertüte. Nachdem die Wölfe sich in der vergangenen Spielzeit nur über die Relegation in der Bundesliga halten konnten, folgte ein großer Umbruch, der bis dato anhält. Nach schwachen Ergebnissen wie der 0:6-Niederlage gegen den FC Bayern München folgten Erfolge wie der 4:1-Sieg gegen die TSG Hoffenheim als direkter Konkurrent um die internationalen Plätze. Cheftrainer Bruno Labbadia brachte zuletzt zwar mehr Stabilität in die neu besetzte Mannschaft, muss zum Saisonende seinen Posten aber dennoch räumen.

Mit derzeit 49 Punkten rangiert Wolfsburg auf dem achten Tabellenplatz und hat drei Spieltage vor Schluss noch die Möglichkeit, sich für Europa zu qualifizieren. „Es ist der Hammer, dass wir noch um die internationalen Plätze spielen können. Das ist kein Druck, sondern etwas ganz, ganz Positives“, sagt dazu Labbadia. Um diese Positivität aufrecht zu erhalten, muss der VfL zuhause gegen Nürnberg punkten. In der Rückrunde befinden sich die Niedersachen allerdings nur auf Platz elf der Heimtabelle.

  • Der Wolfsburger der Stunde

Wout Weghorst ist der Stereotyp eines Mittelstürmers und erinnert in etwa an den ehemaligen Wolfsburger Angreifer Bas Dost: 1,97 Meter groß, schlank, Holländer. Von seinen bislang 14 Saisontoren erzielte er mehr als die Hälfte in der Rückrunde, kämpft um einen Platz unter den Top 10 in der Torschützenliste und ist damit der Wolfsburger der Stunde.

Zuletzt glänzte Weghorst mit einem Dreierpack gegen Fortuna Düsseldorf und zwei Toren im Spiel gegen die TSG Hoffenheim. Zudem verwandelte der 26-Jährige vier von vier Elfmetern in dieser Saison.

  • Das Toptalent

Nachdem Elvis Rexhbecaj zuvor hauptsächlich in der zweiten Mannschaft der Wölfe zum Einsatz kam, spielte er nun seine erste richtige Saison bei den Profis. In 22 Spielen kam er überwiegend zu Kurzeinsätzen, durfte nur drei Mal die 90 Minuten voll mitwirken. Dennoch ist diese Saison ein weiterer wichtiger Schritt des Toptalents, an dem der englische Zweitligist Leeds und Premier-League-Aufsteiger Norwich City interessiert sein sollen.

Zu Saisonbeginn profitierte das 21-jährige Wolfsburger Eigengewächs vom Ausfall des Kapitäns Joshua Guilavogui. Aufgefallen ist das Talent vor allem durch sein großes Kämpferherz und ein starkes Zweikampfverhalten.

  • Das sagt Wolfsburg-Coach Bruno Labbadia

„Es ist unser vorletztes Heimspiel. Ich wünsche mir, dass wir diese positive Art, die uns diese Saison auszeichnet, leben. Wir brauchen Geduld und dürfen nicht hektisch werden. Die Fans können uns dabei extrem helfen.“

  • Das sagt FCN-Coach Boris Schommers

„Wir haben gegen die Bayern ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Wenn wir diese Leistung wieder abrufen, ist die Chance groß, auch in Wolfsburg etwas mitzunehmen. Es wird hoffentlich ein Spiel auf Augenhöhe. Wir wollen dieses Mal nicht nur punkten, sondern wir müssen punkten. Wolfsburg hat viele Qualitäten. Vor allem brauchen sie nicht viele Chancen, um Tore zu erzielen. Wir müssen in unserem Spiel eine gute Mischung finden.“