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Freitag, 17.12.2010

Teamcheck Offenbach

Club trifft zum Jahresabschluss auf Kickers Offenbach. Die Hessen im fcn.de-Check.

Nachdem es für den 1. FC Nürnberg in den ersten beiden Pokalrunden gegen zwei Vertreter der Regionalliga West, Eintracht Trier und den SV Elversberg, souveräne Siege gegeben hat, geht es nun gegen eine Mannschaft aus der nächsthöheren Spielklasse: In der dritten Pokalrunde trifft der Club auf den Drittligisten Kickers Offenbach.

Gewarnt ist man beim Club vor den Hessen, denn die Offenbacher haben sich in dieser Pokalsaison durchaus zum Favoritenschreck gemausert. Zuhause zwangen die Männer vom Main in der letzten Pokalrunde mit einer taktischen Meisterleistung sogar Herbstmeister Borussia Dortmund, in der Bundesliga auswärts mit maximaler Punktausbeute, in die Knie. Davor fertigte man den Zweitligisten VfL Bochum am Bieberer Berg souverän mit 3:0 ab.

Schwächelnde Hessen

Auch in der dritten Liga läuft es für die Hessen bisher ordentlich. Zur Zeit belegen die Offenbacher den dritten Tabellenplatz und wären damit für die Relegationsspielen um den Zweitliga Aufstieg qualifiziert. Am Bieberer Berg würden sie aber dennoch lieber direkt aufsteigen, nach einem sehr gutem Start in die Saison schien das durchaus möglich. Zuletzt schwächelte Offenbach jedoch etwas. Lediglich ein Spiel aus den letzten fünf Anläufen auf des Gegners Platz konnte gewonnen werden.

Offenbachs kleine Schwächephase ist allerdings nachvollziehbar. So haben die Verletzungen einiger wichtiger Stammkräfte die Hessen etwas aus der Bahn geworfen. Mit Denis Berger und Olivier Occean müssen die Offenbacher auch weiterhin auf zwei ihrer wichtigsten Offensivakteure verzichten. Der Topstürmer Occean aus Kanada, der zuvor in 14 Spielen neun Tore erzielte, wird den Kickers vorrausichtlich noch bis Anfang Januar 2011 fehlen.

Einmal Wolf, immer Club

Zuständig für die Lösung des Offenbacher Offensivproblems ist ein alter Bekannter. Seit dem 9. Februar 2010 lenkt Ex-Club-Coach Wolfgang Wolf die Geschicke am Bieberer Berg. Seine Club-Geschichte ist uns wohlbekannt: Der Nachnamensvetter von Kapitän Andreas Wolf wechselte im April 2003 zum 1. FC Nürnberg, konnte dort zwar den Abstieg in Liga Zwei nicht mehr verhindern, schaffte aber nach einer Saison in der 2. Liga den sofortigen Wiederaufstieg und im darauffolgenden Jahr den Klassenerhalt.

Somit legte der Pfälzer, der unter anderem Marek Mintal und Robert Vittek an den Valznerweiher lotste, den Grundstein für den späteren Pokalerfolg 2007. Und noch ein bekanntes Gesicht findet man im Kader der Offenbacher. Mittelfeldspieler Elson da Costa schnürte letzte Saison noch die Fußballschuhe für den FC Augsburg mit dem er in beiden Relegationsspielen gegen den Club auf dem Feld stand. Der Brasilianer weiß also bestens, wie es sich anfühlt, dem Club in einem K.O.-Spiel zu unterliegen.

Pokal schon in Offenbach

Die Offenbacher Kickers haben im Übrigen ein von Fans für Fans betriebenes Museum - das Kickers-Fan-Museum. Dort findet man Kickers-Utensilien aller Art, welche von den Betreibern um Thorsten Franke über die letzten 25 Jahre gesammelt wurden. Das alles wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn das Museum seit einigen Tagen nicht um ein ganz besonderes Ausstellungsstück reicher wäre: Neuerdings findet man dort eine Nachbildung des DFB-Pokals.

Gesponsert hat den Pott niemand geringeres als AREVA, das nebst Hauptsitz in Erlangen seinen zweiten Standort in Offenbach hat und bekannterweise Hauptsponsor des 1. FC Nürnberg ist. Hier enden allerdings sämtliche Parallelen, denn die Offenbacher durften den echten Pokal zuletzt vor vierzig Jahren in den Händen halten. Beim Club kennt man das Original noch gut von 2007.

Ganz egal, wie das Spiel am Dienstag, 21.12.10, ausgehen wird, die Pokal Nachbildung bleibt im Offenbacher Fan-Museum. Und wer weiß, vielleicht kann der Club ja bald nachziehen und im kommenden Sommer zur Eröffnung des Club-Museum in der neuen Geschäftsstelle das Original präsentieren...