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Mittwoch, 26.01.2011

Teamcheck HSV

Der Blick geht nach vorn: fcn.de nimmt den Hamburger SV in den Fokus.

Foto: DFL

Einmal Club, immer Club

Beim HSV muss man schon genau hinsehen, sonst könnte man bei der Fülle an Ex-Cluberern schon mal den einen oder anderen vergessen. Mit David Jarolim, Dennis Diekmeier und Eric Maxim Choupo-Moting gibt es im Kader der Hanseaten derzeit ein Trio, das den Club-Dress trug – vor allem die beiden Letztgenannten dürften allen Club-Fans noch bestens bekannt sein, schließlich hatten sie nicht gerade wenig Anteil am Klassenerhalt in der vergangenen Saison.

Rechtsverteidiger Diekmeier ist allerdings seit seinem Weggang vom Verletzungspech verfolgt: Er hat noch kein Bundesliga-Spiel für den HSV bestreiten können. Und auf der HSV-Trainerbank sitzt so viel erlebte Club-Erfahrung wie nirgends anders in der Liga. Zu Michael Oenning müssen wir wohl keine großen Worte verlieren. Er war es, der den Club 2009 in die erste Liga zurückführte und zudem Ilkay Gündogan an die Noris lotste.

Anders sieht es bei Reiner Geyer (46), dem zweiten Assistenz-Trainer, aus. Dass er ein echter Cluberer ist, dürfte der eine oder andere jüngere Club-Fan nicht wissen. Im Alter von zwölf Jahren kam der gebürtige Oberfranke 1976 zum 1. FCN, spielte dann zwölf Jahre für ihn, 88-Mal in der ersten  Mannschaft, wo er in Liga 1 und 2 insgesamt 15 Tore erzielte. Als Trainer jedoch hat er noch nicht beim Club gearbeitet. Umgekehrt hält sich die HSV-Erfahrung in engen Grenzen, beschränkt sich auf die oberste Führungsebene. Ralf Woy, Vorstand Finanzen und Verwaltung, ist ja ein Hamburger Jung und kam als bekennender HSV-Fan an die Noris. Mittlerweile ist er freilich längst erfolgreich missioniert worden, wobei er unverändert dem HSV die Daumen drückt – mit Ausnahme von diesem Samstag versteht sich.

Ruud van Nistelrooy und Real Madrid

Real Madrid wollte ihn, er wollte zu Real – und doch kommen sie vorerst nicht zusammen. Den Wechselabsichten ihres niederländischen Starstürmers Ruud van Nistelrooy (34) hat die Führung des HSV mit einem klaren Nein einen Riegel vorgeschoben. Und auch die gebotene Ablöse von zwei Millionen Euro plus ein Ablösespiel erwies sich dabei nicht als Türöffner.

Mladen Petric und die Quote

So richtig oft war er für den HSV in dieser Serie noch nicht am Ball: Der von Verletzungen heimgesuchte Mladen Petric stürmte bislang erst zehnmal für die Hanseaten. Umso beachtlicher seine Quote: Fünf Treffer erzielte der 30-Jährige, drei dieser Tore waren entscheidende und insgesamt fünf Punkte wert. Seinen Wert unterstrich er jüngst gegen Frankfurt. Beim 1:0 feierte er, zur zweiten Hälfte eingewechselt, nach zweieinhalbmonatiger Zwangspause sein Comeback und erzielte prompt das goldene Tor.

Heung Min Son und der Asien-Cup

Heung Min Son heißt die große Entdeckung des HSV in dieser Saison. Der 18-jährige stets gut gelaunte Südkoreaner dribbelte sich in Windeseile in die Herzen der Fans – und in die Nationalelf seines Heimatlandes dessen Farben er derzeit beim Asien-Cup vertritt. Und dies übrigens mit Bravour. In der Vorrunde gegen Indien erzielte er sein erstes Länderspiel-Tor und um Haaresbreite verpasste er mit seinem Team den Einzug ins Endspiel. Im Halbfinale musste sich Südkorea Japan im Halbfinale geschlagen geben.