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Mittwoch, 23.02.2011

Teamcheck Schalke

Die Knappen im fcn.de-Check.

Foto Bongarts

Fast genau einen Monat ist es her, dass Julian Draxler den 1. FC Nürnberg im DFB-Pokal Viertelfinale mit seinem Sonntagsschuss mitten ins Fußballerherz getroffen hat. Doch der Club ließ sich nicht davon unterkriegen und hat in der Liga seitdem viermal in Folge gewonnen. Für Schalke hingegen lief es, wie eigentlich schon in der gesamten Saison, mit vier geholten Punkten sehr durchwachsen. Auch Julian Draxler fiel bisher nicht weiter auf, fünf weitere Male wurde er seit dem Viertelfinale in Liga und Champions League eingewechselt, ein Tor ist ihm bisher noch nicht gelungen.

Tore erzielt für die Schalker in letzter Zeit vor allem Topstürmer Raúl. So netzte der Spanier zuletzt in der Champions League gegen Valencia zum 1:1-Ausgleich ein. Raúl ist somit mit 69 Trefferen Rekordtorschütze im Europapokal und bescherte nebenbei durch das wichtige Auswärtstor seinem Team gute Chancen auf ein Weiterkommen. Überhaupt überzeugten die Schalker auf internationalem Parkett bisher mit durchaus ansprechenden Leistungen, setzten sich in der Gruppenphase souverän durch.

Ex-Cluberer in Königsblau

In der Bundesligatabelle hinken die Knappen dagegen ihren eigenen Ansprüchen hinterher, erster sind sie nur in der Transfertabelle. In dieser Saison kamen und gingen je 19 Spieler, das ist Ligahöchstwert. Davon wurden vier in der Winterpause verpflichtet, um den Kader angesichts der hohen Belastung in drei Wettbewerben in der Breite zu verstärken. Mit Angelos Charisteas holte Felix Magath auch einen alten Bekannten aus Club-Zeiten, der Grieche erhielt auf Schalke einen Vertrag bis Saisonende.

Und noch ein bekanntes Club-Gesicht spielt im königsblauen Dress: Peer Kluge hat sich mittlerweile unter Magath zum Stammspieler im defensiven Mittelfeld gemausert. Nach einer überragenden Partie im Champions League-Hinspiel gegen Valencia, gelang dem Mittelfeldmotor am vergangenen Spieltag auch sein erstes Bundesligator für Schalke. Genutzt hat es allerdings wenig. Die Knappen gaben eine frühe 1:0-Führung aus der Hand und unterlagen dem Bundesligaschlusslicht Gladbach am Ende mit 2:1.

Über den Pokal nach Europa

Das erste Mal übrigens, dass Schalke in der Rückrunde mehr als einen Gegentreffer kassierte. Mittlerweile scheint sich die Defensive um Metzelder und Höwedes gefunden zu haben, erst vier Gegentore mussten sie in dieser Bundesligarückrunde hinnehmen. Bedanken kann sich das Team hierfür auch bei Nationalkeeper Manuel Neuer, der sich seit Wochen in bestechender Form präsentiert und mit herausragenden Paraden, unter anderem im Derby gegen Dortmund, den königsblauen Kasten sauber hielt.

Trotz eines überragenden Manuel Neuers mag es in dieser Bundesligasaison einfach nicht so recht laufen für die Magath-Truppe. Mit 29 Punkten sind die Schalker der Abstiegszone im Moment näher, als den angestrebten internationalen Plätzen. Der einzige Weg nach Europa scheint für die Knappen über den DFB-Pokal zu führen, im Halbfinale heißt der Gegner am kommenden Mittwoch FC Bayern München. Sollte diese Hürde erfolgreich genommen werden, würde im Finale mit Cottbus oder Duisburg eine vermeintlich lösbare Aufgabe gegen einen Zweitligisten warten.

90 statt 120 Minuten

In der Bundesliga will sich Schalke am Samstag das nötige Selbstvertrauen für die schwere Pokalaufgabe bei den Bayern holen. Der Club ist dabei, wie vor knapp einem Monat im selben Wettbewerb bewiesen, ein ernstzunehmender Gegner. Zweimal ging das Team von Trainer Dieter Hecking damals in der Arena auf Schalke durch Julian Schieber in Führung, ehe der andere Julian in der 119. Minute alle Nürnberger Pokalträume jäh beendete. Diesmal dauert die Partie allerdings nur 90 Minuten.