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Donnerstag, 05.05.2011

Teamcheck Hoffenheim

Der Gegner im Fokus: Die TSG 1899 Hoffenheim gastiert am Samstag beim Club.

Gestern Club, heute...

Auf zur letzten Runde in dieser Spielzeit unserer beliebten Rubrik „gestern Club, heute im falschen Trikot“, die häufig ja mit einer Prognose verbunden wurde, die wiederum die Zuverlässigkeit von Krake Paul hatte – meistens zumindest. So weit so gut, wobei es auf dem Papier alles andere als gut aussieht für die 1899er. Bei ihnen steht klar die Null, denn kein Einziger bei ihnen verfügt über interne Club-Kenntnisse.

Umgekehrt sieht es da schon anders aus. Mit Per Nilsson steht nunmehr der Ex-TSG-Kapitän in Diensten des 1. FCN, zudem kehrte mit Christian Möckel der Mann als Chefscout nach Nürnberg zurück, der in eben dieser Funktion maßgeblich zum Höhenflug der Hoffenheimer beigetragen hatte. Zwei Hochkaräter also, was wiederum verdammt nach einem glatten 2:0 für den Club schreit. Sagt zumindest das sich an harten Fakten orientierende 1. FCN-Orakel voraus.

Manager Ernst Tanner

Wer im Internet bei den gängigen Suchmaschinen den Namen Ernst Tanner eingibt, wird selbstredend fündig, allerdings nicht in dem Maße, das ansonsten bei Managern eines Bundesligisten normalerweise der Fall ist. Kein Wunder, denn Ernst Tanner hat zwar den deutschen Fußball in den vergangenen Jahren mitgeprägt, ist aber erst am 1. Juli 2010 in dessen Rampenlicht getreten.

An jenem Tag übernahm er den Managerposten bei 1899, nachdem er zuvor bei 1860 eher im Hintergrund gearbeitet hatte. Er war dort für den erfolgreichen Nachwuchsbereich zuständig, der Jahr für Jahr hochkarätige Akteure wie Lauth, Gebhardt oder die Bender-Zwillinge ausspuckte. Anders ausgedrückt: Ohne Tanner würde es die „Löwen“ heute wohl schon längst nicht mehr geben, denn der Verkauf ihrer Talente hielt sie jüngst finanziell immer knapp über Wasser.

Abwehrspieler Andreas Beck

Wohl dem, der Linksfüßer ist und gut verteidigen kann. Damit gehört er zu einer raren Spezies im Fußball, was ihn wiederum automatisch begehrt macht. Frag nach bei 1899-Kapitän Andreas Beck. Der kann zwar an seine Form, die ihn einst in die deutsche Nationalelf brachte,  derzeit nicht mehr anknüpfen, dennoch steht der 24-Jährige auf dem Wunschzettel eines international renommierten Vereins wie Juventus Turin ganz oben.

Der Haken: 1899 kann ihn per Option bis 2013 an sich binden, was Manager Erich Tanner jedoch nicht als Trumpf sieht. „Einen Spieler gegen seinen Willen zu halten, ist immer problematisch“, sagt Tanner. Dies heißt im Klartext: Beck soll sich klar zu 1899 bekennen, oder sie beginnen, die Ablöseverhandlungen mit der großen alten Dame Italiens. Insider gehen von Letzterem aus, weil Beck bei Juve bessere Chancen sehe, seiner ins Stocken geratenen Nationalelf-Karriere neuen Schub zu verleihen.

Rasselbande der Liga

Was war in den vergangenen Tagen nicht alles vom neuen Deutschen Meister Borussia Dortmund zu sehen, zu hören und zu lesen. Das mit der jungen Rasselbande zum Beispiel, die zum Titel stürmte, weiß mittlerweile in Deutschland auch derjenige, der sich nur am Rande für Fußball interessiert. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der BVB in der Rückrunde mitnichten die jüngste Elf aufs Feld schickte. Der neue Deutsche Meister kam im Schnitt auf 24,17 Jahre und damit auf den zweitbesten Wert. Die Bestmarke stellt indes die TSG 1899 mit 24,03 auf. Meister ist der BVB, doch die Rasselbande der Liga kommt aus dem Kraichgau.