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Teamcheck Donnerstag, 27.09.2012

Teamcheck VfB Stuttgart

fcn.de sah sich die Schwaben vor dem Duell am Samstag, 29.09.12, im Teamcheck etwas genauer an.

Foto: Picture Alliance

Es war im Sommer, inmitten der Vorbereitung des VfB Stuttgart, als deren Kapitän Serdar Tasci laut über die Ziele für diese Saison nachdachte:„Unser Kader hat sich nicht groß verändert, da kann ich mich jetzt doch nicht hinstellen und sagen, wir wollen im Mittelfeld herumgurken.“ Verständlich, wer wenige Wochen zuvor die Rückrunde als drittbestes Team abgeschlossen hatte, mochte sich nicht mit Mittelmaß beschäftigen.

Eine Aussage, die sein Trainer Bruno Labbadia jedoch zugleich mit der Warnung versah, sich ja nicht einen Rucksack mit allzu hohen Erwartungen aufzuladen. Ebenfalls verständlich, denn der Fußballlehrer vergaß natürlich nicht, was sich vor besagter Rückrunde abgespielt hatte: in der Vorrunde nämlich gurkte der VfB sehr wohl im Mittelfeld herum, linste mit einem bangen Auge gar nach unten. Und auch hinter den nicht groß veränderten Kader gilt es ein Aber zu setzen.

Verlust in der Breite

Die Schwaben hatten mit Boulahrouz (Sporting Lissabon) in der Tat zwar nur eine absolute Stammkraft verloren, mit Delpierre (Hoff enheim), Schieber (Dortmund), Gebhart (1. FC Nürnberg) und Celozzi (Eintracht Frankfurt) aber viel Qualität in der Breite verloren. Neu hinzu kam Tim Hoogland (ausgeliehen vom FC Schalke 04) zum Beispiel, der fraglos Klasse besitzt, aber die vergangenen zwei Jahre aufgrund einer komplizierten Knieverletzung nur sehr sporadisch spielen konnte.

Oder man nehme die in der vergangenen Rückrunde beim Club groß aufspielende VfB-Leihgabe Daniel Didavi. Zurückbeordert wurde der 22-Jährige, damit Bruno Labbadia eine echte Alternative zu Spielmacher Tamas Hajnal hat. Und dann verletzte sich die hochtalentierte Of ensivkraft in der Woche nach dem Saisonfi nale bei der Freundschaftsspiel-Tournee des 1. FCN schwer am Knie. Knorpelschaden, Operation und zumindest Hinrunde adieu – bitter für Didavi wie für den VfB.

Keine Angst vor Doppelbelastung

Kein Wunder also, dass Bruno Labbadia mit einem etwas mulmigen Gefühl in der Magengrube dieser Spielzeit entgegenblickte – zumal sein Team mit der Europa League eine zusätzliche Belastung zu meistern hat. Vom Fluch des Erfolges wollte und will der Trainer dennoch nichts hören. „Wir haben ein Jahr hart dafür gearbeitet, international dabei zu sein. Jetzt sollten wir auch dieses Privileg genießen“, betont er, auch wenn er die Kehrseite nicht verschweigt: „Es wird schon spannend, wie wir mit diesem engen Kader da durchkommen.“

Der Start verlief schließlich, sieht man einmal vom geschafften Sprung in die erste Gruppenphase der Europe League ab, nicht gerade wunschgemäß, und dies bezieht sich nicht nur auf die Ergebnisse – zu selten brachte der VfB auch sein Spiel ins Laufen. Das mit dem frühen Attackieren, dem schnellen Umschalten bei Ballgewinn sowie dem flotten Kombinieren in den gegnerischen Strafraum hinein ging der Labbadia-Elf verglichen mit der vergangenen Rückrunde meist nur schleppend und bruchstückhaft von den Füßen.

Sparkurs

Die Schuld der ungewohnten Doppelbelastung? Oder haben die Schwaben nur das, was man schlicht Startschwierigkeiten nennt? Was bereits jetzt, Holper-Start hin oder her, unstrittig feststeht: Der VfB hat zuletzt eine erstaunliche Entwicklung genommen. Als Fredi Bobic vor etwas mehr als zwei Jahren bei den Schwaben seinen Dienst als Sportdirektor antrat, leisteten diese sich mit 60 Millionen Euro einen sehr üppigen Personaletat– die Nachwehen der 2007 errungenen Deutschen Meisterschaft.

Der Mann, der einst als Aktiver für den VfB immer mutig voranstürmte, drückte in seinem neuen Amt gewaltig auf die Sparbremse, reduzierte besagten Etat um rund 35 Prozent – ohne dass der sportliche Erfolg darunter gelitten hätte, womit wir endgültig beim erstaunlich angelangt wären. Apropos erstaunlich: der VfB kam auch in den vergangenen Jahren nur mühsam aus dem Startblock, um später dann umso gewaltiger durchzustarten. Na prima, dann braucht er sich ja heute noch nicht sputen.

Spieldaten

6. Spieltag, 1. Bundesliga 2012/2013
0 : 2
1. FC Nürnberg
VfB Stuttgart
1. Vedad Ibisevic 0:1
75. 18466 0:2
Stadion
Stadion Nürnberg
Datum
29.09.2012 14:30 Uhr
Schiedsrichter
Florian Meyer
Zuschauer
43018

Aufstellung

1. FC Nürnberg
Schäfer - Chandler - Elias Santos (16. Balitsch) - Klose - Pinola - Simons - Cohen - Gebhart (72. Polter) - Kiyotake - Frantz (57. Esswein) - Pekhart
Reservebank
Rakovsky, Korczowski, Nilsson, Esswein, Balitsch, Mak, Polter
Trainer
Dieter Hecking
VfB Stuttgart
18466 - Sakai - Niedermeier - Molinaro (63. 18466) - Kvist - 18466 - Holzhauser - 18466 - 18466 (57. 18466) - Ibisevic - 18466 (46. Maza)
Reservebank
18466, Rüdiger, Maza, 18466, Kuzmanovic, 18466, 18466
Trainer
Bruno Labbadia

Ereignisse

1. min Spielstand: 0:1
Vedad Ibisevic

16. min Spielstand: 0:1
Hanno Balitsch kommt für Marcos Antonio Elias Santos

28. min Spielstand: 0:1
Christian Molinaro

46. min Spielstand: 0:1
Maza kommt für 18466

57. min Spielstand: 0:1
Alexander Esswein kommt für Mike Frantz

57. min Spielstand: 0:1
18466 kommt für 18466

63. min Spielstand: 0:1
18466 kommt für Christian Molinaro

72. min Spielstand: 0:1
Sebastian Polter kommt für Timo Gebhart

75. min Spielstand: 0:2
18466

86. min Spielstand: 0:2
Gotoku Sakai