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Profis Teamcheck Freitag, 19.09.2014

Teamcheck KSC: Auf dem Weg zurück

Vor dem dritten Auswärtsspiel der Saison blickt fcn.de auf den kommenden Gegner aus Baden.

Foto: Picture Alliance

An Abwechslung mangelte es den Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion über die Jahre hinweg nie. Seit der Eröffnung im Jahr 1955 hat sich in diesem Stadion schon einiges abgespielt. Die deutsche Nationalmannschaft war sechsmal zu Gast, zuletzt 1993 beim 5:0-Sieg gegen Uruguay. Die Deutschen sind in Karlsruhe immer als Sieger vom Platz gegangen.  Auch die Nationalmannschaft der Frauen war 2006 gegen Japan erfolgreich, als das Team von Silvia Neid die Gäste mit 6:3 besiegte.

Das Wildparkstadion war in der Vergangenheit auch Schauplatz von denkwürdigen Endspielen. 1987 spielte Borussia Mönchengladbach gegen die Boca Juniors aus Buenos Aires um den Weltpokal. Das Team aus der argentinischen Hauptstadt holte sich nach Unentschieden im Hinspiel mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg die begehrte Trophäe. Auch der Karlsruher SC erlebte im Heimstadion die eine oder andere Sternstunde des europäischen Spitzenfußballs. Unvergessen das "Wunder vom Wildpark", als die Mannschaft im November 1993 gegen den FC Valencia eine 1:3-Pleite aus dem Hinspiel mit 7:0 sensationell drehte und in die nächste Europapokal-Runde einzog.

Vom Europapokal bis in die dritte Liga

Klangvolle Namen wie Thomas Häßler, Mehmet Scholl oder Oliver Kahn findet man aktuell in den eigenen Reihen nicht. Von Spielorten wie Eindhoven, Bordeaux oder Porto können die Fans des KSC momentan nur träumen oder in Erinnerungen schwelgen. Zuletzt spielte der Karlsruher SC in der Saison 1997/1998 auf der internationalen Bühne. 1998 stieg der Verein in die zweite Bundesliga ab. Dann wurde es lange ruhig um den KSC. Die sportlichen Erfolge blieben aus, es folgte ein einjähriger Ausflug in die dritte Liga. 2009 war es dann wieder soweit, nach sieben Jahren kehrten die blau-weißen Jungs in die Bundesliga zurück.

Nach der ersten Saison belegte die junge Truppe um Trainer Ede Becker den elften Platz. In der Saison 2008/2009 konnte die Mannschaft nicht an die Erfolge anknüpfen, es erfolgte erneut der Gang in die zweite Liga. Anschließend belegte der KSC die hinteren Tabellenplätze und war weit vom Aufstiegsplatz entfernt. Mehrere Trainerwechsel konnten die sportliche Talfahrt nicht verhindern.

Beginn einer neuen Ära

Auch Markus Kauczinski konnte den Abwärtstrend zunächst nicht stoppen. Der langjährige Nachwuchscoach wurde im März 2012 zum Cheftrainer befördert, der KSC steckte damals tief im Tabellenkeller der 2. Liga fest. Unter Kauczinski zeigte das Team plötzlich ein anderes Gesicht, punktete fleißig - verpasste den Klassenerhalt am Ende allerdings in der Relegation knapp.

Und dennoch: Die Badener erkannten, mit Markus Kauczinski den richtigen Mann auf der Kommandobrücke gefunden zu haben. Gleich im ersten Jahr nach dem Abstieg in die Drittklassigkeit gelang der sofortige Wiederaufstieg. In der vergangenen Saison sorgte der KSC schließlich als Aufsteiger in Liga zwei für Furore, belegte am Ende einen starken fünften Platz - mit Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen.

Den Aufstieg im Visier

Der Sprung zurück in die Bundesliga ist über kurz oder lang das Ziel in Karlsruhe. Verein und Fans sehnen sich nach großen Namen, großen Spielen und großen Stadien. In den nächsten zwei, drei Jahren soll es mit der Rückkehr klappen. Gerne auch schon früher. Das Präsidium setzt auf Kontinuität und blickt erwartungsvoll in die Zukunft.

Bereits letztes Jahr verlängerte man den Vertrag von Trainer Kauczinski um weitere zwei Jahre bis 2016. Und wer weiß, vielleicht verhilft der 44-Jährige dem KSC zurück zum Glanz vergangener Tage.

Spieldaten

6. Spieltag, 2. Bundesliga 2014/2015
3 : 0
Karlsruher SC
9. Hiroki Yamada 1:0
20. Reinhold Yabo 2:0
40. Reinhold Yabo 3:0
1. FC Nürnberg
Stadion
Wildparkstadion
Datum
21.09.2014 12:30 Uhr
Schiedsrichter
Daniel Siebert
Zuschauer
19000

Aufstellung

Karlsruher SC
Orlishausen - Klingmann, Gulde, 18466, Kempe - Peitz, Torres (71. Alibaz), Yabo (86. Nazarov), 18466, Yamada - Micanski (57. van der Biezen)
Reservebank
Vollath, Max, 18466, Alibaz, Nazarov, Valentini, van der Biezen
Trainer
Markus Kauczinski
1. FC Nürnberg
Schäfer - Celustka, Petrak, Pinola, Ramirez - Mössmer, Candeias, Polak, Schöpf, Gebhart (30. Füllkrug) - Sylvestr (61. Mlapa)
Reservebank
Rakovsky, Bulthuis, Pachonik, Stark, Füllkrug, Koch, Mlapa
Trainer
unbekannt

Ereignisse

0. min Spielstand: 0:0


9. min Spielstand: 1:0
Hiroki Yamada

20. min Spielstand: 2:0
Reinhold Yabo

30. min Spielstand: 2:0
Niclas Füllkrug kommt für Timo Gebhart

34. min Spielstand: 2:0
Jakub Sylvestr

40. min Spielstand: 3:0
Reinhold Yabo

44. min Spielstand: 3:0
Manuel Gulde

56. min Spielstand: 3:0
Cristian Ramirez

57. min Spielstand: 3:0
Koen van der Biezen kommt für Ilijan Micanski

61. min Spielstand: 3:0
Peniel Kokou Mlapa kommt für Jakub Sylvestr

71. min Spielstand: 3:0
Selcuk Alibaz kommt für Manuel Torres

77. min Spielstand: 3:0
Dominic Peitz

82. min Spielstand: 3:0
Daniel Candeias

86. min Spielstand: 3:0
Dimitrij Nazarov kommt für Reinhold Yabo