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Mittwoch, 27.10.2010

Teamcheck Werder Bremen

Am Samstag reist der 1. FCN in den hohen Norden. Die Norddeutschen im fcn.de-Check.

Formkurve:

Der Start in die aktuelle Saison misslang den Bremern gründlich. Ein vorläufiger Tiefpunkt war mit dem blamablen 1:4 gegen Hannover 96 am 5. Spieltag und einer 0:4-Demontage sieben Tage später in der Champions League gegen Inter Mailand erreicht. Auf die sportliche Talfahrt reagierte Werder Bremen mit einer ebenso ungewöhnlichen wie drastischen Maßnahme: Der Verein reduzierte die Gehälter seiner Profis um die Hälfte, ein bis dato in der Bundesligageschichte einmaliges Vorgehen der Hanseaten. Der Griff in den Geldbeutel der Profis scheint jedoch durchaus gefruchtet zu haben. Mit der aktuellen Ausbeute von zehn Punkten aus den letzten vier Spielen ist eine positive Trendwende ausmachbar. Aktuell liegt man damit auf dem achten Tabellenplatz. Auch das unglückliche Pokalaus gegen die Bayern am Dienstag, 26.10.10, kann den momentanen Aufwärtstrend der Bremer nicht widerlegen.

Personal:

Die sportliche Talfahrt zu Beginn der Saison kann auch auf Bremens akute Verletzungsmisere zurückgeführt werden. In den letzten Wochen hat sich das Lazarett der Norddeutschen jedoch allmählich gelichtet. Für ein Comeback des Bremer Schlussmannes Tim Wiese, der an einer in der Champions League erlittenen Innenbanddehnung loboriert, ist es am kommenden Samstag aller Vorraussicht nach zu früh. Für Wiese steht mit Sebastian Mielitz allerdings ein guter Ersatzmann im Kasten der Norddeutschen.

Der 21-jährige, eigentlich nur Bremens Nummer Drei, machte mit guten Paraden gegen Twente Enschede in der Champions Leauge und einem „überragenden Spiel“ (O-Ton Torsten Frings) gegen Borussia Mönchengladbach (kicker-Note 1 und Spieler des Spiels) eindrucksvoll auf sich aufmerksam. Zuletzt konnte Werder Bremen außerdem wichtige Leistungsträger wie Kapitän Torsten Frings, Per Mertesacker oder Claudio Pizarro zurück begrüßen.

Der beste Ausländer:

Apropos Pizarro: Der Peruaner ist seit letzten Samstag, 23.10.10, erfolgreichster ausländischer Stürmer seit Gründung der Fußball-Bundesliga im Jahr 1963. Beim ersten Auswärtssieg der Bremer in dieser Saison, gelang ihm gegen die Fohlen aus Gladbach sein Rekordtreffer Nummer 134. Damit hat Pizarro die beiden Brasilianer Giovane Elber (133) und Ailton (106) überholt. Im Schnitt erzielte der Mann mit der scheinbar eingebautern Torgarantie seit seinem Bundesliga-Debüt im Jahr 1999, 0,47 Tore pro Spiel - ein absoluter Spitzen-Wert.

Problemzone Abwehr:

Der Werder-Sturm ist also mit Claudio Pizarro und dem Portugiesen Hugo Almeida bestens besetzt. Wie schon in den vergangenen Spielzeiten, scheint allerdings auch diese Saison die Abwehr die Achillesferse der Bremer zu sein. Auch die Neuverpflichtung des erfahrenen Franzosen Mikael Silvestre hat noch nicht die gewünschte Stabilität in den Defensivverbund gebracht. Nach neun Spielen hat man bereits 18 Gegentore kassiert, durchschnittlich sind das zwei Tore pro Spiel. Nur beim Tabellenvorletzten Gladbach klingelte es häufiger.

Abwehrchef Per Mertesacker ist hingegen wieder auf dem Weg zurück zu alter Stärke, nachdem ihn eine Augenhöhlenverletzung zu Beginn der Saison aus der Bahn geworfen hatte. Daran kann auch sein Eigentor im letzten Spiel gegen die Borussen aus Gladbach nicht viel ändern. Mit vier Eigentoren ist in der ewigen „Torschützenliste“ nur der Mainzer Nicolce Noveski „erfolgreicher“ als „Merte“ (3).