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Dienstag, 07.12.2010

Teamcheck 1899 Hoffenheim

Am Samstag geht es für den Club in den Kraichgau zur TSG 1899. Die Hoffenheimer im fcn.de-Check.

Wo liegt eigentlich Hoffenheim? Noch vor ein paar Jahren hätte wohl kaum ein Fußballfan den Verein auf der geläufigen Fußballlandkarte lokalisieren können. Kein Wunder, stammt doch der hiesige Sportverein, die TSG 1899 Hoffenheim, aus einem kleinen, nur 3.300 Einwohner zählenden Stadtteil Sinsheims und war bis 2007 noch in der Regionalliga unterwegs.

Allerdings ist spätestens nach dem Aufstieg in Liga Eins und der folgenden Herbstmeisterschaft der Verein in der deutschen Fußballlandschaft ein Begriff. Maßgeblich verantwortlich für den kometenhaften Durchmarsch von der Kreis- bis in die 1. Bundesliga ist 1899-Mäzen Dietmar Hopp. In seiner Jugend spielte der SAP-Mitbegründer selbst für die TSG und unterstützt seitdem den Verein, vor allem finanziell, unter anderem auch durch den Bau eines bundesligatauglichen Stadions, der 2009 eröffneten Rhein-Neckar-Arena.

Meister der Standards

Ein weiterer Grund für den Höhenflug der Hoffenheimer ist sicherlich die Offensivphilosophie von Trainer Ralf Rangnick. Vor allem dank seiner überragenden Abteilung Attacke schaffte die TSG unter Rangnick den direkten Durchmarsch von der Regional- in die 1. Bundesliga. Auch in der laufenden Saison stellen die Kraichgauer mit 29 Treffern hinter Dortmund den zweitbesten Angriff der Liga.

Obwohl Ralf Rangnick für drei Monate auf Stürmer Chinedu Obasi verzichten muss, ist die Kraichgauer Offensive mit Demba Ba und Vedad Ibisevic immer noch erstklassig besetzt. Hinzu kommt, dass die Mannschaft mit herausragenden Freistoß und Standardspezialisten bestückt ist. Aufpassen muss der Club auf die Meister der ruhenden Bälle Sejad Salihovic und Gylfi Sigurdsson.

Pelle Nilsson und die Defensive

Akute Probleme plagen Ralf Rangnick hingegen in der Defensive. So muss die TSG gegen den Club auf Isaac Vorsah verzichten. Der Ghanaer wurde vom DFB-Sportgericht wegen einer Tätlichkeit mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen belegt. Neben Vorsah fallen auch Jossip Simunic (Überbein) und Manuel Gulde (Muskelverletzung) weiterhin aus. Auch im Tor muss Rangnick den zu Beginn der Saison überragend haltenden Tom Starke ersetzen.

In dieser Situation wäre der Trainer wahrscheinlich froh, einen wie Pelle Nilsson im Kader zu haben. Obwohl man in Hoffenheim große Stücke auf Nilsson hielt und ihn sogar zum Kapitän machte, blieb dem Schweden in der vergangenen Saison meist nur ein Platz auf der Bank. Beim Club ist Pelle als Innenverteidiger seit seinem Wechsel im Sommer nicht mehr wegzudenken. Leider wird der Schwede wegen eines Teilanrisses des Innenbands im Knie nicht gegen seinen Ex-Club auflaufen können. "Schade", sagt er auf CLUBtv: "dass ich ausgerechnet gegen meine ehemaligen Kollegen nicht spielen kann."

Traum von Europa

In dieser Saison scheint sich die TSG 1899 in ihrer dritten Erstligaspielzeit endgültig im Oberhaus etabliert zu haben. Mit 23 Punkten rangiert man zur Zeit auf dem sechsten Tabellenplatz, nur einen Punkt von den Europa-League Plätzen entfernt. Es liegt also durchaus im Bereich des Wahrscheinlichen, dass man kommende Saison auch in Madrid, Mailand oder Lissabon zur Landkarte greifen und sich über das kleine Hoffenheim informieren muss.